Di. 20. Mai 2014 um 19:55

Microsoft Event: Surface Pro 3 vorgestellt

von Alexander Spindler16 Kommentare

Satya Nadella (CEO von Microsoft) persönlich eröffnete die heutige Präsentation des neuen Surface Pro Modells. Und das hatte selbstverständlich einen Grund: Er verdeutlichte erneut die neue Microsoft Strategie „Cloud First – Mobile First“ und stellte dar, wie Microsoft sich zurzeit aufstellt und warum man diese Strategie gewählt hat.
Entscheidend ist für die Redmonder auch die Gerätesparte geworden, mit der man den neuen Weg konsequent verfolgen möchte. Man will die Software Erfahrung, die sich das Windows- und Office- sowie das OneDrive-Team ausgedacht hat hardwareseitig auf den Punkt bringen und auch Vorreiter für die Hardwarepartner wie Dell, HP und Co. sein.

Das Surface Pro 3 – Die Symbiose aus Tablet und Laptop

Ganze drei Jahre war dieses Gerät in Entwicklung, um die Symbiose aus Tablet und Laptop perfekt hinzubekommen. Es soll das erste Tablet werden, das einen Laptop wirklich vollständig ersetzen kann.
Prangerte man beim Surface Pro 1 noch das hohe Gewicht und die schwache Akkuperformance an, so konnte man diese beiden Aspekte mit dem Surface Pro 2 etwas verbessern. Das Surface Pro 3 geht nicht einen Schritt weiter, sondern springt direkt auf ein anderes Level.
Das neue Super-Tablet von Microsoft hat ein 12 Zoll Display im 3:2 Format spendiert bekommen, welches mit 2160×1440 Pixeln auflöst. Das Pro 3 ist 9.1 mm dick (zuvor Pro 2: 10,6mm) und nur 800g schwer. Es wird mit Intel Core i3, i5 und i7 Prozessoren gefertigt und ist somit das dünnste Intel Core Produkt auf dem Markt. In Zusammenarbeit mit Intel entwickelte Microsoft ein besonderes Belüftungssystem, welches man weder hört noch spürt.

Das neue Displayformat wurde dabei bewusst im DinA4 Format gewählt, um mehr Inhalt darstellen zu können und von den Abmessungen und der Form her ein den Menschen von Notizblöcken bekanntes Format zu bieten.
Die Performance soll sich im Vergleich zum Surface Pro 2 um 10% verbessert haben. Dabei hat man das Gerät zwar dünner gemacht, ohne aber an Dingen wie Displayglas oder Technologie zu sparen. Panos Panai vom Surface Team führte dies direkt vor und lies das Tablet live auf den Teppichboden fallen. Auch die Displaytechnologie wurde mit dem neuen Standard „Pixel 3“ weiter verbessert.
Ebenfalls neu sind die verbauten Boxen. Microsoft setzt hier auf richtige Front-Speaker, die den Sound nach vorne hin ausgeben. Dies soll das Klangerlebnis deutlich verbessern.
Überdies verfügt das Surface Pro 3 über einen USB 3.0 Anschluss.

Neuer Kickstand, neuer PEN, neues Type-Cover

Der Kickstand wurde ebenfalls eindrucksvoll überarbeitet. Neben den bekannten zwei Einraststufen kann der Kickstand nach dem Überwinden der zweiten Stufe völlig variabel weiter verstellt werden. Diese individuelle Winkeleinstellung soll ein noch besseres Arbeiten an unterschiedlichen Orten ermöglichen.
Dazu stellte Panai den neuen Pen vor. Dieser kann beispielsweise per Klick auf den Kugelschreiberkopf das Display aktivieren. Und nicht nur das, es wird automatisch die One Note App in der Pen Notizvariante gestartet, sodass man direkt, ähnlich wie bei einem College Block, losschreiben kann. Dazu gibt es noch eine weitere nützliche Klick-Funktion. Per Doppel-Klick auf den Kugelschreiberkopf kann eine Webseite aus dem Internetexplorer direkt zu One Note überführt werden, damit dort Notizen gemacht werden können.
Auch die Type-Cover wurden überarbeitet. Aufgrund des 12 Zoll Displays sind sie natürlich angewachsen, aber dünner als die Vorgänger. Zudem hat Microsoft einen Magneten an der oberen Seite verbaut, der mit dem unteren Rand des Surface angedockt werden kann. Dies stabilisiert beim Tippen auf dem Schoss das Type-Cover entsprechend. Dies ist auch der Grund, weswegen sich die Windowstaste nicht mehr am unteren Rahmen befindet, sondern nun seitlich platziert wurde. Darüber hinaus hat sich auch das Trackpad des Type-Covers vergrössert. Microsoft ist sich bewusst, dass zum richtigen Arbeiten eine Maussteuerung unerlässlich ist, weswegen das Type-Cover auch in diesem Punkt überarbeitet wurde.

 

Release – 21.05.2014 in drei Versionen

Dünner, schneller, besser. Das Surface Pro 3 scheint endlich das Tablet zu sein, was Microsoft all die Jahre auf den Markt bringen wollte. Letztendlich ist es drei volle Jahre in Entwicklung gewesen, damit es so dünn und so leicht werden konnte, wie es heute ist.
Release ist bereits am morgigen Mittwoch den 21.05. und Microsoft wird drei Versionen anbieten, die sich unter anderem durch den Prozessor unterscheiden (Intel Core i3, i5, i7). Die Variante mit dem Intel Core i3 beginnt mit einem Einstiegspreis von 799 USD.
Wann das Gerät nach Europa kommt und wie genau hier der Preis aussehen wird, reichen wir nach.
Soweit die brandaktuellen Informationen kurz nach dem Ende des Microsoft Events.

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16 Antworten zu “Microsoft Event: Surface Pro 3 vorgestellt”

  1. Googlook sagt:

    Machen einen echt guten Eindruck. Hoffentlich hat MS Erfolg!

    Für mich wünsche ich mir ein kleineres. Etwa 7 bis 8″, dringend mit LTE und hochauflösendem, gutem Display. 🙂

  2. Entrail sagt:

    Größe gefällt mir, auch wenn es mit dem Format natürlich nicht so ideal ist weil fast alles eher auf 16:9 ausgelegt ist, aber bei einem so kleinen Display ist 16:9 einfach nicht so praktisch.
    Und ich glaube das man sich sehr schnell daran gewöhnen kann, dass das Gerät etwas größer ist als die anderen Tablets. Ich habe mir schon länger ein größeres Gerät gewünscht, da ich eh schon ein Phablet besitze sind mir die 7/8″ Tablets definitiv zu klein und ein 10″er ist behaupte ich genauso einfach in eine Tasche zu verstauen wie ein 12″er, klar in der Hand gehalten ist was anderes, aber es ist schließlich in erster Linie eine Arbeitsmaschine die man in der Regel mit der Tastatur auf den Tisch stellt oder auf den Schoß legt, und dabei kann ich mir das echt gut vorstellen mit 12″. Und es ist auch schön zu sehen das Microsoft hier sogar einmal die voreiter Rolle übernimmt und nicht erst Jahre später mit auf den Zug aufspringt 🙂
    Gewicht und Dicke hört sich auch extrem interessant an, ich brauche zwar nicht das dünnste und leichteste Tablett, aber das Surface 1 war doch noch etwas klobig.

    Der Preis für die günstigen Varianten ist denke ich angebracht, vorallem ist da schon ein Type/Touchcover bei? Nur der Speicher dürfte jeweils eine Größe größer für den selben Preis. Und auch die teureren Varianten sind doch einen tick zu teuer.

  3. rassmus sagt:

    http://blog.surface.com/2014/05/announcing-surface-pro-3/

    zweitletzter Abschnitt: „by the end of August, in 26 additional markets including Australia, Austria, Belgium, China, Denmark, Finland, France, Germany, Hong Kong, Ireland, Italy, Japan, Korea, Luxembourg, Malaysia, the Netherlands, New Zealand, Norway, Portugal, Singapore, Spain, Sweden, Switzerland, Taiwan, Thailand and the United Kingdom“

  4. Alexander Spindler sagt:

    Hier ein paar hochaufgelöste Bilder von den Kollegen von wpcentral > http://www.wpcentral.com/surface-pro-3-high-resolution-photos

    Das Gerät ist wirklich sehr schick geworden.

  5. Alexander Spindler sagt:

    Hier übrigens alle Modelle im Überblick – Drei Prozessoren, mehrere Speichervarianten:
    •i3-4GB RAM-64GB – $799
    •i5-4GB RAM-128GB – $999
    •i5-8GB RAM-256GB – $1299
    •i7-8GB RAM-256GB – $1549
    •i7-8GB RAM-512GB – $1949

  6. Entrail sagt:

    Ich dachte für 899 gibt’s die i5-64gb Version laut dem anderen Artikel auf pocketpc.

    Wirklich richtig schönes Gerät

  7. tartuffo sagt:

    3:2 ist ein sehr schönes Format. Dieses Gerät ist (mir) allerdings zu groß u. zu teuer. Es ist aber wohl auch nicht in erster Linie für Privatanwender gedacht, Notebookcheck sagt: „Die Preise des Surface Pro 3 sind wie erwartet mit der professionellen Kundschaft im Hinterkopf zu verstehen.“

  8. Alexander Spindler sagt:

    @tartuffo: Wieso das? Man kriegt hier Highend Tablet und Laptop in einem Gerät. Rechne doch mal zusammen, was ein iMac und ein iPad kosten? Oder ein MS Laptop von Samsung und ein x-beliebiges Highend Tablet?

    Ich verstehe nach wie vor nicht wie man sich über die Preise aufregen kann. Es sind ZWEI Geräte in EINEM.

  9. Entrail sagt:

    Ein Ipad Air kostet in der 64GB Variante 659€ laut Apple.
    Das Surface kostet mit Windows Lizenz und dem Stift 799$(also ca 799€). Es hat vollwertige Windows Hardware und keine ARM Prozessoren etc welche denke ich auch günstiger sein werden. Noch dazu könnte es sein das für den Preis auch schon das Type-Cover dabei ist. Also von teuer kann hier nicht die Rede sein für das was man bekommt.

    Natürlich ist die Vollausstattung nicht gerade günstig, aber wenn man sich eine mit anderen Geräten vergleichbare Variante wählt, ist es definitiv nicht zu teuer. (Geräte die auch irgendwie von der Qualität vergleichbar sind und keine 199€ billig Medion Geräte)

  10. medic@work sagt:

    Ich glaube ich weis wofür mein erstes gehalt drauf gehen wird… 🙂
    Was soll den fürn grafik chip drin sein, weis das wer?

  11. Entrail sagt:

    Ich glaube nur der in den Intel-Prozessoren

  12. medic@work sagt:

    also je nach core der HD4200, 4400 und 4600… mhhh naja für ältere Games sollte des reichen ^^ bf4 aufm tablet wäre eh bissl komisch 😉

  13. Oliver Ulm sagt:

    Also Tom Warren von TheVerge spielt zeitweise Titanfall mitm XBox Controller auf dem Surface Pro 2. Und ich hab gestern auf meinem Pro 2 (selber i5 der auch ins Pro 3 kommt) gestern ein paar Stunden Starcraft II gespielt.

    Also so grundsätzlich gehts schon. Aber wirklich zum Spielen ists wie quasi jedes Ultrabook einfach nicht geeignet.

  14. tartuffo sagt:

    @Alexander: leider sind es für den Preis nicht zwei Geräte in einem, da das Type-Cover nicht im Lieferumfang enthalten ist. Dafür fand ich den Preis eher hoch angesiedelt, zumal man auch nur WLAN zur Verfügung hat. Ist nur meine Meinung, aber dafür sind die Kommentare doch da, oder? 😉

  15. zettie94 sagt:

    Gibt es keine i5 Variante mit 512 GB Speicher? Wenn das Gerät wirklich ein Laptop-Ersatz sein soll dann sind mir 256 GB einfach zu wenig…

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