Do. 09. Oktober 2014 um 15:00

HERE Maps Beta für Samsung-Smartphones mit Android verfügbar

von Simon Burgermeister9 Kommentare

Nokia machte sich in den letzten Jahren nicht nur als Handy- und Smartphone-Hersteller einen Namen, auch in der App-Entwicklung arbeitete man sehr gut. In erster Linie wurde aber nur für Windows Phone entwickelt, andere Plattformen blieben bisher aussen vor.

Nachdem jetzt aber die Hardware-Sparte an Microsoft verkauft wurde, hat sich der verbleibende Teil von Nokia daran gemacht, die beliebten HERE-Dienste auch für Android brauchbar zu machen. Den Anfang macht nun der Karten-Dienst HERE Maps, welcher durch und durch als direkter Google-Maps-Konkurrent gilt.

 

Obwohl die App noch den Zusatz „Beta“ im Namen trägt, funktioniert sie schon sehr gut. Erste Tests zeigen, dass sich die App wirklich nicht viel nimmt gegenüber Google Maps. Der Umfang ist beinahe gleich gross, wobei aber einige Dienste bei HERE Maps ein HERE-Konto voraussetzen, das sich aber gratis erstellen lässt.

Offline-Karten

Einen ganz grossen Vorteil gegenüber so ziemlich jeder kostenlosen Karten-App hat HERE Maps jedoch: Sämtliche Karten können nämlich heruntergeladen und so komplett offline genutzt werden. Zwar ist dies beispielsweise bei Google Maps auch möglich, jedoch nur in einem sehr beschränkten Gebiet. Bei HERE Maps kann man nach Belieben und je nach verfügbarem Speicher auch die gesamte Welt-Karte herunterladen. Dies verschlingt jedoch etwa 27 GB und sollte daher schon gut überlegt sein.

 

Natürlich ist auch eine Navigationsfunktion eingebaut, die auch ebenfalls einwandfrei funktioniert. Insbesondere die Funktion zur Suche der nächsten ÖV-Verbindungen scheint (zumindest hier in der Schweiz) deutlich besser zu funktionieren, als man es sich von Google Maps gewohnt ist.

 

Wie bereits erwähnt, ist HERE Maps im Moment in den offiziellen Kanälen nur für die Galaxy-Phones von Samsung über dessen App Store verfügbar. Dies liegt daran, dass sich Samsung die Exklusivrechte an der App bereits früher gesichert hat. Es ist daher auch noch nicht sicher, wenn auch sehr wahrscheinlich, ob die Anwendung irgendwann für Android-Phones zum Download abgeboten werden wird. So oder so setzt HERE Maps Android 4.1 und mindestens 1 GB RAM voraus.

 

Quelle: HERE Blog (Englisch)

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9 Antworten zu “HERE Maps Beta für Samsung-Smartphones mit Android verfügbar”

  1. elvmacc sagt:

    Und für Leute ohne Samsung gibt es hier die APK bei chip.de:

    http://beste-apps.chip.de/android/app/here-maps-android-app,cxo.58661302/

    Ich habe die App auf meinem OPO und Jolla installiert. Läuft jeweils prima.

  2. redrat sagt:

    Hab die App auch mal auf mein AndroidTablet installiert. Leider synchronisiert es nicht meine Favoriten.
    Es ist sogar so dass ich mich mit meinem Here Konto welches auf der Webseite und auf dem Lumia funktioniert nicht in der App einloggen konnte und auf die selbe schon verwendete eMailadresse wieder ein Konto anlegen konnte.
    Ansonsten ist der Eindruck nicht schlecht.

  3. elvmacc sagt:

    Sync zwischen Jolla und OPO funktioniert bei mir bestens. Sogar die Suche wird synchronisiert. Nur die Daten von WP werden nicht gesynct, das ist mir auch aufgefallen.

  4. redrat sagt:

    Und wenn du dich auf der Webseite einloggst, siehst du dort deine Favoriten/Sammlung?

  5. Arutha sagt:

    Und das ist wahrscheinlich genau der Grund warum sich Nokia vor Android gescheut hat. Denn sobald sie ihre guten exklusiven Apps lanciert hätten, hätten viele diese für ihre anderen Android Apps kostenlos irgendwo illegal heruntergeladen.

    Dieses Problem hatten sie nie bei Windows Phone.
    Jetzt bezahlt Samsung für exklusive Rechte, die jedoch im Grunde fast nichts wert sind, da jeder die App installieren kann wie er will.

  6. elvmacc sagt:

    Ja, unter „Sammlungen“. Da die Homepage aber mit dem Nokia-Account gesynct ist, kommen hier die Favoriten etc von WP zum Vorschein. Daran wird aber bestimmt noch gearbeitet.

  7. elvmacc sagt:

    @Arutha: Das ist nicht ganz korrekt. Here kommt ohnehin auf Android und iOS so viel ich gehört habe. Was Google und Apple dafür bezahlen, weiss ich nicht. Ob der Deal bezüglich MSFT (inkl. Elop) gut für die Firma Nokia war, das kann man woanders diskutieren, weil es eine Endlosschleife produziert. Ist nicht böse gemeint, aber es ist ein grosses Thema 🙂

    Ich finde es gut, wenn Here auf allen Betriebssystemen kommt. Here hätte man schon viel eher zu Geld machen können. Aber eben, es gab einmal eine andere Politik in der Firma und nun bedeutet Nokia: Here, Patente und Netzwerkausrüstung. Und ich glaube nicht, dass dies an Android liegt 😉

  8. Arutha sagt:

    Ich glaube du verstehst mein Kommentar falsch.

    Es geht darum, dass sobald jemand etwas für Android veröffentlicht, dass dann jeder durch irgendwelche Tricks diese App installieren kann. Ob dies vom Herausgeber gewollt ist oder nicht. Samsung bezahlt Nokia dafür, dass sie (momentan) exklusiv auf Android beliefert werden. Dies die Meldung. Bereits der erste Kommentar weist darauf hin, dass auch Besitzer anderer Android Phones dies herunterladen können. Mitsamt Link. Dies ist sicherlich nicht im Interesse von Samsung und wohl auch nicht im Interesse von Nokia, welche wohl die Software verkaufen will und nicht als Gratis App gedacht hat.

    Man hat heutzutage gar keinen Skrupel mehr etwas herunterzuladen ohne dafür zu bezahlen. Auch wenn es nicht so angedacht war.

  9. elvmacc sagt:

    Das sehe ich wie du. WP als Ökosystem ist allenfalls noch zu klein, um dort grosse Jailbreaks etc zu „produziert“. Bei iOS geht man den von Apple unerwünschten Weg über einen Jailbreak und Android macht es einem noch einfacher. Der Fehler liegt im Endeffekt beim User. Geiz ist halt leider geil. Ich kenne genug Leute, die für eine gute Navisoftware auf dem Smartphone Geld bezahlen (ich habe damals unter Anderem deswegen ein L920 gekauft). Warum dies für Nokia kein Geschäftsmodell ist, kann ich auch nicht sagen. Eventuell lohnt es sich nicht oder es geht vorerst um Marktanteile in den neuen Systemen. Sicherlich wird es aber Vereinbarungen mit Google und Apple geben, so wie diese mit Microsoft getroffen wurden.

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