Mi. 07. September 2016 um 11:22

LG V20 vorgestellt: Fokus auf Multimedia und kein Magic Slot mehr

von Marcel Laser0 Kommentare

Das LG V20 ist nun Realität und es scheint, als wenn LG zumindest bei der Hardware aus den vergangenen Fehlern gelernt hätte. Unter anderem wurde hier ein LG V10 genommen und in allen Belangen deutlich weiterentwickelt. Ob das Gerät allerdings zeitnah auch in unsere DACH-Region kommt, bleibt weiterhin fraglich.

LG V20 mit Snapdragon 820, grossem Display und fehlendem Magic Slot

Wie zu Beginn erwähnt, scheint das LG V20 ein deutlich verbessertes LG V10 zu sein. So hat man viele Features des Vorgängers übernommen, wie die herausragenden Video- und Tonaufnahme-Funktionen durch selbst ausrichtende Mikrofone und der Integrierung von Quad-Wandlern, ESS SABRE ES9218 (besser als im Vorgänger) und der Fähigkeit Videos mit Tonaufnahmen mit 24-bit/48-kHz zu untermalen. Auf diese Fähigkeiten baut das LG V20 auf und verbessert diese an einigen Stellen sogar. Dabei wurde vor allem die grosse Kooperation zwischen Bang & Olufsen und LG angesprochen, welche diese Fähigkeiten im Audiobereich stark unterstützen soll. 

 

Als Prozessor kommt Qualcomms aktueller Top-SoC alias Snapdragon 820 mit 4 GB RAM und satten 64 GB internem Speicher zum Einsatz. Das Display misst – wie beim Vorgänger auch – 5.7 Zoll und löst in sehr scharfen 2560 x 1440 Pixel auf. Zudem setzt LG beim LG V20 auf ein IPS-Panel für die Anzeige, sollte allerdings weiterhin die gewohnt sehr gute Anzeigequalität bieten, die wir bereits bei allen anderen LG-Smartphones her kennen. Auch bei den Kameras kann man wohl wenig falsch machen: Hier setzt LG auf die Kombination aus dem LG G5 mit einer 8 MP Weitwinkellösung und einer normalen 16 MP Kamera, welche als Dual-Kamera im Rücken integriert ist. Die 16 MP Kamera kommt zudem mit einer Lichtstarken f/1.8 Blende daher. Für Selfies stehen euch 5 MP in der Front zur Verfügung.

 

Das Gehäuse besteht aus einer interessanten Kombination aus Silikon, Metall und Kunststoff. Wir freuen uns hier vor allem auf das Feeling des Gerätes in der Hand und können den ersten „Touch“-Test kaum erwarten. Dank dieser Materialien hat LG zudem auch wieder den aus dem ersten Gerät bekannten Militärstandard MIL-STD 810 erreicht und so kann das Smartphone auch Stürze aus Höhen von bis zu einem Meter ohne Schäden überstehen. Sehr löblich: LG lässt euch die Rückseite abnehmen und so auch den 3’200 mAh grossen Akku wechseln.

 

Allerdings können wir zum 2nd-Screen über dem Hauptdisplay noch nicht viel sagen. In unserem Test zum LG V10 schnitt die „Shortcut“-Leiste über dem Display nicht all zu gut ab, denn die Funktionen sind eher marginal und halfen oft nur wenig. Aber vielleicht ist LG hier in diesem Fall ja noch etwas interessantes eingefallen, um die Funktionalität und die Bedienung des Displays zu verbessern. Wir sind gespannt.

Das LG V20 kommt in mehreren Farben, allerdings ist die pinke Version nur bestimmten Märkten vorbehalten. Welche das sein soll, verriet LG erst einmal nicht.

Viel Sound, viel mehr Gerät und leider keine Preise und Verfügbarkeit

Man hat LG schon während der Präsentation angemerkt, worauf es das südkoreanische Unternehmen abgesehen hat. Das LG V20 ist genau wie sein Vorgänger ein absolut auf Multimedia-Fähigkeiten getrimmtes Smartphones, welches mit hochwertigen Kameras, Video- und Audiofunktionen auftrumpfen will. Zudem verbaut man die derzeit aktuellste Hardware und entledigt sich dem gefloppten Magic Slot, der eigentlich nur unnötig Akkuleistung gekostet hätte. Die Verbesserungen zum LG V10 sind also signifikant und altbewährtes wurde nicht nur beibehalten, sondern auch verbessert.

 

Zudem nannte man Preise und Verfügbarkeiten nach der Präsentation leider noch nicht. Erste US-amerikanische Medien berichten von einem Release im 3. Quartal 2016, welcher sich durch eine Reihe von Providern wie Sprint, AT&T und Verizon durchziehen soll. Europa selbst wird erst einmal nicht erwähnt. Preise werden sich dann von Provider zu Provider unterscheiden. Somit bleibt der Release für unsere DACH-Region erst einmal weiterhin im Dunkeln.

 

 

Quelle: Pressemitteilung

vg-wort
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