Di. 28. April 2015 um 19:06

LG G4 offiziell vorgestellt!

von Simon Burgermeister6 Kommentare

Seien wir ehrlich: Wirklich viel Neues gab es nicht mehr zu sehen. Was nicht schon seit Wochen über bekannte Leak-Quellen oder gleich von LG selbst enthüllt wurde, kam spätestens heute früh zu Tage, als Evan Blass noch einmal ein paar Details nennen konnte. Dennoch startete heute um 17 Uhr unserer Zeit die Vorstellung des LG G4 gleichzeitig in London und New York

Die Specs in Kurzform

Hier gab es – wie zu erwarten – keine grosse Überraschung mehr. Der Snapdragon 808, den wir so noch nicht allzu oft gesehen haben, bildet das Kernelement des Smartphones. Kollege Marcel hat diesen Chipsatz schon vor gut zehn Tagen, als die Gerüchte in diese Richtung zeigten, etwas näher angeschaut, so dass wir uns das hier sparen.

 

Dazu gibt es einen 3’000 mAh starken Akku, der tatsächlich auswechselbar ist – ein keineswegs selbstverständliches Feature. Der interne Speicher gibt 32 GB her, kann aber durch eine SD-Karte erweitert werden. Warum diese Eigenschaft interessant ist, werden wir später sehen.

Viel Wert auf Kamera und Display gelegt

Auch LG folgt dem diesjährigen Trend und stellt vor allem das Display und die Kamera in den Mittelpunkt der Präsentation. Diese beiden Elemente machten denn auch fast 2/3 der ganzen Show aus.

 

Die Kamera wurde gegenüber dem Vorgänger an verschiedenen Stellen aufgerüstet, an anderen wurden bewährte Features übernommen. So ist wieder der Laser Autofokus mit dabei, der in nur 0.276 Sekunden ein Objekt fokussiert haben soll. Dank der Funktion Quick Shot wird ein Foto gemacht, sobald man zweimal eine der Tasten auf der Rückseite des Geräts drückt.

 

Die Blendenöffnung wurde vergrössert auf F1.8, womit insgesamt 80 Prozent mehr Licht auf den 16-MP-Fotosensor trifft als bei einer Öffnung von F2.2. Zusätzlich wurde auch der Sensor vergrössert, dieser weist das Format 1/2.6 Zoll auf.

Mit dem LG G4 wird auch eine neue Version der optischen Bildstabilisierung eingeführt, die einen deutlich grösseren Spielraum für Korrekturen besitzt.

 

Last but not least besitzt das G4 als erstes Smartphone überhaupt einen Color Spectrum Sensor, der die Lichtverhältnisse und auch Objekte erkennen kann, noch bevor die normale Kamera diese Daten erfassen kann. Dies wiederum hat Einfluss auf die automatischen Einstellungen der Kamera, die so schneller gemacht werden können.

 

Auch an der Software hat man gearbeitet. Neben einem Auto- und einem einfachen Modus gibt es einen weiteren, bei dem man sämtliche Einstellungen manuell vornehmen kann. Dies soll das Smartphone auch für (semi-) professionelle Fotografen interessant machen. Zudem können Bilder nun auch im RAW-Format abgespeichert werden. An dieser Stelle ist es nun also wichtig, dass man eine grosse Speicherkarte mit dabei hat.

 

Die Front-Kamera will mit 8 Megapixel, Weitwinkel-Aufnahmen und den bereits bekannten Gesten zum Auslösen der Kamera überzeugen.

LG G4
LG G4: Das neue Flaggschiff der Koreaner.

Beim Display setzt man – wie ebenfalls bereits bekannt – auf ein so genanntes IPS Quantum Display, das in verschiedenen Bereichen optimiert wurde und so beispielsweise ein helleres und gleichmässiger ausgeleuchtetes Bild anzeigen kann. Auch der Kontrast und die Farbwiedergabe konnten erhöht werden.

 

Das Display löst mit hohen 1’440 x 2’560 Pixel auf. Da dies nicht gerade stromsparend ist, hat LG an anderen Stellen angesetzt. Ein dedizierter Grafik-RAM, eine IPS-Entwicklung und der von dem Unternehmen entwickelte Stromsparmodus sollen dennoch eine angemessene Laufzeit ermöglichen.

 

Schickes Lederdesign

Eine designtechnische Besonderheit ist die Lederrückseite. Bekannt in der Art schon vom Moto X, bei dem man auch eine derartig beschaffene Rückseite wählen kann, sieht dies für einen Aufpreis von rund 50 Euro bzw. Franken schon sehr schick aus. Es handelt sich um echtes Leder und dieses ist in verschiedener Beschaffenheit und in den Farben schwarz grober gemasert sowie glatt braun, gelb, blau, beige und rot erhältlich. In der Mitte der Schale verläuft eine gestickte Ziernaht, die das Design nochmal ein wenig auffrischt. Die Kunststoffrückseiten in Metalloptik, wie sie auch schon vom Vorgängermodell bekannt sind, gibt es wiederum in silbergrau, gold und weiss, wer ein Modell mit Lederrückseite erwirbt, bekommt eine Kunststoffrückseite zum Austauschen dazu geliefert.

LG G4
Leder mit Ziernaht: Das LG G4 im schicken Gewand

 

Software, Preis, Verfügbarkeit

Die Software-Basis bildet natürlich Android 5.0. Diese wird ergänzt durch die LG UX 4.0, welche diverse Eigenentwicklungen mitbringen. Gezeigt wurden unter anderem eine neue Bildergalerie, die Fotos auf verschiedene Arten anzeigen kann, Smart Bulletin, eine App, die verschiedene Informationen und Nachrichten kompakt angezeigt, ein neuer Kalender und die überarbeitete Version des Widgets Smart Notice, das unter anderem die Zeit und das Wetter anzeigt.

Alle Nutzerinnen und Nutzer des LG G4 erhalten darüber hinaus 100 GB Speicherplatz bei Google Drive kostenlos – wie üblich aber leider nur für zwei Jahre.

 

Bereits morgen beginnt der globale Roll-Out des LG G4, doch in der Schweiz wird das Gerät erst gegen Ende Mai ankommen. Für Deutschland gibt es keine weitere Ansage, wir rechnen jedoch damit, dass es ungefähr zur selben Zeit wie in der Schweiz eintreffen wird. Über die Preise schweigt sich LG noch aus, für Deutschland sind aber ebenfalls heute früh die Preise durchgesickert, welche wahrscheinlich auch für die Schweiz gelten werden: 689 Euro soll die Version mit Kunststoff-Rückseite kosten, während die Leder-Version des G4 50 Euro mehr kosten wird.

Quelle: LG Pressekonferenz, Bilder: LG Blog@Flickr

Das könnte Sie auch interessieren

6 Antworten zu “LG G4 offiziell vorgestellt!”

  1. Killer07 sagt:

    Ich denke, dass LG hier alles richtig gemacht hat.
    Meiner Meinung nach ist es das beste Android Flaggschiff-Handy von 2015 (bis jetzt).

  2. terraoutlaw sagt:

    Nur diese permanenten Preissteigerungen finde ich nicht in Ordnung. So hatten bis vor kurzer Zeit sämtliche Apple Gegner gegen die Apple Preispolitik gespottet. Inzwischen kosten viele Android Geräte, zT. auch von eher weniger großen Herstellern wie LG, um die 700 Euro.

    LG

  3. Marulez sagt:

    Bei diesem Flagschiff kann man wenigstens noch Akku und SD tauschen, was den hohen Preis eher rechtfertigt.

  4. skycamefalling sagt:

    Ui, also die Leder-Rückseite ist ja mal richtig grauenhaft *grusel*.
    Ansonsten: Ja, ein solides Gerät mit guten Leistungsdaten. Allerdings nicht wasserdicht und wieder einmal kein dedizierter Kameraauslöser am Rand…so sind für mich Sonys Xperias die bessere Wahl.
    Im Vergleich zum Galaxy S6 oder M9 würde ich aber wohl eher zum LG greifen.

  5. Defected sagt:

    Den hohen Preis rechtfertigt hier gar nichts.
    Weder bei LG, Samsung noch Apple.

  6. Matrixrevolution sagt:

    Von weiten sieht es aus als ob es ein Reißverschluss hätte LOL.
    Sieht schick aus aber nicht mein Ding. Aber ich denke für Jemand der den Ganzen Tag mit Anzug und Armani Schuhe rumläuft warum nicht;) Da sieht ja das Iphone richtig billig aus von hinten.

Schreibe einen Kommentar

Teilen