Fr. 09. September 2016 um 13:43

iPhone 7 Plus: TEENA bestätigt 3 GB RAM im grossen Modell

von Marcel Laser0 Kommentare

Apple redet traditionell gesehen nie über diverse Batteriekapazitäten und Arbeitsspeicher in seinen iPhone Modellen. Meistens erst nach der Keynote, wenn erste authentische Benchmarks eintrudeln, dann werden auch die Geheimnisse rund um die RAM-Komponente gelüftet. Allerdings hat nun auch die chinesische Zertifizierungsbehörde einen Teil dazu beigetragen. Zudem gibt es interessante Technikinfos zum Apple A10 Fusion Prozessor im iPhone 7.

Das iPhone 7 Plus hat 3 GB RAM und das Mysterium um Apple A10 Fusion

Ein abermals heute geleakter Geekbench 4 Benchmark zeigt das iPhone 7 Plus wieder einmal mit 3 GB RAM an. Bereits vor der Keynote sind Benchmark-Ergebnisse aufgetaucht, die 3 GB RAM in den Informationen zum Device listeten und nun wurde es mehr oder weniger offiziell noch einmal nachgeholt. Noch offizieller geht es übrigens über die TEENA, welche nun ebenfalls Informationen zum iPhone 7 Plus veröffentlichte. In den Eigenschaften des Gerätes sind 3 GB RAM als Arbeitsspeicher festgelegt und damit dürfte an dieser Tatsache wohl kaum noch zu rütteln sein.

 

Der geleakte Benchmark-Screenshot zeigt allerdings noch etwas ganz anderes an: Angeblich ist Apples A10 Fusion Prozessor ein DualCore-SoC, was aber eigentlich gar nicht sein kann, da Apple diesen als QuadCore in der Präsentation beschrieben hat. Zwei enorm schnelle Kerne übernehmen alle rechenintensiven Aufgaben und die beiden deutlich schwächeren CPUs kümmern sich beispielsweise um das Abrufen von Mails im Hintergrund. Warum also liest Geekbench 4 eine DualCore-CPU aus? Das „Problem“ liegt hier im von Apple entwickelten Hardware-Controller, der die Prozessorkerne ansteuert.

 

Dieser sorgt dafür, dass die Last verteilt wird und schaltet hoch intelligent die Aufgaben zwischen den jeweiligen Kernen hin und her. Das interessante dahinter scheint zu sein, dass die Apps im Prinzip gar nicht wissen, wie viele Kerne das iPhone tatsächlich hat. Wahrscheinlich weiss das nicht einmal das Betriebssystem in Form von iOS 10 selbst. Geht man vom jetzigen Wissensstand über diesen Controller aus, dann scheint die Software immer nur zwei Kerne zu Gesicht zu bekommen und weiss von den anderen beiden nichts.

 

Diese Erkenntnis erklärt zumindest Ansatzweise, warum Geekbench 4 auf dem Screenshot nur eine DualCore CPU von Apple findet. Für den Benchmark selber kamen also die kleinen Kerne erst gar nicht zum Einsatz, sie wurden schlicht und ergreifend „nicht gesehen“. Wird Geekbench 4 also auf einem Android-Gerät ausgeführt, so werden immer alle Kerne korrekt erkannt. Allerdings steckt die Annahme darüber bisher noch in den Kinderschuhen und ist teilweise Spekulation. Man wird genauere Details zur Vorgehensweise der neuen Apple-Hardware herausfinden können, sobald die Geräte längere Zeit auf dem Markt erhältlich sind und entsprechende Experten_innen den neuen SoC auseinander nehmen können.

iPhone 7 Plus Geekbench 4
Das iPhone 7 Plus: 3 GB RAM und eine DualCore-CPU. Halt… war nicht von vier Kernen die Rede?

 

 

Quelle TEENA (Chinesisch) und Anandtech (Englisch)

vg-wort
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