Mo. 10. Oktober 2016 um 20:00

Internet of Elephants soll in Zukunft die Menschen mit den Tieren vernetzen

von Marcel Laser1 Kommentare

Ein berührendes Projekt des IT-Beraters Gautam Shah wird so langsam Wirklichkeit. Internet of Elephants soll die guten Dinge am Internet of Things Konzept mit der Natur vereinen, so dass Menschen eine persönlichere Beziehung zu den bedrohten Tierarten aufbauen können. Wir selbst finden die Idee spannend und das Projekt sucht noch freiwillige Tester.

Internet of Elephants: Die Social Media Plattform für den Elefanten von Morgen

Viele bedrohte Tiere sind in der Wildniss mit Sensoren und Trackern ausgestattet. Tierschützer_innen wollen so nicht nur mehr über die Tiere herausfinden, sondern auch über deren Gesundheit und Leben wachen und die Daten für Forschungszwecke zur Verfügung stellen. Gautam Shah hat nun die Idee, diese Daten über eine App mit allen Menschen zu teilen. So sollt ihr beispielsweise in Zukunft sehen können, wo euer Lieblingselefant gerade langgelaufen ist, welche Ländergrenzen er überquert hat oder noch ganz andere Dinge. Alles chronologisch aufgelistet, so als wenn ihr eine Facebook-Timeline eines Tieres herunterscrollt. Zudem sollen kleinere Spiele integriert werden, die das interaktive Level der App etwas steigern soll. Schliesslich könnte reines Beobachten irgendwann etwas zu langweilig werden, da die Tiere sich nicht wirklich mit einem unterhalten können… Ist ja auch logisch.

 

Gautam Shah arbeitet hierfür mit Forscher_innen auf der ganzen Welt zusammen, um die Daten von den Sensoren und Trackern zu bekommen und entsprechend auslesen zu lassen. Internet of Elephants verbindet somit einen Teil des Internet of Things Prinzips mit den Menschen, die sich für diese Tiere interessieren. Shah selbst glaubt, dass der Jäger, welcher den Löwen Cecil 2015 erschossen hat, durch eine solche App eher abgeschreckt gewesen wäre, die Jagd durchzuziehen. Oder das generell Menschen Angst vor öffentlicher Erkennung haben, wenn man weiss, dass diese Tiere rund um die Uhr von anderen Interessierten beobachtet werden. Es ist zumindest ein Beispiel von vielen.

 

Internet of Elephants ist zudem bereits erfolgreich finanziert worden und die Arbeiten an der App haben bereits begonnen. Derzeit sucht man noch Freiwillige für die Testphase, die die App in den nächsten Wochen/Monaten ausprobieren und Feedback geben. Die Seite für die Registrierung ist bereits seit rund zwei Tagen online. Allerdings werden nicht alle Registrierungen zum Test freigeschaltet, ein bisschen Glück gehört also auch dazu.

Alle Tiere direkt im Blick. Wie auf einer Facebook-Timeline könnt ihr so die Daten auslesen lassen.

Das gewonnene Geld der App fliesst auch in den Tierschutz

Als weiteren Anreiz, will man vor allem das so durch die App gewonnene Geld an die Tierschutzorganisationen und Forschungsinstitutionen dieser Welt weiterreichen, damit diese für ihre Arbeit weitere Unterstützungen erfahren. In wie weit das Konzept am Ende aufgeht und wie viel dabei herumkommt, wird man allerdings erst sehen, wenn Internet of Elephants live gehen sollte.

 

Das Ziel ist es allerdings jährlich noch einmal bis zu 100 Millionen US-Dollar für diese Zwecke durch Internet of Elephants zusammen tragen zu können. Wir sind gespannt, in wie weit diese Rechnung aufgehen wird.

 

 

Quelle: Internet of Elephants (Englisch)

vg-wort
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Eine Antwort zu “Internet of Elephants soll in Zukunft die Menschen mit den Tieren vernetzen”

  1. happyone sagt:

    Niedliche Idee 🙂

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