Do. 03. September 2015 um 14:06

IFA 2015: Samsung rückt IoT in den Fokus

von Marc Hoffmann0 Kommentare

Samsung hat heute seine erste IFA 2015 Pressekonferenz abgehalten und dabei ein interessantes Thema behandelt, welches in den nächsten Jahren eines der wichtigsten Technologien im Alltag darstellen könnte: Das Internet of Things. Ab 2016 will Samsung all seine neuen Geräte mit IoT-Technologie kompatibel machen und in einem 5-Jahres-Plan bis 2020 das vernetzte Zuhause am Markt etabliert haben. Dafür hat Samsung bereits heute erste Geräte vorgestellt und auch einen neuen, offenen IoT Standard vorgestellt, welcher Geräte verschiedenster Hersteller miteinander verbinden soll.

 

IoT als Kernkonzept bei Samsung

Samsung will IoT zu seinem Kernkonzept machen, auf dem in den nächsten fünf Jahren alle Geschäftsbereiche aufbauen sollen. Damit will das Unternehmen den Alltag von uns allen erleichtern und mit seiner grossen Marktmacht einen einheitlichen Standard für IoT-Geräte etablieren. Diesen Standard nennt Samsung Smart Things und dabei soll es sich um einen offenen Standard handeln, den jedes Unternehmen nutzen kann und IoT-Devices aller Hersteller miteinander verbinden soll. Angefangen bei der Lichtsteuerung, über Haushaltsgeräte und Überwachungskameras, bis hin zum eigenen PKW.

 

Als Kern dieser Technologie für zu Hause stellte Samsung den Smart Things Hub vor. Dabei handelt es sich um eine Art Router, an welchem alle mit Smart Things kompatiblen Geräte im Haushalt angebunden werden können. Der Smart Things Hub ist direkt an das Internet angebunden und erlaubt die Steuerung von kompatiblen Geräten von überall auf der Welt aus. Mit entsprechend leistungsstarker Hardware ist auch die Anbindung von Kameras möglich, um ein privates Sicherheitssystem einzurichten. Doch auch der Datenschutz steht im Vordergrund, sodass man einstellen kann, dass Kameras nur aktiviert werden, wenn es gewisse Auslösebedingungen gibt. Auch der Samsung Pay-Dienst wird Teil der Samsung Smart Things-Plattform und eine grosse Anzahl von Unternehmenspartnern hat sich bereits angeschlossen.

 

Um sicherzustellen, dass neue Geräte, die man anschafft, auch mit dem Standard kompatibel sind, muss man zukünftig nur nach dem „Works with Smart Things“ Logo Ausschau halten, womit sichergestellt wird, dass ein Device mit dem heimischen IoT-System kompatibel ist. Der Hersteller spielt dabei keine Rolle. Das Smart Things-System soll bereits ab der nächsten Woche mit ersten Geräten in Grossbritannien starten, ab sofort in den USA, und ab 2016 sollen alle neuen und viele bestehende Geräte des Herstellers mit dem Smart Things-Standard kompatibel werden.

 

Auf der IFA 2015 Pressekonferenz hat Samsung mit Sleep Sense ein umfangreiches IoT-System vorgestellt.

Samsung nennt als Beispiel Samsung Sleep Sense

Eine der ersten Smart Devices-Komplettlösungen, die Samsung nennt, stellt dabei Samsung Sleep Sense dar. Dabei handelt es sich um ein System, welches nicht nur euren Schlaf überwacht und euch ausgewertete Informationen über euer Schlafverhalten auf dem Smartphone anzeigt sowie Tips gibt, dieses zu verbessern, sondern ebenfalls euer trautes Heim, abhängig vom Schlafrhythmus steuert. So kann Sleep Sense erkennen, wann ihr einschlaft und automatisch das TV-Gerät sowie das Licht ausschalten. Wacht ihr morgens auf, kann so im richtigen Zeitpunkt das Licht wieder eingeschaltet werden, wenn nötig, die Rollläden geöffnet und in der Küche die Kaffeemaschine eingeschaltet werden. Auch die Steuerung der Klimaanlage oder Heizung ist auf diese Art möglich, wenn das System erkennt, dass man schläft und die Zimmertemperatur zu hoch für einen gesunden Schlaf ist.

 

Sollte man pflegebedürftige Familienmitglieder haben, kann auch deren Schlaf überwacht werden und Alarmmeldungen an Angehörige geschickt werden, wenn etwas nicht stimmt. Ähnliches gibt es ja bereits für Babys, ehemals für Risiko-Säuglinge, mittlerweile beinahe standardmässig im Elektromarkt zu kaufen. Neben der Überwachung der Schlafphasen, kann der Sensor, welcher unter der Matratze platziert wird, auch nächtliche Bewegungen und sogar die Atmung einer Person überwachen. Dies ist aber nur eines der Systeme, welche mit Smart Things umsetzbar wären und in Zukunft werden wir nach und nach sehr viele neue Möglichkeiten sehen.

 

Quelle: PocketPC.ch @ IFA 2015

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