Do. 04. September 2014 um 21:47

IFA 2014: Huawei kommt – mit Ascend Mate7 und Ascend G7

von Simon Burgermeister5 Kommentare

Gleich drei Geräte hat Huawei heute in Berlin vorgestellt, wobei aber nur zwei davon richtig neu sind: Sowohl das Ascend Mate7 wie auch das Ascend G7 gehören in die Kategorie der Phablets mit 6 bzw. 5.5 Zoll. Das Ascend P7 kann noch in die Kategorie der Smartphones gezählt werden, ist aber auch nicht ganz neu.

 

Huawei Ascend P7 Sapphire

Richtig gelesen, das P7 kriegt in der Neuauflage den Zusatz Sapphire in den Namen. Und dieser soll auf die neue Front des Smartphones hindeuten, die eben aus Saphirglas besteht. Die Rückseite hingegen wird aus Keramik gefertigt, zudem gibt es einen Rahmen aus Metall. Dies soll zu einem wertigen und edlen Aussehen verhelfen.

Die inneren Werten bleiben hingegen wie sind – sehr gut: FullHD-Screen mit der Grösse von 5 Zoll (445 ppi), Hisilicon-Chipsatz Kirin 910T mit vier Kernen und je 1.8 GHz. Dazu 2 GB RAM und 16 GB internen Speicher. LTE ist ebenso mit dabei wie NFC, WiFi b/g/n und Bluetooth 4.0. Die Hauptkamera auf der Rückseite löst mit 13 Megapixel und eine Blende von F2.0 auf, während die Frontkamera immerhin 8 Megapixel kriegt. Der Akku ist mit 2’500 mAh bemessen.

 

 Zum Preis und auch zur Verfügbarkeit hat Huawei noch nichts verlautbart.

 

Huawei Ascend P7 Sapphire
Das Ascend P7 Sapphire mit Saphir-Glas

Huawei Ascend Mate7

Beim Mate7 sprechen wir ganz klar über ein Phablet. Das FullHD-Display füllt fast die ganze Frontseite (83 Prozent der Oberfläche sind Display) mit seinen 6 Zoll in der Diagonale. Es handelt sich hierbei um den ersten IPS-NEO-Bildschirm. Dieser soll einen Kontrast von 1’500:1 bieten und 15 Prozent weniger Strom verbrauchen als vergleichbare Modelle.

Das Gehäuse indes ist ein Unibody, komplett aus einem Block gefräst, was natürlich für gewohnt edle Geräte sorgt. Auch die einzelnen Tasten sind aus Metall gefertigt. Die Kamera hat ein quadratisches Aussehen mit einem Metallrahmen. Oberhalb der Kamera erkennt man zwei dünne Striche, diese stellen die NFC-Antenne dar.

 

Trotz Unibody und riesigem Display ist das Gerät mit 157 x 81 x7.9 mm kleiner als die Konkurrenten Galaxy Note 4, Xperia T2 Ultra und One Max. Auch 185 Gramm hören sich bei dieser Grösse und einem Akku mit satten 4’100 mAh nach nicht viel an. Diese Kapazität soll für bis zu zwei Tage im normalen Gebrauch, 8 Stunden Video-Streaming, 15 Stunden Video-Wiedergabe, 60 Stunden Musikhören oder 9 Stunden Surfen im Internet reichen.

Diese langen Benutzungs-Zeiten kommen aber nicht nur vom grossen Akku, sondern auch vom Chipsatz, der einerseits eine extra Recheneinheit für Sensoren (Proximity, Gyroscope, Accelerometer, Compass) bietet, andererseits acht Kerne nach dem BIG.little-Prinzip von ARM besitzt. Vier der Kerne kommen aus der A15-Reihe (je 1.8 GHz) und bieten starke Leistung, während vier weitere A7-Kerne (je 1.3 GHz) die weniger leistungshungrigen Aufgaben deutlich stromsparender übernehmen. Die Grafik wird von einem Mali-T628 berechnet.

 

Auch bei den Funkverbindungen lässt sich Huawei nicht zweimal bitten. Der auch als Netzwerkausrüster tätige Hersteller liefert mit dem Modem-Chip das Gegenstück zu seinen Funkzellen. Dieser Chip unterstütz LTE Cat6 mit bis zu 300 Mbit/s Download. Dazu gibt es wie immer WiFi a/b/g/n und WiFi Direct sowie Bluetooth 4.0 und NFC. Und dank einer Dual-Antenne soll es bis zu 40 Prozent weniger abgebrochene Anruf in Gebieten mit schwachem Empfang geben als bei einer einzelnen Antenne.

Einen Clou hat man sich beim P7 auch bezüglich Dual-SIM überlegt: Im Austausch mit der Speicherkarte kann man in den Schacht der microSD-Karte eine nanoSIM-Karte einlegen, damit man zwei Netze gleichzeitig nutzen kann. Leider wird es dieses Feature aber wohl nicht in unsere Regionen schaffen.

 

Der BSI-Kamerasensor wird von Sony geliefert und bietet 13 Megapixel und eine F2.0-Blende.

Ein weiteres grosses Highlight des Mate7 ist der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite. Ganz so, wie man es vom HTC One Max kennt, nur einfach schneller. In nicht einmal einer Sekunde soll das Gerät entsperrt sein. Bis zu fünf Fingerabdrücke können hinterlegt werden. Diese werden in einem Speicher auf dem Chipsatz sicher festgehalten und sollen dank dem hochauflösenden Scanner aus jeder Richtung und bei jedem Wetter erkannt werden.

Huawei Ascend G7

Auch beim G7 handelt es sich um ein Phablet, dieses Mal aber mit „nur“ 5.5 Zoll Bildschirmdiagonale. Wiederum ist das Gehäuse komplett aus Metall gefertigt und nur gerade 7.6 mm dick. Der Rand um das HD-Display (1280 x 720 Pixel) ist mit knapp 3 Millimetern ziemlich schmal.

 

Das Funkmodul unterstützt ebenfalls LTE, hier aber Cat 4, und funktioniert weltweit in allen Netzen. Der Akku fasst 3’000 mAh, was für viele Stunden Unterhaltung sorgen soll. Dank drei verschieden starken Stromsparmodi soll die Stand-By-Zeit noch verlängert werden. Wie beim Mate7 kommt auch hier der BSI-Sensor von Sony mit 13 Megapixel auf der Rückseite zum Einsatz. Dieser bietet dazu FullHD-Videoaufnahme. Die Frontkamera hingegen besitzt 5 Megapixel, kann HD-Videos aufzeichnen und hat einen 88 Grad Weitwinkel für „Groufies“ – Gruppen-Selfies.

Alle drei Geräte laufen mit Android 4.4 und bieten als Zusatz die Huawei-Oberfläche Emotion UI 3.0. Diese kommt recht farbig daher mit über 30 vorinstallierten Themes. Auf besagte Emotion UI wird offenbar sehr viel Wert gelegt. Es gibt eine durchdachte Design-Strategie, zudem wurde ein Wettbewerb ausgerufen, um das beste Design zu finden.

Huawei unterscheidet beim Mate 7 zwei Varianten: Einerseits die Standard-Version, welche in Schwarz oder Silber und mit 2 GB RAM und 16 GB ROM für 499 Euro erscheinen wird. Andererseits gibt es einen Premium-Version in Champagner-Gold mit 3 GB RAM und 32 GB ROM für 599 Euro (UVP). Ende Oktober wird das Phablet in zahlreichen Ländern verfügbar sein.

 

Das Ascend G7 wird es in den Farben Space Grey, Moonlight Silver und Horizon Gold zu kaufen geben, bei einer Preisempfehlung von 299 Euro. Verfügbarkeit: Gleich wie das Mate7 gegen Ende Oktober.

 

Quellen: Pressemitteilungen, @HuaweiDevice (Englisch)

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5 Antworten zu “IFA 2014: Huawei kommt – mit Ascend Mate7 und Ascend G7”

  1. Entrail sagt:

    WOW! Ich weiß gar nicht welches mir besser gefällt. Optisch gefiel mir schon das Ascend P6 und das P7, wobei die beiden technisch vor allem vom Akku doch noch etwas zu schwach waren. Das G7 sieht für mich nach einem extrem interessanten Gerät aus vor allem für den Preis. Und selbst das Mate 7 ist sehr interessant obwohl ich eigentlich vom Note 2 wieder zu einem kleineren Gerät wollte. Aber bei 6″ hat das Mate fast die gleiche Größe wie mein Note 2, nur 0,4mm breiter ca. Da könnte ich glatt schwach werden 🙂

  2. Marcel Laser sagt:

    Wir gucken heute noch, ob wir ein Hands-On für euch zusammenkriegen 🙂 Stay Tuned ^^

  3. Entrail sagt:

    Top. Und, ist das wirklich ein Unibody?! Ich verstehe unter Unibody das es aus einem Block gefräst ist. Es sieht jedoch so aus am Rahmen und auch an der Rückseite (oben und unten die Plastikstreifen) das es zusammengesetzt wurde.

  4. Marcel Laser sagt:

    Der Grundkörper für die Aluminiumbasis des Chassis ist definitiv aus einem Block. Ich hatte nach deiner Anfrage mal
    jemanden dort von Huawei im Gespräch und dieser bestätigte mir, dass der Body aus einem Guss ist und zusätzliche Elemente nur aus optischen Gründen „hinzugefügt worden sind. Das Gesamtgerüst ist aber aus einem Block. Quasi wie bei Apple und dem iPhone 5/5s wo eben noch Glas oben und unten eingefügt wurde, der Rest aber ein Block bleibt 🙂

  5. Entrail sagt:

    Super, vielen Dank 😉

    Für mich definitiv bisher die interessantesten Geräte. Und ich hoffe das sie ein update auf Android L bekommen, aber bei dem kleinen ist das ja mit dem 64 Bit Prozessor schon sehr naheliegend und das Große dürfte dann vermutlich auch ein Update bekommen. Ich war mir eigentlich sehr sicher ein Iphone zu holen, aber für die Preise hier da werde ich fast schwach mir eins oder evtl alle beide zu holen 😀

    Könnte dann gerne auch ein Gast-Review schreiben 😛

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