Do. 03. November 2016 um 15:39

Huawei Mate 9: Mega-Phablet offiziell vorgestellt

von Marcel Laser5 Kommentare

Und da ist es auch schon: Der letzte grosse Hersteller präsentiert ebenfalls das letzte grosse Flaggschiff seiner Serie und hat eine ganze Menge neues zu bieten. Das Mate 9 soll das Smartphone sein, welches an den richtigen Schrauben gedreht hat und auf den ersten Blick scheint das auch der Fall zu sein. Alles andere klärt aber bald ein ausführlicher Test von uns.

Kirin 960 CPU mit neuer GPU und eine überarbeitete Dual-Kamera

Einmal kurz zur Hardware: Verbaut wird ein Kirin 960 Prozessor mit stark verbesserter GPU, was auch dringend nötig war, aber dazu später mehr. Des Weiteren verbaut man 4 GB RAM und keine all zu kleinen 64 GB internen Speicher. Dieser kann auch, wie immer, per microSD erweitert werden. Das Display ist ein 1080p-IPS-Panel mit 5.9 Zoll Diagonale und soll verbesserte Kontraste und Blickwinkel im Vergleich zum Vorgänger bieten. Kraftvoll ist auch der Akku, welcher von Huawei mit 4’000 mAh angegeben wird. Verbaut ist zudem USB-Type-C und auch eine als Super-Charge bezeichnete Funktion, die das Mate 9 relativ schnell wieder mit Strom versorgen soll.

 

Ganz besonderes Augenmerk gilt allerdings der enorm starken Kamerakonfiguration. Hier kommt einmal mehr die deutsche Firma Leica ins Spiel, welche in Zusammenarbeit mit Huawei eine Dual-Kamera mit 12 MP und 20 MP entwickelt hat. Der 20 MP Knipser besitzt allerdings einen waschechten Monochromsensor, was wie beim Huawei P9 für echte Schwarzweiss-Bilder sorgen soll. Zudem soll der 20 MP Sensor den 12 MP Farbsensor beim Zoomen unterstützen, was für deutlich bessere Ergebnisse sorgen soll. Zudem werden auch wieder beide Sensoren gleichzeitig für bessere Tiefenberechnungen und kräftigere Farben eingesetzt.

 

Zudem beseitigt Huawei mit dem Kirin 960 Prozessor eine der grössten Schwachstellen der gesamten Smartphone-Produktpalette des Herstellers: Die GPU ist deutlich stärker als zuvor. Auch wir haben immer wieder in Testberichten zu Huawei Flaggschiffen, wie beispielsweise beim Huawei P9, die im Gegensatz zur Konkurrenz deutlich abfallende GPU Leistung bemängelt. Während die CPU zwar auch nie das Level der Topmodelle erreichte, so hielt diese aber immerhin noch einigermassen mit. Die GPU allerdings schaffte es bei weitem nicht die Leistung zu bringen, die man auf dem Highend-Niveau erwartete. Mit der neuen Mali-G71 im Kirin 960 ist damit allerdings nun hoffentlich Schluss und könnte sogar mehr auf dem Kasten haben, als die Grafikbeschleuniger in den Samsung-Devices, aber genau das klären wir dann in einem ausführlichen Test.

Huawei Mate 9 Porsche mit deutlich höherem Preis und nur in ausgewählten Stores

Die Curved-Version, welche in Zusammenarbeit mit dem Porsche Design Team entwickelt wurde, ist eine streng limitierte Auflage des Mate 9. Dieses bietet direkt 256 GB internen Speicher, 6 GB RAM und das Display löst in QHD, also mit 2560 x 1440 Pixel auf, allerdings ist es mit 5.5 Zoll rund 0.4 Zoll kleiner als das „normale“ Mate 9.

 

Der Preis liegt übrigens hier bei stattlichen 1’395 Euro. Eine abspeckte Version des Curved-Flaggschiff existiert aber nicht. Das Device kommt Ende Dezember, genauer gesagt am 20.12.2016 nach Europa, ist allerdings streng limitiert und erst einmal auch nur in den Porsche Design Stores erhältlich. Später im Jahr 2017 sollen weitere ausgewählte Händler dazu kommen.

 

Ab Ende Dezember ist diese Luxusvariante also auch in der Schweiz erhältlich. Der Preis liegt hier bei 1’499 Schweizer Franken.

Verfügbarkeit und Preise

Das Mate 9 kommt im Laufe des Novembers nach Europa und kostet 699 Euro. Wir gehen davon aus, dass die Umrechnung wie beim Huawei P9 und Huawei P9 Plus 1:1 übernommen werden kann. Somit sollte das Mate 9 in unserer Schweiz ebenfalls 699 SFr. kosten.

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5 Antworten zu “Huawei Mate 9: Mega-Phablet offiziell vorgestellt”

  1. Rusty Nail sagt:

    Jetzt noch mit Sailfish OS und es wäre perfekt.

  2. Entrail sagt:

    Laut Giga wird die Specialedition auch nach Deutschland kommen.
    Für den doppelten Preis aber irgendwie nicht annähernd gerechtfertigt. Sagen wir der Speicherupgrade von 64 auf 256 wären 200€ (2 Schritte zu den üblichen ~100€), dazu dann noch ein bisschen was drauf weil es ne Special Edition ist, dann würden so um die 1100-1150 in etwa „ok“ auch wenn das selbst dann nur die wenigsten zahlen würden.

    Ich hoffe die verkauft sich nicht, nicht das die Hersteller dann öfter auf die Idee kommen solche Preise zu verlangen.

  3. Marcel Laser sagt:

    Wir haben extra mit der Schweizer PR gestern noch von Huawei gesprochen und man sagte uns, dass es erst einmal der Schweiz vorbehalten bleibt. Aber wir haken nochmal nach! Der Artikel wird dann noch im Laufe des Tages entsprechend angepasst 🙂

  4. Marcel Laser sagt:

    Nach Rücksprache mit der deutschen Seite von Huawei, haben wir den Artikel angepasst 🙂 Noch einmal danke für den Hinweis an sich Entrail 🙂 Manchmal kommt auch zwischen den unterschiedlichen Ländern etwas durcheinander ^^

  5. Entrail sagt:

    Gerne 😉

    Mal ganz nebenbei muss ich auch sagen ist der Aufstieg von Huawei absolut beeindruckend. Ich erinnere michnoch an das erste Mal das ich überhaupt ein Huawei Device gesehen habe bzw von der Existenz von Huawei erfahren habe. Das war damals im Saturn ein Huawei P6 was schon damals ein extrem schickes Design hatte. Man hat zwar gesehen das die Verarbeitung definitiv nicht auf einem Niveau mit Apple war, aber besser als die Plastikbomber anderer Hersteller war es definitiv. Das war vermutlich vor etwa 3 Jahren. Dann vor etwa 1,5 oder einem Jahr als ich hier auf pocketpc das kurze Review zum Honor 6 Plus geschrieben habe, zu diesem Zeitpunkt war Huwei auch noch absolut unter dem Radar der aller meisten. Seit dem letzten Jahr etwa gehört Huawei dann quasi wie aus dem nichts zu „den größten“. Vor allem auch weil sie eigene Prozessoren entwickeln obwohl sie Anfangs weit hinterher hingen aber immer dran geblieben sind, haben sie in meinen Augen definitiv Bewunderung verdient.

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