Fr. 12. Juni 2015 um 12:15

HTC: Aktienfall ins Bodenlose – ASUS hat Interesse an einem Kauf

von Marcel Laser1 Kommentare

Wir berichteten erst vor kurzem von der Zurückhaltung HTCs und dem Auslassen der Korrektur für die Quartalszahlen, welche laut der Börsenaufsicht in Taiwan deutlich zu spät angekündigt wurden und damit bewusst verschwiegen werden sollten. Nun schlägt sich das auch auf den Aktienkurs von HTC nieder, welcher den tiefsten Fall in der Geschichte des Unternehmens hinnehmen musste. ASUS soll allerdings an einem Kauf des strauchelnden Smartphone-Herstellers interessiert sein.

Aktie auf historischem Tiefstand

Tiefer war die Aktie noch nicht, jedenfalls nicht in den letzten zehn Jahren. Vorgestern fiel der Aktienkurs von HTC an der taiwanischen Börse auf das Tageslimit von 9.9 Prozent herab. Die Gründe sind vielfältig: Laut der Börsenaufsicht soll HTC bewusst schlechte Zahlen verschwiegen haben, um genau sowas zu verhindern und auf der anderen Seite verkauft sich das HTC One M9 so schleppend, dass der taiwanische Smartphone-Hersteller die Produktion des Flaggschiffs um bis zu 30 Prozent gedrosselt hat. Seit dem dem Verkaufsstart des HTC One M9 Smartphones ist die Aktie um fast die Hälfte ihres Wertes gefallen und liegt derzeit bei rund 8.69 Euro.

ASUS als Retter in der Not?

Allerdings könnte ASUS eine unverhoffte Rettung bringen. Laut ASUS Finanzchef David Cheng soll man in den oberen Etagen bereits über einen möglichen Kauf von HTC nachdenken. Beide Unternehmen sind taiwanischer Herkunft und generell wäre eine Übernahme nicht unwahrscheinlich. Wie wahrscheinlich sie allerdings ist, liess Financial Chief Officer ASUS David Cheng offen: „Dennoch, die Chance, dass wir eine Übernahme starten, bleibt recht gering, da Asustek bisher aus eigener Kraft gewachsen ist“. Der Kauf von HTC steht also bislang alles andere als fest.

 

 

Quelle: Reuters (Englisch)

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Eine Antwort zu “HTC: Aktienfall ins Bodenlose – ASUS hat Interesse an einem Kauf”

  1. Wolfgang D sagt:

    Traurig, aber wie seinerzeit bei Nokia nur logische Folge verfehlter Produktpolitik.

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