Fr. 11. November 2016 um 11:09

Google wehrt sich gegen die Vorwürfe der EU-Kommission

von Marcel Laser3 Kommentare

Im April kam die Nachricht erstmals auf, dass die EU-Kommission die Vormachtstellung von Android und wie Google diese erweitere bzw. auch Ausnutze genauer untersuchen würde. Man wirft Google an dieser Stelle den Missbrauch seiner führenden Marktstellung vor, um Hersteller gewissermassen „zu erpressen“ oder sich diverse Vorteile zu erkaufen. Google antwortet nun nach über einem halben Jahr und weist die Vorwürfe zurück.

Google hält weit über 80 Prozent des mobilen Betriebssystem-Marktes

Durch die hohe Präsenz des Android Betriebssystems auf dem Smartphone-Markt, sieht die EU-Kommission wohl wenig Spielraum für die Verhaltensweisen von Google. Damit Hersteller dieses Nutzen können, muss das System lizenziert werden und Google diktiert dann die Anzahl an eigenes vorinstallierten Apps. Besonders brisant findet die EU-Kommission dann den Zwang für Googles Chrome Browser, die Google eigene Suche und andere Dienste, die mit dem System verknüpft sind. Ebenfalls angesprochen hat man eventuelle Vereinbarungen mit Providern und Herstellern, dass man diese angeblich an den Einnahmen für die Werbung durch die vorinstallierten und auch genutzten Dienste beteiligen werde, was ebenfalls zur Wettbewerbsverzerrung beitragen soll. Als letzter Punkt stand im Raum, dass Google Hersteller blockieren oder abmahnen würde, sobald diese veränderte Android-Versionen einsetzen würde.

 

Google selbst meldete sich bereits im Oktober zu Wort, hat allerdings nun einen Blogpost mit einigen beantworteten Fragen für die Öffentlichkeit online gestellt. So installieren Apple und Microsoft deutlich mehr Apps vor (mehr als 38) und beim Galaxy S7 wären es gerade einmal nur 11. Zudem merkte man an, dass man keinen Hersteller zwingen würde irgendwelche Apps zu installieren und alle können auch mühelos die vorinstallierten Apps durch andere Programme ersetzen. Dass die Hersteller dennoch alle Dienste installieren müssen, läge daran, dass diese nahtlos ineinandergreifen würden und aufeinander aufbauen.

Google zeigt, wie viele Apps die Systeme vorinstallieren.

Es bleibt also nun abzuwarten, wie die EU-Kommission auf die Antwort reagiert. Die Schlammschlacht um die angeprangerte Wettbewerbsverzerrung ist allerdings wohl noch lange nicht vorbei. Das Ganze wird sich noch einige Zeit hinziehen.

 

 

Quelle: Google (Englisch)

vg-wort
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3 Antworten zu “Google wehrt sich gegen die Vorwürfe der EU-Kommission”

  1. nokiot sagt:

    Cooles Vergleichs Gif – endlich nimmt Google Windows mal als drittes Ökosystem war 😂

  2. supermanlovers sagt:

    Bei Microsoft sind es wahrscheinlich nur soviel weil es keine Drittanbieter Apps gibt 😉

  3. Entrail sagt:

    Ist es nicht Sodas die Hersteller android kostenlos verwenden dürfen solange sie die paar Richtlinien befolgen?
    Mal abgesehen davon das ich es lächerlich finde einer Firma zu verbieten ihre anderen Produkte präsenter zu gestalten.

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