Do. 07. August 2014 um 17:14

Google Now könnte nach Übernahme von Emu noch intelligenter werden

von Marc Hoffmann0 Kommentare

Emu ist ein Messenger, welcher eine ausgesprochen gute Erkennung von Konversationsinhalten besitzt. Neben dem Versenden von Textnachrichten, was alle Messenger klar beherrschen sollten, kann Emu die Konversationen in Echtzeit analysieren und auf diese Weise erkennen, wenn man zum Beispiel mit jemandem ein Treffen vereinbart, in ein Restaurant will, einen Urlaub plant oder diverse weitere Themen. Daraufhin können direkt Vorschläge für Kalendereinträge und Buchungen automatisch vorgelegt und vorgenommen werden, sofern man es möchte. Er setzt somit auf eine sehr ausgeklügelte kontextbasierte Texterkennung.

Google Now könnte von der Emu KI profitieren

Nun, da Google das Unternehmen hinter Emu gekauft hat, ist es naheliegend, dass dessen Technik sehr bald auch in das hauseigene Messenger System Hangouts integriert werden könnte. Doch viel interessanter wäre es für Google, die KI des Messenger auch in Google Now zu integrieren. Dadurch wäre es möglich, in Verbindung mit der Texteingabe, in jeder Anwendung zum Nachrichtenaustausch die geschriebenen Inhalte zu analysieren, oder den Dienst im Hintergrund die Inhalte der E-Mails zu lesen, um bei möglichen Verabredungen direkt Vorschläge für Termine und Flugbuchungen, oder Themenbezogene Informationen auf dem Bildschirm einzublenden.

 

Wie Google die Technik letztendlich einsetzen wird bleibt abzuwarten. Doch auch jetzt steht schon fest, dass ein solches System bei Datenschützern wieder Alarm auslösen könnte, je nachdem wie es eingesetzt wird. Eine ähnliche Technik kennen wir bereits von Microsoft’s Assistentin Cortana, welche Mails und Kurznachrichten mit Einverständnis des Nutzers lesen kann und auch auf diesen Informationen basierende Vorschläge und Hinweise für den Nutzer bereitstellt.

 

Der Messenger selbst wird infolge der Übernahme leider offline gehen. Ab dem 25.8. Wird der Dienst eingestellt und die Apps aus den App Stores von Google und Apple verschwinden. Einen Eindruck, wie Emu funktioniert, möchten wir euch dennoch mit folgendem Werbevideo vermitteln.

 

Quelle: Techcrunch (englisch)

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