Fr. 15. Januar 2016 um 16:25

„Fang etwas Neues an“: Apple macht in Kunst

von Barbara Walter-Jeanrenaud0 Kommentare

Kommt, Kinder, wir gucken heute Kunst! Wer in den nächsten Wochen einen Abstecher in kultureller Absicht machen möchte – und dabei die gequälten Blicke des Nachwuchses nicht ertragen will – sollte durchaus einmal einen Apple Store besuchen. In der Tat können kunstinteressierte Menschen hier unter dem Motto „Start something new“ bzw. „Fang etwas Neues an“ derzeit fantastische Bilder und Installationen erleben – allesamt produziert mit digitalen Medien.

 

Bekannte Künstler_innen aus aller Welt schufen in den letzten Jahren und Monaten Werke, die wirklich gut geworden sind. Es handelt sich bei der Auswahl der ausgestellten Werke mitnichten um Malversuche von Laien, vielmehr sind es bekannte Grössen der Kunstszene und aufstrebende Nachwuchskünstler, die die digitalen Möglichkeiten von Smartphone, Tablet und Co. für ihr Werk nutzen. Man steht in der Ausstellung also nicht vor einem digital nachbearbeiteten, nachgemalten Ölschinken, sondern vor einem richtigen, künstlereigenen Bild.

Kunst im stetigen Material-Wandel

Kunst an sich wurde schon immer auf vielfältigste Art und Weise realisiert mit den unterschiedlichsten zeitgenössischen und antiquierten Materialien. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis auch PCs eingesetzt wurden. Schon zu Beginn der Home-Computer-Ära versuchten sich Kunstschaffende daran, den Rechner für ihr Werk einzusetzen, in den meisten Fällen wurden darauf musikalische oder literarische Werke, nicht zu vergessen die Fotografie. Auch mit Grafik-Tablets, mit deren Hilfe man direkt auf den PC zeichnen kann, arbeiten Leute in der Comic-, Grafik-, Design- und Illustrationsbranche schon seit Jahren.

 

Was in der Apple-Ausstellung neu ist, ist wohl der Fakt, dass die Kunstwerke wirklich auf den, teils mobilen, Geräten entstand und nicht nur nachbearbeitet wurde. Alle Schritte zu den Fotografien, Zeichnungen, Gemälden und Illustrationen fanden auf dem jeweiligen Gerät statt. Dank neuer Hilfsmittel, wie etwa dem iPad Pro inkl. Apple Pencil sowie verbesserten Kameras in den iPhones und mehr und besseren mobilen Apps, ist dies nun mit einem sehenswerten Ergebnis möglich.

Bernhard Lang und Darren Pearson mit Werken vertreten

Mit dabei sind unter anderem Fotografien des bekannten deutschen Künstlers Bernhard Lang, der für seine Bilder „von oben“ bekannt ist. Aus der Luft heraus nimmt er auf seinen Bildern Szenen aus dem ungewohnten 90 Grad-Blickwinkel auf und zeigt damit interessante Facetten des Alltags, den man sonst ja nur von „unten“ sieht, wie beispielsweise seine in der Kunstwelt viel beachteten Adria-Bilder, auf denen er im vergangenen Jahr Sonnenschirmarmeen an italienischen Stränden aus dem Helikopter heraus ablichtete. Für die Apple-Ausstellung benutzte er nun ein iPhone 6s und Photoshop, beides auf demselben Gerät.

 

Auch sehr interessante Werke schafft der US-Amerikaner Darren Pearson mit Hilfe des iPhone 6s Plus und der Apple Watch. Seine Bilder entstehen durch Lichtmalerie, die klassische Art mit extrem langen Belichtungszeiten und der Smartwatch als Motivsucher und Auslöser.

 

Für alle, die sich einen ersten Einblick verschaffen möchten oder diejenigen, die keinen Apple Store in der Nähe haben, haben wir im Album eine kleine Auswahl der Werke zusammengestellt.

Da sich ja in so gut wie jedem Haushalt Smartphone, Tablet und Co. befinden, könnt ihr alle auch selbst ausprobieren, was bei euren künstlerischen Versuchen herauskommt – papierschonend ist dies in jedem Fall. Geeignete Apps dazu findet ihr im Play Store und im Windows Store. Wer über ein Apple-Gerät verfügt, kann in einigen Apple Stores in der Schweiz und Deutschland Workshops besuchen, in denen verschiedene Apps und vor allem Techniken zur Bildgestaltung und -bearbeitung gezeigt werden. Auf dieser Webseite könnt ihr euch euren nächsten Apple Store in Deutschland heraussuchen und nachschauen, welcher Workshop wann angeboten wird. In der Schweiz werden die Workshops in allen vier Apple Stores angeboten (Basel, Genf, Wallisellen und Zürich).

 

 

Quelle: Apple Schweiz

vg-wort
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