ETH Zürich warnt vor Outlook für iOS und Android - PocketPC.ch
Fr. 30. Januar 2015 um 21:44

ETH Zürich warnt vor Outlook für iOS und Android

von Bernd Günther10 Kommentare

Microsoft Outlook ist gestern für iOS und Android erschienen. Das sorgte vermehrt für Erleichterung, denn die App wurde schon heiss erwartet, basiert sie doch auf dem von Microsoft aufgekauften Acompli, welches nach der Übernahme fürs Erste eingestellt wurde. Doch heute wird die Freude etwas gedämpft: Die ETH-Informatikdienste warnen vor der Outlook-App und sagen „Finger weg“. In einem Schreiben der ETH Zürich heisst es:

Zum aktuellen Zeitpunkt möchten wir Ihnen dringend davon abraten, diese Applikation zu verwenden! Auf dem zentralen Mailserver der Informatikdienste haben wir die Verwendung der Applikation bereits blockiert.“

Eingehende und versendete E-Mails werden demnach nicht direkt von der App abgefragt, sondern erst über eine ungenaue Anzahl an Proxyservern geleitet, die in den USA stehen. Des Weiteren speichert der Dienst Kalendereinträge, Kontaktdaten und Mail-Anhänge auf den eigenen Servern. 

Die ETH Zürich rät aus diesem Grund, die App vom Smartphone zu löschen und das Passwort des Mail-Accounts zu ändern. In der App selbst wird zwar darauf hingewiesen, dass Daten auf fremden Servern gespeichert werden, dies geschieht jedoch nicht explizit beim einrichten des Kontos.

 

Quelle: watson

Das könnte Sie auch interessieren

10 Antworten zu “ETH Zürich warnt vor Outlook für iOS und Android”

  1. Defected sagt:

    Gelungen würd ich sagen. 😉

  2. night sagt:

    Nicht nur das sondern Benutzername und Passwort werden extern gespeichert!

  3. mikehak sagt:

    Ich finde es ein bisschen interessant. Wo es noch von Acompli selber kam, war es eine Hippe App und da hat sie genau gleich Funktioniert. Jetzt gehört es zu Microsoft und dann ist es Böse. Gibt glaube einige Schlimmere Firmen als MS die APPs herstellen und die Informationen irgendwo auf irgendeinem schlecht gesicherten Server abspeichern.

    Klar wäre es schön wenn die Informationen lokal gespeichert würden. Denke aber, dass das genau wegen den Komfort Features nicht gehen wird. Nicht jeder Mailserver die angebotenen Möglichkeiten und dann soll es noch über Diverse Devices gehen, also muss ich ja irgendwo einen Layer dazwischen hängen.

  4. Snowville sagt:

    Oh man.. ich kann das Thema „Privatsphäre“ echt nicht mehr hören.

    Wenn sich jemand Privatsphäre wünscht soll er als Eremit verkleidet auf einen saumässig hohen Hügel steigen, auf der Spitze eine kleine Holzhütte errichten und sein Leben da geniessen.. Et voilà!

    Das waren meine 5 Cents zum Ganzen.

    Lg Snow

  5. manu sagt:

    ist doch klar das ms die daten zwischen lagert denn sie müssen doch alles für die amerikanichen behörden offen legen. ihr dürft nicht vergessen dass die dort anders ticken und wegen terrorismus panik schieben. die haben doch gefordert das sie auch deutsche mail accounts auf inhalte prüfen dürfen.

  6. poisonspider sagt:

    Gilt die Warnung nur für die neue App? Oder auch für die weniger komfortable alte App? Oder gar für Hotmail generell? Werden Anhänge, Kontakte und Kalendereinträge generell auf fremden Servern zwischengespeichert?
    Danke für Infos?

  7. Oliver Ulm sagt:

    Hotmail generell ist ein Microsoft Service => da liegen natürlich die Daten auf Microsofts Servern (inkl. allem was du halt in den Account speicherst wie Bilder oder Kalendereinträge).

    Wer die App mit irgendeinem bei Microsoft gehosteten Konto nutzt hat da nicht wirklich nen Unterschied – die Daten liegen ja sowieso bei Microsoft.

    Die neue App geht aber z.B. auch mit Firmenmailboxen und da siehts dann schon kritischer aus – diese Daten liegen nämlich normal nur am Server der Firma und am Telefon und bei Nutzung der Microsoft App landen sie auf einmal in den USA in einem Cloud-System.

    Selbiges wenn man mit der App GMail nutzt – da ist halt die Frage eher ob man nachdem die Daten eh schon im Cloud-Speicher einer US-Firma liegen (Google) noch sorgt wenn eine zweite große die auch nochmal speichert – im Hinblick auf Privacy ist das wahrscheinlich schon egal.

  8. Trunks sagt:

    Also eins rall ich gerade echt nicht. Wenn ich Windows 8 und dessen mail App benutze, dort dann mehrere E-Mail Konten hinterlege und mich dann mit meinem Microsoft Account auf einem anderen PC anmelde, sind dort die selben mail Konten verfügbar… also sind die auch alle in der Microsoft Cloud gesichert inclusive der Zugangsdaten. Da hat sich doch auch nie jemand beschwert drüber c.O

    Ich hab da überigens einen exchange account, einen gmail account und den besagten Microsoft Account drin.

    Und ist das nicht bei iCloud das selbe? Dass bei aktiviertem iCloud Backup alle Mail Konten des Gerätes auch auf Apple Servern landen? Oder bei Google Backup für Android? Da hat sich auch nie einer aufgeregt.

    Also nichts gegen die ETH aber da versuchen einfach ein paar Informatiker mit nem Reißer-Thema in die Schlagzeilen zu kommen, hab ich das Gefühl.

  9. HandySchlumpf sagt:

    Na super wir speichern alles überall doppelt und dreifach. Dann hat die CIA genug zum analysieren. Lasst uns die anständig beschäftigen. Vielleicht können wir ja genug Daten generieren das der Aufwand für die irgendwann zu viel wird.

  10. sinsey87 sagt:

    Also ich muss mich mal auch zu Wort melden.

    Die NSA, CIA, KGB, MI6 oder wie alle die noch heißen kommen ja in Wirklichkeit mit dem Überwachen nicht mit. Das einzige Problem was ich sehe ist das, dass eben es mehr Fehler geben kann sprich Datenverlust oder es für Hacker einfacher wird/ist.

    Da sehe ich das Problem, Die ganzen Behörden spionieren uns sowieso aus, da brauchen wir uns keine Sorgen machen…. Und der der Krumme Sachen macht soll sich ein Nokia 3310 zulegen 🙂

    LG

Schreibe einen Kommentar

Teilen