Di. 14. Juni 2016 um 12:09

E3: Microsofts Pressekonferenz mit voller Xbox One Hardware-Dröhnung

von Marcel Laser9 Kommentare

Microsoft hat ein paar dicke „Überraschungen“ (Naja, vieles wurde ja bereits spekuliert, wie immer) platzen lassen und hat vor allem in Sachen Hardware ein dickes Pfund auf die Bühne gestellt. Aber auch im Bereich Software tut sich demnächst einiges. Viele Wörter wie Scorpio, Play Anywhere, Crossbuy und die Verschmelzung von PC und Konsole spielen hier eine gewichtige Rolle in der Zukunft.

Xbox One Scorpio mit mehr als 6 Teraflops GPU-Leistung

Playstation Neo? Was ist das? Zumindest könnte man das nun getrost fragen, nachdem offiziell bekannt wurde, dass die Leistung der kommenden Xbox One Scorpio, die der PS4 Neo wohl um einige Längen schlagen wird. Die originale Xbox One besitzt eine Rechenleistung von umgerechnet 1.3 Teraflops und die PS4 Neo soll eine Leistung von 4.2 Teraflops bieten. Damit ist Project Scorpio, welche zum Weihnachtsgeschäft 2017 erwartet wird, die mit Abstand stärkste Konsole auf dem Markt. Sie soll laut Microsoft nicht nur 4K-Gaming ermöglich, sondern auch volle Kompatibilität zu VR-Technologien bieten. Die 6 Teraflops Leistung sollten ausreichen um HTC Vive und Oculus Rift einigermassen zu befeuern.

 

Leider gab es zur neuen Konsole noch keine Bilder zu sehen, doch will man recht schnell mit neuen Informationen rausrücken, wenn man Xbox Chef Phil Spencer von Microsoft Glauben schenken mag. Dafür gab es allerdings Bilder einer anderen, neuen Microsoft Konsole zu sehen.

Xbox One S wird 40 Prozent kleiner und ein neuer Controller kommt

Endlich! Nach drei Jahren Zykluszeit wurde das auch überfällig! Die Xbox One S ist eine um 40 Prozent kleinere Version der originalen Konsole und bringt sogar endlich nativen 4K-Support mit. Der gilt zwar nicht für Spiele, da die Leistung mit 1.3 Teraflops weiterhin identisch bleibt, aber dafür für Streaming-Inhalte wie Videos und UltraHD-Blu-Rays. Ebenfalls ein enorm wichtiger Schritt: Die Xbox One S wird von Haus aus eine 2 TB Festplatte verbaut haben, was Hardcore-Gamern durchaus entgegen kommen dürfte. Warum damals nur 500 GB Platten verbaut wurden, ist uns bis heute ein Rätsel, da man durchaus schon von Beginn an mit 1 TB Festplatten hätte hantieren sollen, aber man kann ja nicht immer alles haben.

 

Die Verkleinerung war auch dringend nötig, da die Xbox One alles andere als filigran erschien. Mit 40 Prozent weniger Volumen und sogar dem nun integrierten Netzteil, spart man nicht nur ein herumliegendes Teil mehr, sondern wird auch wieder mehr Platz im Regal unter/über/neben dem Fernseher bekommen.

Die neue Microsoft Konsole Xbox One S wird ab August für 399 Euro und 2 TB Speicherplatz in den Handel kommen. Zudem sind im späteren Verlauf auch Konsolen mit 500 GB (299 Euro) und mit 1 TB (349 Euro) geplant. Somit hat man noch ein wenig Spielraum für die eigene Kaufentscheidung geschaffen.

 

Ebenfalls sehr wichtig ist die Ankündigung eines neuen Controllers. Dieser wurde sogar – und wir hoffen innigst Microsoft eckt damit nicht an – im Design leicht überarbeitet. Ein sehr grosses Plus ist die erweiterte Reichweite, die von vielen Spielern schon länger gefordert wurde. Zudem hat man auch einen erweiterten Bluetooth-Support integriert und eben durch das neue Design auch die Haptik verändert. Auf den ersten Blick sieht es nicht so aus, als wenn die seit Jahren herausragende Haptik des Xbox Controllers unter dem Redesign gelitten hätte, aber das muss man erst einmal genauer ausprobieren. Wir sind jedenfalls positiver Dinge.

Crossbuy, Play Anywhere und die Verschmelzung von PC und Konsole

Eine der grössten Ankündigungen überhaupt war allerdings nicht die Xbox Scorpio, sondern der Fakt, dass Spiele nicht mehr Xbox oder PC exklusiv werden, sondern in Zukunft beides. Man kann hier getrost von Windows 10 exklusiv sprechen, da alle kommenden Xbox-Exklusiv-Titel per Crossbuy auch für den PC zu Verfügung stehen werden. Ein riesiger Schritt, der die Konsolenwelt – zumindest erst einmal für Microsoft – nachhaltig verändern wird. Kauft ihr das neu angekündigte Gears of War 4 also auf der Xbox One, so könnt ihr dieses dann auch auf dem PC herunterladen und spielen, ohne dieses Spiel noch einmal bezahlen zu müssen. Microsoft selbst nennt das Feature Play Anywhere und wird den Markt für Konsolen generell stark umkrempeln.

 

Zudem will man im Multiplayer beide Plattformen gegeneinander antreten bzw. miteinander spielen lassen. Damit beginnt der Controller vs. Maus/Tastatur Krieg zwar von neuem, doch schauen wir einmal, wie sich das alles in Zukunft abzeichnen wird. Wäre also nicht verkehrt, wenn vor allem Egoshooter auf der Xbox One in Zukunft auch Tastatur und Maus nativ unterstützen.

 

All das wird wohl die Grenze zwischen Konsole und PC in Zukunft vollständig auflösen. Auch wenn dieses Vorhaben erst einmal nur Windows 10 exklusive Spiele betrifft, so ist klar zu sehen wohin Microsoft seine Hardware in Zukunft hintreiben will. Die Verschmelzung von Couch- und Schreibtisch-Gaming war jedenfalls noch nie so nah beieinander, wie zu dem Zeitpunkt nach der Pressekonferenz von Microsoft auf der E3 in Los Angeles.

 

 

Quelle: E3 Microsoft

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9 Antworten zu “E3: Microsofts Pressekonferenz mit voller Xbox One Hardware-Dröhnung”

  1. Entrail sagt:

    Geil, ich habe mich immer mal nach einer Konsole fürs Wohnzimmer umgesehen. Da ich aber eigentlich eher der PC Spieler bin und nicht übermäßig gerne mit Gamepads spiele ist das Ideal für mich. Bisher war ja auch ein Problem, das ich bisher keine Spiele für die Konsole hätte. Wenn ich dann schon ein paar Spiele die für beide Geräte funktionieren hätte, würde ich nicht bei 0 starten. Und kann mich entscheiden, ob ich auf PC oder Konsole spielen.

  2. Hampi sagt:

    Weihnachtsgeschäft 2017?? Hoffe doch stark es ist ein Schreibfehler und sollte 2016 heissen

  3. Marcel Laser sagt:

    Nein, kein Schreibfehler. Genannt wurde „Holiday 2017“ und damit ist das Weihnachtsgeschäft im Jahr 2017 gemeint ^^

  4. Sven Rutten sagt:

    Ob das wohl die NHL-Reihe wieder auf den PC bringt? Wäre zu hoffen…

  5. Tempest2k sagt:

    Ich finde Weihnachten 2017 vollkommen in Ordnung. Könnte so September-Anfang November werden. Das passt gut.

    Die Ps4 Neo soll zwar früher erscheinen, aber mal sehen. Bei mir ist klar was es wird. Die Xbox One S bei Release, vor allem auch da ich einen Ultra HD Blu Ray Player möchte und die Konsole echt hübsch ist (und das Netzgerät trotz Schrumpfung intern). Und nächstes Jahr dann die Scorpio.

    Es wird immer vergessen dass die Hardware auf Konsolen Ebene trozdem anders genutzt wird. Deswegen passt mir das recht gut.

    Der Dosktop ist hiemit für mich Geschichte. Gearbeitet wird auf meinem Surface Pro, gezockt auf der One S und Scorpio. 🙂

  6. Tempest2k sagt:

    Und wenn das Surface Book 2 kommt, kann ich wahrscheinlich die Games unterwegs auch da zocken und kann die neuen Controller auch darauf nutzen. Yeah Baby.

  7. Entrail sagt:

    Ich verstehe irgendwie nicht, wieso es neue Generationen der Konsolen gibt. Ist nicht gerade das das Kaufargument gewesen, dass man damit immer alles Spielen kann? Ich weiß das es sowas schon zu PS3/XBOX360 Zeiten gab, aber in dem Ausmaße wie sie es hier vorhaben?! Verfehlt das nicht irgendwie den Sinn dahinter?

  8. patgerber sagt:

    Ich nehme an bei der HD handelt es sich nicht um eine SSD, schade!

  9. Marcel Laser sagt:

    Nein… Das würde der Preis der Konsole auch nicht so kompromisslos mitmachen 😀

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