Mo. 23. Mai 2016 um 11:55

Die SMS dank WhatsApp und Co. im freien Fall

von Marcel Laser3 Kommentare

Bis ins Jahr 2012 hat die SMS noch enorme Wachstumsschübe gefeiert. Nun ist sie drei Jahre in Folge extrem eingebrochen und wird wahrscheinlich auch bis zum Ende dieses Jahres wieder fallen. Der Daumen zeigt in Zeiten von WhatsApp, Facebook Messenger und Co. mittlerweile immer mehr nach unten. Eine Statistik über versendete SMS in Deutschland zeigt den Trend, den Provider mittlerweile auch weltweit zu spüren bekommen.

Die SMS fällt um rund 26 Prozent zum Vorjahreszeitraum

Blickt man noch auf das Jahr 2012 zurück, so hatte die Kurznachricht im mobilen Telekommunikationsnetz wohl sein allzeit Hoch erwischt. Mit 59.8 Milliarden versendeter SMS ist das Jahr 2012 das erfolgreichste in der Geschichte der Kurznachricht. Bereits Ende 2013 beginnt allerdings dann schon die drastische Talfahrt auf 37.9 Milliarden SMS, was den Dienst auf das Niveau von 2010 absacken liess. Zwei Jahre später, also nun Ende 2015, ist der Stand so tief wie seit über zehn Jahren nicht mehr und markiert mit 16.6 Milliarden SMS einen absoluten Tiefpunkt.

 

Damit scheint die SMS nun endgültig den Kampf gegen die sich immer stärker auszudehnenden Internet-Nachrichten-Dienste verloren zu haben. Allein Facebook ist mit über eine Milliarde potenzieller Messenger-Nutzer_innen und des aufgekauften WhatsApp-Services der stärkste Konkurrent in dem Bereich. Aber auch Snapchat und Telegram erfreuen sich äusserster Beliebtheit.

 

Einen tröstlichen Vorteil hat die SMS aber dennoch: Sollte unter Umständen einmal ein Kontakt von euch einen bestimmten Dienst nicht nutzen, so kann man sich immerhin darauf verlassen, dass man eine SMS versenden kann. Dafür benötigt es noch nicht einmal eine zusätzliche App mit einem ebenfalls zusätzlichen Account. Na, immerhin.

SMS Statistik 2015 Deutschland
SMS Versand in Deutschland bis Ende 2015. Ein Trend der aber weltweit seine Spuren hinterlässt.

 

 

Quelle: Statista

vg-wort
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3 Antworten zu “Die SMS dank WhatsApp und Co. im freien Fall”

  1. Entrail sagt:

    Ab 2007 kamen die iPhones und anderen Smartphones und damit stiegen die SMS rasant an. Dann haben sie den Trend verpasst eine gute einheitliche App zu erstellen. Ansätze der Provider gab es ja, aber zu spät oder zu unausgereift.
    Trend verschlafen, selber Schuld 😉

  2. supermanlovers sagt:

    Wieso ist das für die Provider ein Problem?

    Selbst in den billigsten Verträgen sind hunderte SMS enthalten. Der Kunde zahlt also für etwas das er gar nicht/kaum nutzt. Ist doch für die Anbieter perfekt. Problematisch wäre es erst wenn die Kunden auf die SMS verzichten wollen damit ihrer Verträge günstiger werden.

  3. andy1954 sagt:

    Solange ich diverse mTan Systeme verwende, ist die SMS für mich unverzichtbar. Alternative Systeme zum Erstellen und übermitteln von Nachrichtzen setze ich nicht ein.

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