Mi. 28. September 2016 um 16:58

BlackBerry will in Zukunft keine eigenen Smartphones mehr entwickeln

von Marcel Laser4 Kommentare

Die letzten Tage scheint eine ganze Menge rund um den kanadischen Hersteller zu passieren. BlackBerry hatte in einer Telefonkonferenz mit beteiligten Partnern über die Quartalszahlen der letzten Monate, wurde es zwar nicht so publik, allerdings versteckt sich ein interessanter Eintrag im schriftlichen Bericht zur Lage. Dort wird es nämlich etwas konkreter.

BlackBerry wird auf Lizenzgeber setzen: DTEK50 und DTEK60 bereits von Alcatel

Denn wie aus dem Bericht hervorgeht ist die eigene Entwicklung für BlackBerry Devices bereits eingestellt worden. Man werde in Zukunft keine eigenen Geräte mehr „erfinden“ und bauen, sondern auf bereits vorhandenes Material setzen. Überraschenderweise ändert sich aber nicht wirklich viel, denn bereits das DTEK50 von BlackBerry setzt auf die identische Hardware des chinesischen Herstellers Alcatel, es sieht sogar exakt genauso aus. Einziger optischer Unterschied: Das BlackBerry Logo ist auf dem Rücken zu sehen. Das DTEK60 wird ebenfalls von TCL (Mutterkonzern von Alcatel) gestellt und ist somit kein eigenes kanadisches BlackBerry Smartphone mehr. Ob in Zukunft weitere Hersteller von Smartphones mit ins Boot geholt werden oder TCL/Alcatel erst einmal als einziger Lizenzgeber in Frage kommt, ging aus dem Bericht nicht hervor,

 

Laut BlackBerry will man sich in Zukunft ganz auf die Software konzentrieren und angepasste Software für Drittanbieter-Smartphones liefern, die mit besonderen Sicherheitsfeatures ausgestattet sind. So sind das noch nicht erschienene DTEK60 und das DTEK50 mit der namensgebenden DTEK-Software ausgestattet, die das Smartphone voll verschlüsseln kann und erweiterte Sicherheitseinstellungen für Apps erlaubt. Auch der BlackBerry HUB ist integriert und generell gibt es leichte Anpassungen an der Oberfläche.

 

Laut BlackBerry Chef John S. Chen sind die Quartalszahlen vielleicht noch nicht ganz so überzeugend und auch beim Umsatz Verluste hinnehmen müssen. Letzterer lag übrigens im zweiten Quartal dieses Jahres bei sehr hohen 372 Millionen US-Dollar. Da BlackBerry nun auf die Entwicklung eigener Smartphones in Zukunft verzichten wird, können hier die Kosten ebenfalls in Zukunft deutlich reduziert werden. Eventuell wirkt sich dieses spätestens im nächsten Jahr ja bereits deutlich positiver aus.

BlackBerry DTEK50
Das DTEK50 von BlackBerry wird bereits von Alcatel gebaut. Bald erscheint das DTEK60, welches ebenfalls von Alcatel (TCL) stammt.

 

 

Quelle: BlackBerry Quartalsbericht (Englisch)

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4 Antworten zu “BlackBerry will in Zukunft keine eigenen Smartphones mehr entwickeln”

  1. Kuzqo sagt:

    Finde ich sehr schade. Habe gerade mit dem Gedanken gespielt, mir das Priv zuzulegen. Blackberry wurde mit dem „sicheren“ Android eine Alternative für mich, nachdem mich iPhone irgendwie langweilt.
    Denke, mit den Lizenz Handys wird auch die physische Tastatur aussterben, was denke ich das traurigste an der ganzen Sache ist.
    Hoffe, Blackberry kann sich wieder berappeln und trotzdem weiterhin in meinen Augen besondere Smartphones herstellen bzw veröffentlichen.

  2. Gustin sagt:

    So am Rande: der Mutterkonzern heißt TCL. 😉

  3. Marcel Laser sagt:

    Woah! Konsequent TLC geschrieben 😅 Wie komm ich denn darauf? In der anderen News wars ja auch richtig. War wohl neben nem Buchstaben- auch ein Gehirnwindungsdreher drin 😂 Danke für den Hinweis am späten Abend! Habs korrigiert ^^

  4. lena97 sagt:

    Braucht kein Mensch mehr, sind in der Nische jetzt und werden dort auch bleiben.
    Kaum ein Unternehmen wird sich noch großartig auf BB verlassen, die meißten haben doch eh schon umgestellt wie unseres auch schon vor 3-4 Jahren.
    Meine Meinung.

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