Mi. 10. September 2014 um 0:49

Apple Watch vorgestellt

von Barbara Walter-Jeanrenaud25 Kommentare

One more thing..

..Apple Watch!

Ha, ich hab’s doch gesagt. Wie viele Diskussionen gab’s in den letzten Wochen in der Redaktion und auch unter der Fachpresse auf der IFA 2014 in Berlin zu dem Thema! Leider wurden keine lukrativen Wetten abgeschlossen, aber: HA! Die Apple Watch ist entgegen vieler Zweifel da!

Ein Designerstück mit Saphirglas

Sie wird das, was die Leute von ihrer Produktkategorie erwarten, neu definieren. (Tim Cook)

In den Medien zuvor als  iWatch oder iTime gehandelt, kommt sie nun auch unter dem neuen Branding, nennen wir es einmal „Apple Branding“, auf den Markt und an die Handgelenke der Menschen. Sie ist rechteckig mit abgerundeten Ecken und nicht rund, wie es derzeit der Trend ist. Dieser könnte sich jedoch bald wieder ändern, wenn man sich die Erfolgsgeschichte von Apple einmal anschaut. Die Apple Watch besticht durch ein besonders nettes Feature: Es gibt eine Krone, wie sie auch an jeder analogen Uhr zu finden ist. Doch statt damit das Datum und den Tag einzustellen oder die Uhr gar aufzuziehen, nutzt die Apple Watch diesen Knopf als Hauptbedienelement. Hiermit kann man zoomen, scrollen, in die Programme schalten und bedienen. Eine sehr hübsch und nostalgisch anmutende Geschichte, die optisch sicher sehr vielen Leuten gefällt. Bleibt die Frage, wie sich die Bedienung in der Realität anfühlt, ob der Knopf gross genug ist, um ihn ohne Fummelei bedienen zu können sowie klein genug, um damit nicht hängen zu bleiben und so auf der Uhr herumzuschalten, ohne es zu beabsichtigen – ihr seht, wir können es kaum erwarten, das gute Stück zu testen.

 

Das Display der Apple Watch besteht aus einer Verbindung von kratzfestem Saphirglas sowie Retina-Display. Saphirglas wird schon länger in der Uhrenherstellung verwendet und bietet hier einen ausgezeichneten Schutz vor Schlägen und Kratzern. Zuvor war über Monate hinweg spekuliert worden, das neue iPhone 6 bzw. iPhone 6 Plus würde auch ein Saphirglasdisplay erhalten, allerdings ist dies nun nicht der Fall. Die Produktion solch grosser Displays war zu einem erschwinglichen Preis wohl derzeit noch nicht möglich.

 

Die Apple Watch wird in zwei verschiedenen Grössen und drei Styles herauskommen. Erhältlich wird sie als Luxus Apple Watch Edition aus Gold, als Apple Watch Sport aus Aluminium mit sportlichen Armbändern sowie als Standardvariante aus rostfreiem Edelstahl sein. Insgesamt gibt es sechs verschiedene Armbänder, die man mit der Uhr kombinieren kann. Zu einem Preis ab 349 US-Dollar wird sie Anfang 2015 in die Läden kommen. 

 

Akku – nichts Konkretes

Die Apple Watch wird kabellos über eine magnetische Station geladen. Dies sieht sehr gut gemacht aus und macht auf den Bildern einen stabilen Eindruck. Das wie MagSafe anmutende Ladesystem lädt die Uhr induktiv. Zwar machte Apple keinerlei Angaben zur Akkulaufzeit der Apple Watch, jedoch ist in Anbetracht der Funktionen und des Displays davon auszugehen, dass sie täglich geladen werden muss.

 

Funktionen und Software

Features, die die Apple Watch ausmachen, sind die für Smartwatches üblichen Verdächtigen: Ein Gyroskop, Schrittzähler und ein Herzschlagmesser. Weiterhin hat die Uhr sowohl eine Spracheingabe-, als auch Sprachausgabefunktion und auch Siri ist mit an Bord. Das ForceTouch Feature ist sehr interessant, denn es kann beispielsweise zwischen Tippen und Drücken unterscheiden. So soll das lange Drücken auf den Bildschirm die Funktion eines Rechtsklicks haben – wie gut das in der Realität funktioniert, werden wir in ersten Tests herausfinden. Sehr schön ist auch, dass Apple Pay mit der Uhr genutzt werden kann. Wenn man den Prozess des Bezahlens schon vereinfacht und auf Herumgekrame nach dem Portemonnaie verzichten möchte, kann man so noch bequemer ohne Suchen nach dem Smartphone zahlen. Tim Cook erwähnte in der Präsentation sogar, dass der kleine Apple-Alleskönner sogar in der Lage ist, als Fernbedienung für Apple TV und die iPhone Kamera zu dienen.

 

Selbstverständlich verfügt die Apple Watch auch über einige Gesundheits- und Fitness-Apps. Diese sollen sehr genau und präzise genutzt werden können. Zudem fordern die Apps regelrecht dazu auf, sich zu bewegen und messen nicht nur die erbrachte Leistung, dies könnte vor allem an langen Bürotagen für viele Leute von Nutzen sein. Auch Landkarten und Foto Apps sollen auf die Uhr kommen und so das Navigieren in der Stadt und auf dem Land einfacher machen. Für Developer ist das WatchKit interessant, mit dem Apps auf die Apple Watch angepasst werden können. Partnerschaften existieren bereits mit BMW, Facebook, Pinterest, Twitter und einigen anderen Firmen, die Apps für die Apple Watch entwickeln.

 

Verfügbarkeit und Preis

Wie bereits erwähnt, kommt die Apple Watch ab Anfang 2015 zu einem Preis ab 349 US-Dollar in den Handel. Wir gehen derzeit davon aus, dass sie genau wie das iPhone auch direkt in die DACH-Region kommen wird, sollte sich daran etwas ändern, halten wir euch natürlich auf dem Laufenden. Die verschiedenen Styles der Uhr gepaart mit sehr intuitiv anmutender Technik zielen auf einen breiten Markt ab – wir sind sehr gespannt, ob und wie viel Apple in der Welt der Smartwatches und Wearables bewegen wird und wie die Uhr bei der Kundschaft einschlagen wird. Natürlich wird das Rennen spannend: Wer wird am Ende die Krone aufgesetzt bekommen? Android Wear oder das für die Apple Watch starkt optimierte iOS? Wir werden sehen. In der Bildergalerie könnt ihr euch schon einmal ein Bild von der Apple Watch machen und euch auch bei uns im Forum zu der Uhr austauschen.

 

Quelle: Apple Keynote; Bilder: The Verge (englisch)

vg-wort
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25 Antworten zu “Apple Watch vorgestellt”

  1. Dustman sagt:

    Ein Traum, meiner Meinung nach die beste ihrer Art. Man sieht hier mal wieder, wieviel Energie und Gedanken man reingesteckt hat gegenüber anderen Hersteller.

  2. Krueschi sagt:

    Echt jetzt Dustman? Das Klang ja wie aus der Sektenbibel herunter gepredigt.
    Ich finde das Gerät ehrlich gesagt Potthässlich und die Asus Zenwatch Millionenmal besser..

    Aber sage mir doch bitte, welche Merkmale so herausragend sind, dass die Energie und Gedanken gegenüber anderen Herstellern spürbar sind?!

    Apple hat 2 Jahre den Markt beobachtet und dann nur kopiert und nennt es wieder Innovation..

  3. Setter sagt:

    Die Funktionalität wirkt durchdacht. Einige lustige spielerein sind enthalten. Die Möglichkeit der Personalisierung auch gelungen.

    Über das Design lässt sich streiten. Mir gefällt nicht und vor allem verstehe nicht, wenn man sich am Uhren orientiert warum die Krone nicht mittig sitzt. Das wirkt auf mich unrund.

    Naja, so ganz vom Hocker haut es mich nicht und hinterlässt den Eindruck von „kann man haben, muss man aber nicht“.

  4. Ney sagt:

    für mich klang das eher wie4 ironie @ krueschi

  5. happyone sagt:

    Ich finde es vom Design her besser als die Uhren anderen Hersteller. Ob man überhaupt ne smartwatch braucht muss man sich jetzt nurnoch fragen.

  6. fumo sagt:

    So durchdacht ist das Design echt nicht. Die Krone liegt genau auf Höhe des Knöchel am Handgelenk, was die Bedienung bestimmt etwas mühsam gestalten wird.

  7. yellowscorpion sagt:

    Die Ecken sind ein bisschen zu verspielt, zu rund. Im Geschäftsalltag könnte das ein wenig unpassend wirken find ich.
    Die Integration in andere Apple Produkte ist wie immer außer Konkurrenz. Das wünsch ich mir von Microsoft zu Weihnachten, eine Uhr mit der ich die Kamera App bedienen kann!!

  8. Setter sagt:

    fumo, wo sitzt den bei dir der Knöchel. Die Bedingung über die Krone wird nicht mühsamer als bei Sportuhren und Chronographen sein. Da müsste die Uhr schon sehr Tief und Breit sein, damit der Knöchel wirklich stört. Die Höhe kommt einer Bedienung auch noch zu gute.
    Ich traue Apple da durchaus zu, das sie das Produkt auch am Arm testen;-)

  9. fumo sagt:

    ich schätze mein Knöchel ist an der selben Stelle wie bei allen anderen auch. wenn ich auf meiner jetzigen Uhr schaue oberhalb der Krone, also da wo die iWatch Krone liegt. Bei Sportuhren und Chronographen muss man ja nicht ständig daran rumschrauben und falls doch öfter, dann wird sie meistens ausgezogen und in der Hand gehalten. Bei einer smartwatch wäre das aber aufgrund der Häufigkeit etwas umständlich.

  10. Android_Newbie sagt:

    Das System ist langsam, die Bubbles sehen aus wie ein Smartphone Spiel, das es auch mal als Browser Game gab und es ist in dem Fall einfach nur ein Mode-Gimmick. Klar bietet es einige Sachen, die das Android Wear System auch bietet. Doch von dem Konzept sind wir meiner Meinung nach hier weit entfernt. Ich glaube sie wollten hier nochmal schnell den Anschluss finden….

    Eins ist jedoch klar! Die (Smartwatch(es)) :rolleyes: von Samsung, die nicht auf Android Wear setzen, haben hier klar keine Chance.

  11. eden-beden sagt:

    2 cm weiter hat man doch sowieso das iPhone. Warum nicht einfach kurz in die Hosentasche greifen und einen richtigen Bildschirm nutzen? Das iPhone benötigt man sowieso, damit das Ding funktioniert.
    Insgesamt ein viel zu teures Gesamtpaket.

  12. Tempest2k sagt:

    Sorry, aber das Ding ist in meinen Augen potthässlich. Warum in aller Welt will ich sowas tragen? Da lacht mich jeder aus in einem Meeting. Entweder sie schaffen es, die Uhren deutlich schmaler zu machen und bitte rund… sonst kann ich die alten Casios aus dem Schrank holen, die waren auch „verspielt und hässlich“ 😀

  13. IngolfSeidel sagt:

    Ich stelle mal die ketzerische Frage: „Was soll das“? Und damit meine ich nicht nur die Apple Watch, sondern auch die Modelle anderer Hersteller. Ich würde mich nicht als Sammler bezeichnen, habe aber dennoch einige „analoge“ Uhren, die mich vom Design her begeistern (Junkers, Junghans, … d.h. schlicht und schön – muss nicht teuer sein). Und wer einmal die faszinierende Mechanik betrachtet hat (z.B. Glasboden), der wird diese neue „Uhren“ wohl nur mit Kopfschütteln betrachten.
    Meine ganz persönliche Meinung dazu … und ob der Nutzen permanenter Messung verschiedener Körperfunktionen nun der Knaller ist … muss jeder für sich selbst entscheiden.

  14. Setter sagt:

    T`schuldigung aber das ist nun wirklich Quatsch, ich meine diese Fixierung auf runde Uhren……Wenn da andere lachen, weil eine Uhr eckig ist, haben die nicht wirklich viel Ahnung.
    Eckige Uhren sind im mittleren, gehobenen Uhrensegment und auch im deutlich gehobenen Bereich nicht ungewöhnlich.
    Herbelin, Maurice Lacroix,Audemars Piguet oder Jaeger-LeCoultre um nur einigen zu nennen. Gerade vom letzteren die Reverso ist ein Meisterstück an Uhrenhandwerk.

  15. happyone sagt:

    Warum ausgerechnet rund? Ne Cartier z.B. ist auch eckig. Die einzige smarte Uhr die vom Design mithalten kann ist die Moto, aber hier fehlt die Variation.
    Klar ist die Uhr klobig, aber das ist ne Breitling (wie die meisten Automatikuhren) auch.
    Apple kann die Uhr auch nicht neu erfinden.

    Und warum sollte das System langsam sein? Hattest du sie schon in der Hand? Wenn nicht würde ich nicht zu schnell urteilen.

    Die Uhr kann man umdrehen, dann stört sie niemandes Knöchel 😉

    Klar ist das iPhone in der Hosentasche. Aber wofür brauchen wir eine Smartwatch. Wenn ich auf mein Handy gucken, dann zu 50% weil ich die Uhrzeit wissen möchte. 50% ob ich eine Nachricht erhalten habe. Dieses würde man elegant lösen, wenn man nur kurz auf sein Handgelenk guckt und alles auf einen Blick hat, anstatt in seiner Hosentasche zu kramen.
    Android macht es so. Apple macht es so.
    2 Welten treffen hier wieder aufeinander und alle bashen sich bis auf die Knochen.

  16. happyone sagt:

    Edit: natürlich benutze ich mein Smartphone auch für andere Dinge 😉

  17. Elmenhorster sagt:

    Davon abgesehen, dass sie mir überhaupt nicht gefällt, ist das nächste NoGo-Kriterium, dass sie nicht einmal wasserdicht ist. Etwas, dass bei mir für eine Uhr Pflicht ist! Stoßfest sollte sie auch sein, aber auf jeden Fall wasserdicht.

  18. tropicoxp sagt:

    Sieht aus wie eine Uhr, die man für ein Euro auf dem Jahrmarkt aus den Automaten zieht.

    Nix für mich 😉

  19. Setter sagt:

    Elmenhorst, woher ist bekannt das sie nicht Wasserdicht ist, davon abgesehen das Wasserdicht keine Selbstverständlichkeit bei Uhren ist, wurde auf der Präsentation recht wenig an nähere Details bekannt.

  20. Ney sagt:

    nicht wasserdicht? fail

  21. Ney sagt:

    wenn doch… denk ich werd ich sie mir mal angucken

  22. Setter sagt:

    Sie hat induktives Laden, das spräche zumindest für eine mögliche Spritzwasserfestigkeit. Wie eben die meisten Uhren auch.
    Wasserdichte Uhren sind, wie gesagt, keine Selbstverständlichkeit und in dieser Preisklasse auch nicht unbedingt üblich….darunter eher selten…..3Bar ist eben nicht Wasserdicht….

  23. zettie94 sagt:

    Naja.Hardwaredesign ist wie fast immer bei Apple top – und sogar personalisierbar (Softwaredesign ist mMn in den letzten Jahren leider immer schlechter geworden). Die Bedienung gefällt mir auch sehr gut.
    Die Apple Watch ist den Android Smartwatches auf alle Fälle meilenweit voraus, das macht diese aber nicht nützlicher. Smartwatches werden in den nächsten Jahren (=bevor nicht die Akkulaufzeit auf ein für eine Uhr vernünftiges Niveau gebracht wird) ein Nischenprodukt bleiben (ausser vielleicht bei den Leuten, welche vor dem Apple-Shop übernachten, um als erste eine Apple Watch zu bekommen…).
    Aber eine Smartwatch ist mMn sowieso nur etwas für Nerds, Geeks und Leute mit zu viel Geld. Nützlich ist sie nämlich nicht wirklich.

  24. zettie94 sagt:

    Btw: die erste Apple Watch wurde schon vor 4 Jahren vorgestellt – sie nannte sich damals aber noch iPod Nano 😉

  25. fumo sagt:

    @Setter Wasserdichte Uhren sind keine Selbstverständlichkeit? Nicht in der Preisklasse? Wo schaust du den nach Uhren, auf den Italienischen Strassenmarkt oder wie? In Läden ist ab ca. 150.- eigtl. alles Wasserdicht mit min. 5ATM, meine günstige Fossil (160.-) hat sogar 10ATM. Solange Smartwatches dieses Kriterium nicht erfüllen sind sie für mich noch uninteressant und nutzlos.

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