Mo. 09. März 2015 um 20:00

Apple Watch endlich offiziell vorgestellt

von Marcel Laser5 Kommentare

Apple Watch Sport, normal und Edition auf dem neuen Stand der Technik

Wie von Apple bereits auf dem iPhone 6 Event im September angeteasert, kommt die neue AppleSmartwatch in drei unterschiedlichen Versionen auf dem Markt. Diese unterscheiden sich vor allem in den verwendeten Materialien, in der Grösse und am Ende auch am deutlichsten im Preis. Das Display ist in der günstigsten Variante von einem Mineralglas geschützt, während die beiden teureren Modelle auf Saphirglas zurückgreifen können. An Bord sind alle nötigen Sensoren wie Schrittzähler, Gyroskop, Pulsfrequenzmesser und sogar der Luftdruck kann unabhängig vom Smartphone gemessen werden. Die Krone ist zum Zoomen und Navigieren gedacht, sodass die Finger das Display nicht bedecken. Der „Home-Button“ befindet sich ebenfalls an der Seite neben der Krone. Während alle nötigen Sensoren an Bord sind, wissen wir nur relativ wenig über die Auflösung des Displays oder den verwendeten Prozessor. Da Apple allerdings mittlerweile seine eigenen SoCs herstellt, könnte ein eigener Prozessor verwendet worden sein, allerdings bleibt das erst einmal nur eine Vermutung.

 

Zudem wurden vor allem Funktionen gezeigt, die bereits aus dem letzten Event schon gezeigt wurden. Darunter die bekannten Sensoren zum Messen von Schritten, Herzschlägen oder auch das Einbinden vieler Watch-Faces etc. Auch das versenden des Herzschlages an Freunden ist möglich, ebenso könnt ihr Zeichnungen anfertigen, die direkt auf die Apple Watch von Freunden „gemalt“ werden. Auch Basisfunktionen wie das Lesen von Mails und Telefonieren, das Bedienen des Musik-Players und viele weitere sind integriert. Ihr könnt auch direkt von der Uhr aus auf Mails oder Nachrichten antworten. Alle Notifications, welche auch auf dem iPhone landen, können nativ auf der Apple Watch angezeigt werden. Egal ob Live-Ticker für Sport-Events oder Anzeigen von Games, die ihr auf iOS derzeit spielt. Auch Passbook spielt eine Rolle, wo beispielsweise Flüge recht detailliert auf der Apple Watch angezeigt werden können. Das Framework WatchKit für iOS 8.2 liefert hier die Grundlage dafür.

 

Sehr wichtig: Es gibt anscheinend auch bereits einige essentielle Apps, die auf der Apple Watch genutzt werden können. Neben den bekannten Funktionen sind bereits Facebook oder auch Instagram gezeigt worden. Auch wurden Programme gezeigt, die mit Systemen in eurem eigenen Heim über HomeKit interagieren können. So könnt ihr auch euer Garagen-Tor über die Apple Watch öffnen oder Kamera-Bilder auf eure Uhr übertragen lassen.

 

Bleibt am Ende nur die Frage, ob die Apple Watch auch die benötigte reale Akkulaufzeit liefert, um die Apps entsprechend auch nutzen zu können. Apple selber verspricht eine „All-Day“-Batterielaufzeit, um alle Operationen durch den Tag zu bringen.

 

Wie Apple in der Pressemitteilung schreibt, ist die Smartwatch zwar wassergeschützt, aber nicht wasserdicht. Weiter steht geschrieben, dass Schwitzen beim Training oder auch Hände waschen kein Problem sei, die Uhr sollte jedoch nicht in Wasser eingetaucht werden. Nach IEC-Norm 60529 gilt die Uhr daher als IPX7 klassifiziert. Zudem sind die Lederarmbänder nicht wasserbeständig.

 

Die Apple Watch Sport ist nicht nur im Preis, sondern auch von den Massen her das kleinste Modell. Ab 349 US-Dollar gibt es ein Gehäuse aus Aluminium und eine Display-Front aus Ion-X Glas. Die Breite der Apple Watch Sport beträgt je nach Modell entweder 38 oder 42 mm und kommt in den bekannten Farben Silber oder Space Grey daher. Das Modell mit 42 mm der Sport-Kategorie kostet allerdings bereits 399 US-Dollar. Die normale Apple Watch Kollektion hat hingegen ein Gehäuse aus Edelstahl und ist ebenfalls in beiden Grössen erhältlich. Der Preis der Edelstahl-/Saphirglas-Version mit 38 mm Gehäuse beginnt bei 549 US-Dollar und steigt je nach verwendetem Armband bis auf satte 1049 US-Dollar. Die 42-mm-Variante ist jeweils 50 US-Dollar teurer.

 

Die aus 18 Karat Gold bestehende Apple Watch Edition ist ebenfalls in besagten Grössen erhältlich, doch durch das verwendete Metall um einiges edler ausgestattet. Zudem ist immer ein Lederarmband dabei. Der Preis startet allerdings bei rund 10’000 US-Dollar und das Wearable ist nur in ausgewählten Apple Stores zu haben.

 

Alle drei Smartwatch-Modelle von Apple können mit unterschiedlichen Armbändern ausgestattet werden, welche wiederum von Apple angeboten werden. Ab dem 10. April könnt ihr die Apple Watch vorbestellen, verfügbar ist sie dann ab dem 24. April.

Research Kit Framework in iOS 8 für den Einsatz von Diagnose-Tools

Apple hat zudem ein neues Entwickler-Werkzeug vorgestellt: iOS 8 ist nun mit ResearchKit ausgestattet und kann dazu genutzt werden, um Diagnose-Tools zu erstellen. So wurde während der Präsentation eine App vorgestellt, die von unterschiedlichen Universitäten im medizinischen Bereich entwickelt wurde, um den Grad von Parkinson zu bestimmen. Eine weitere App soll auch in der Lage sein, Asthma zu erkennen und den Grad der Schwere zu ermitteln. Lösungen für Brustkrebs wurden von entsprechenden Spezialisten ebenfalls entwickelt, allerdings gab es hierzu keine Demonstration.

 

Des Weiteren verspricht Apple, die privaten Daten über medizinische Infos der jeweiligen Personen zu schützen. Der Konzern hat zudem keine Einsicht auf die Daten, die das iPhone für die Apps und die medizinischen Einrichtungen auswertet. Natürlich wird auch die Apple Watch, je nach Belieben, ein Teil dieser Auswertung sein, sofern die Nutzerin oder der Nutzer es zulassen möchte. Es bleibt daher weiterhin jedem selbst überlassen, ob er diese Möglichkeiten nutzt. In Europa ist dies allerdings erst einmal im grösseren Umfang nicht zu erwarten.

 

Was extrem interessant ist: ResearchKit ist von Grund auf Open Source und Apple will für die Verbreitung sorgen. Es ist zum ersten Mal der Fall, dass Apple sich in diese Software-Kategorie wagt und zeigt mit ResearchKit erste Ambitionen, Dritthersteller mit an Bord zu holen. Wir sind gespannt, ob der Schritt sich auch irgendwann auf andere Bereiche der Apple-Welt auswirkt.

Apple Research Kit Vorstellung
Apple stellt ResearchKit vor. Es soll vor allem zur Diagnose von Krankheiten beitragen.

Neues Macbook vorgestellt: Weniger ist mehr?

Das neue Macbook ist nicht nur dünner als ein Macbook Air der letzten Generation, es hat auch endlich ein Retina-Display spendiert bekommen, das mit 2’340 x 1’440 Pixel auflöst. Die Grösse der Mattscheibe beträgt 12 Zoll. Allerdings sind moderne Ultrabooks wie das Dell XPS 13 mit Windows 8.1 schon mit deutlich höheren Auflösungen unterwegs. Apple hat sich allerdings beim Design stark ins Zeug gelegt: Das Keyboard wurde komplett überarbeitet, jede einzelne Taste soll sich nun gleichmässiger drücken lassen als zuvor. Das Trackpad wurde ebenfalls überarbeitet und kann neu zwischen unterschiedlichen Druckstärken unterscheiden, was vor allem die sehr stark ausgeprägte Gestensteuerung von MacOS X weiter beeinflussen sollte. Die Antennen für WLAN (802.11 ac) und Bluetooth 4.0 wurden zudem komplett in das Gehäuse integriert und sind Teil des Chassis. Hoffentlich haben wir hier nicht auch ein „Deathgrip“-Syndrom wie beim iPhone 4. Aber ein Macbook hat ja bekanntlich mehr Fläche, sodass das Risiko wohl als klein eingeschätzt werden kann.

 

Die weitere Ausstattung sind ein Intel Core M mit 1.3 GHz, welcher bis zu 2.9 GHz Takt per Turbo-Boost aufstocken kann. Zudem fallen alle Anschlüsse raus! Apple setzt voll und ganz auf den neuen Standard USB-C, der Stromversorgung, USB, Thunderbolt, HDMI und VGA in einem bietet. Wer alle Möglichkeiten nutzen möchte, könnte somit eine ganze Flut an teuren Adaptern vorgesetzt bekommen. Allerdings macht diese Massnahme das Macbook auch extrem dünn. Der Anschluss ist jedoch nur ein einziges Mal vorhanden. Wer also mehrere Geräte per USB am Macbook Pro betreibt und auf das neue Macbook umsteigen will, wird auch hier mit Adaptern um sich werfen müssen.

 

Das neue Macbook erscheint in den von iPhone und iPad bereits bekannten Farben Silber, Space Grey und Gold und kostet in der kleinsten Konfiguration mit 8 GB RAM und 256 GB SSD 1’299 US-Dollar. Bei verdoppelten Speichergrössen seid ihr mit 1599 US-Dollar dabei.

Auch die anderen Macbooks bekommen Updates auf die neuen Intel Core-i-Prozessoren der 5th Generation und das Macbook Pro bekommt zudem das neue Trackpad mit sensitiven Touch-Controls.

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5 Antworten zu “Apple Watch endlich offiziell vorgestellt”

  1. Gareas sagt:

    Zur Uhr, also von den Funktionen her reisst sie mich jetzt mal nicht vom Hocker. So ein „haben will“ Gefühl macht sich da bislang noch nicht breit. Ich denke ich werde erstmal bis zur 2. Generation warten und schauen was da dann kommt.

    Die neuen Farben des MacBooks finde ich echt Klasse, aber 12″ sind mir zu klein und noch so ein normaler USB Port und vor allem der MacSafe Anschluss hätte es ruhig sein dürfen. Aber gut, auch für dieses MacBook gibt es eine Zielgruppe. Alle anderen greifen halt zum Pro oder Air.

  2. Googlook sagt:

    Mich überzeugt die Apple-Uhr überhaupt nicht. Erwarte trotzdem sehr hohe Verkaufszahlen.

  3. Gareas sagt:

    Habe mir gerade mal die Preise für die Watch angeschaut…recht knackig würde ich sagen. Mal sehen ob sie für das was sie bietet wirklich viele Abnehmer zu dem Preis findet.

  4. Stefan Nicolai sagt:

    Viel zu teuer für eine Uhr, die in zwei Jahren schon technisch veraltet sein wird…

  5. carcamoh sagt:

    OT
    Wenn man ein passendes Eierphone für die Uhr braucht, dann sollte man unbedingt nach Österreich kommen. Hier werden beim Volksdiskonter Hofer Apple 5C für € 296,77 in weiß und blau verramscht.
    http://us9.campaign-archive2.com/?u=030a408c9dbbea89a555fbe2f&id=e27112a3a7&e=271485c5b8

    Sollte die Eieruhr nicht den Erfolg bringen, könnte man ja noch ein bisschen warten bis diese auch beim Volksdiskonter verramscht werden.

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