Do. 05. Februar 2015 um 17:13

Apple HealthKit in US-Krankenhäuser immer öfter eingesetzt

von Marc Hoffmann8 Kommentare

Mit Apple HealthKit hat das Unternehmen aus Cupertino eine sehr mächtige Plattform geliefert, um Daten aus verschiedensten Fitness- und Gesundheits-Geräten zentralisiert darzustellen. Dieses Potential haben nun auch einige Krankenhäuser, vor allem in den USA, für sich entdeckt. Hier kommt HealthKit in Verbindung mit verschiedenen Messgeräten für Blutdruck, Blutzucker oder Puls und Gewicht immer öfter zum Einsatz, um den Gesundheitszustand von Patientinnen und Patienten aus der Ferne zu überwachen. Dadurch werden Behandlungskosten gesenkt und betreffende Personen benötigen weniger Besuche bei Krankenhäusern. Zudem ermöglicht es die nahezu lückenlose Kontrolle des Gesundheitszustandes von chronischen oder in längerer Behandlung befindlichen Personen. 

 

Von den 17 am besten bewerteten Krankenhäusern verwenden bereits sieben Apple HealthKit für genau solche Zwecke. Damit sollen auch zukünftige gesundheitliche Probleme schneller und frühzeitig erkannt werden, um eine rechtzeitige Behandlung einzuleiten. Die Daten werden automatisch und in Echtzeit an das behandelnde Personal gesendet und können mit wenig Aufwand ausgewertet werden. 

 

Die Konkurrenz schläft nicht

Auch Google und Samsung versuchen mit ähnlichen Systemen den gleichen Markt für sich zu gewinnen, allerdings hat Apple hier deutlich die Nase vorn. Dennoch gibt es noch immer viele offene Punkte, welche von allen Seiten in Angriff genommen werden müssen: Unter anderem wird die Nachfrage mit der Zeit weiter ansteigen und damit auch die Menge der auszuwertenden Daten nicht mehr überschaubar. Zudem gibt es weitreichende Kritik der Gesundheitsbehörden an den verwendeten Messgeräten. Diese sind verglichen mit professionellen medizinischen Geräten weit weniger genau und auch falsche Anwendung kann die Ergebnisse verfälschen. Aus diesem Grund drängen die Behörden dazu, für diesen Einsatzbereich gewisse Standards einzuführen, welche von den Herstellern der Messgeräte eingehalten werden müssen, um eine offizielle Zulassung zu erhalten. Ausserdem müsse ein Weg gefunden werden, auch die Daten der verschiedenen Dienste einheitlich zu verknüpfen, um nicht von Apple, Google oder zukünftig Samsung allein abhängig zu sein. 

 

Besonderes Augenmerk gilt zudem auch dem Datenschutz: Für die Übermittlung und Speicherung der Daten müsse ein hohes Mass an Sicherheit gewährleistet werden, um Dritten den Zugriff zu untersagen. Gerade medizinische Daten über eine Person bergen ein hohes Risiko zum Missbrauch. 

 

Quelle: Reuters (Englisch)

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8 Antworten zu “Apple HealthKit in US-Krankenhäuser immer öfter eingesetzt”

  1. Wado sagt:

    …also ich verstehe nicht warum hier nur Samsung und Google genannt wird. Einer der vorreiter, ist doch eigentlich Microsoft mit seiner healtVault. Diese sollte doch genau dass ermöglichen was Apple nun leider „Salon“ Fähig gemacht hat.

  2. happyone sagt:

    Warum leider? Ist es nicht gut wenn etwas „salonfähig“ gemacht wird?

  3. Entrail sagt:

    Er meint vermutlich, dass es ärgerlich ist das es ein Konzept schon (Jahre) gibt und es dann wiedermal Apple schafft etwas durch zu bringen 😉

  4. happyone sagt:

    Dann haben leider die anderen Firmen gepennt 😉

  5. Tempest2k sagt:

    Ne, nicht wirklich. Aber es ist vom bösen Microsoft und nicht vom tollen Apple. Das reicht schon aus.

  6. Trunks sagt:

    Also ich hab von dem Microsoft System noch NIE was gehört … Jemand anders außer Wado? Ich bin auch kein fan von Apple oder Samsung, noch nicht mal Google! Aber kann das Microsoft System das gleiche und läuft das auch auf so vielen Smartphones?

    Da hat einfach jemand beim Marketing wohl massiv gepennt und wenn das schief geht, sind sie selber schuld.

    in 2 Jahren wird sich auch keiner mehr dran erinnern, wer die Smartwatch Ära eingeleitet hat. Das wird dann halt Google gewesen sein oder eben mal wieder Apple. Obwohl es eigentlich Sony war.

  7. Tempest2k sagt:

    Es ist nicht so dass es nicht viele Firmen schon erfunden hätten, oder sogar massiv Geld in die WErbung gesteckt haben. Microsoft sehr wohl… bei vielen Produkten. aber egal, es ist nicht cool und nicht hip. Dann kommt Apple, gibt dem ganzen einen anderen Namen, stellt es als großartige Innovation vor und kassiert ab. Ohne dass sie wirklich viel dazu tun müssen. Das war und ist schon immer so… es ist wirklich schwer aus der einen Ecke raus zu kommen. Es wird über Microsoft und auch andere Firmen tendenziell lieber negativ berichtet.

    Hat jetzt nichts mit dem Health Vault direkt zu tun, aber es geht da wirklich um viele Dinge. Das finde ich persönlich sehr schade. Und es betrifft auch Sony und viele andere Firmen…

    Apple ist automatisch super. Klar habe ich jetzt ein wenig übertrieben geschrieben, aber leider ist es oft so. Und das finde ich persönlich etwas ätzend.

  8. Googlook sagt:

    Doch, da ist Microsoft ganz selbst schuld. Sieht Euch die HealthVault Windows Phone App nur mal an…

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