Mo. 11. Juli 2016 um 10:49

Pokémon Go: Trojaner in manipulierter Software gefunden

von Barbara Walter-Jeanrenaud2 Kommentare

Das Wochenende war randvoll mit Nachrichten rund um Niantics neuen Hit Pokémon Go. So wurde vielerorts ein Verkehrschaos angerichtet, eine Leiche gefunden, Pokémon suchende Fans in eine Falle gelockt und ausgeraubt und viele, viele Fans liefen sich die Sohlen ab und die Füsse wund. Selbst die Polizei musste sich einschalten – ein Polizeiposten in Darwin, Nord-Australien, beherbergte einen Sandan-Pokémon und mehrere Pokébälle. Einige Fans verstanden wohl nicht, dass man an beides auch herankommt, wenn man lediglich vor dem Posten stehenbleibt und stürmten die Räume der Polizei.

 

 

Trojaner DroidJack in Drittanbieter-App gefunden

In der Schweiz, Österreich und Deutschland ist das Spiel derzeit noch nicht zu haben. Grund dafür ist die Überlastung der Server von Niantic, mit einem so grossen Run auf das Spiel hat man wohl nicht gerechnet. Nun soll Pokémon Go nach und nach in alle Gegenden ausgerollt werden. Es ist allerdings möglich, auch jetzt schon mit dem Android-Smartphone an das Spiel zu kommen, zwar nicht über den Google Play Store, aber über Drittanbieter, die die APK zur Verfügung stellen. Und hier beginnt das Problem: Nicht alle Anbieter sind so nett und geben einem das Spiel ohne Hintergedanken. In zumindest einer Version ist der Trojaner DroidJack enthalten, ein sogenanntes Remote Access Tool. Dieses erlaubt den Zugriff auf das Smartphone, lässt es fernsteuern und gibt auch sensible Daten preis. Der Trojaner wird nicht von allen Virenscannern erkannt, als Nutzer_in muss man die Augen offen halten und einen gesunden Menschenverstand bewahren: Möchte die App sehr viele Berechtigungen, unter anderem für die Einsicht in besuchte Webseiten, muss man die Hände davon lassen. Es handelt sich in dem Fall definitiv nicht um die „echte“ App.

Augen auf beim App-Installieren

Wer also nicht auf den Launch von Pokémon Go hierzulande warten möchte, sollte sich die App nur aus vertrauten Quellen herunterladen und genau darauf achten, was für Berechtigungen verlangt werden. Installiert also nicht die erstbeste App, die ihr bekommen könnt, sondern achtet auf den Anbieter. Unter anderem bei Chip findet ihr eine geprüfte Version der APK, die ihr euch herunterladen könnt.

 

Quelle: Chip, Giga

vg-wort
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2 Antworten zu “Pokémon Go: Trojaner in manipulierter Software gefunden”

  1. Ney sagt:

    welcher virenscanner erwischt droidjack?

    welche seite hatte die „verseuchte“ datei?

  2. Ney sagt:

    The cryptographic signature guarantees that the file is safe to install and was not tampered with in any way.

    steht bei apkmirror.com… da hab ichs her

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