Do. 01. September 2016 um 13:51

IFA 2016: Haustiere, Uhren und nur ein kleines bisschen VR

von Barbara Walter-Jeanrenaud3 Kommentare

Im Vorfeld hiess es: Alles steht im Zeichen von VR. Bisher haben wir davon nur sehr wenig gesehen, die Hersteller scheinen sich in diesem Jahr mehr auf Haustiere zu konzentrieren.

 

Acer stellte gestern eine eigene VR-Brille vor, die StarVR, welche in Zusammenarbeit mit Starbreeze entstand und nun dem Massenmarkt zugänglich gemacht werden soll. Die StarVR sieht interessant aus und bietet ein 210 Grad weites Sichtfeld bei einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixel. Auch IMAX zeigt grosses Interesse und setzt die Brille in IMAX-VR-Theatern bereits ein. Acer deutete zudem an, dass die StarVR in den freien Handel kommen wird. Zu einem genauen Zeitpunkt und einer Preisvorstellung schwieg sich das taiwanische Unternehmen allerdings aus.

Acer erweitert die Predator-Reihe

Neben einigen neuen superdünnen Convertibles und Notebooks brachte Acer auch noch jede Menge Gaming-Material auf den Markt. Auf ein cooles Gaming-Smartphone warten wir zwar immer noch vergeblich, aber das neue Notebook Predator 21 X lässt die Herzen höher schlagen. Ein 21 Zoll grosses curved Display, fünf Lüfter, zwei GTX 1080, die Möglichkeit, auf bis zu 64 GB RAM aufzurüsten und ganze sechs Lautsprecher machen das Gerät zu einem Traum für alle, die das Spielen lieben. Dass so ein Gerät ziemlich schwer ist, ist klar, etwa acht Kilogramm bringt das Gerät auf die Waage und ist auch ansonsten sehr klobig. Noch dazu stellte Acer einen neuen Gaming-Monitor mit Eye-Tracking-Technologie vor, der sicher auch die Herzen erfreuen wird. Preise gab es allerdings nicht, ein günstiges Vergnügen wird es aber ganz sicher nicht werden.

Smart Home und Haustierüberwachung sind im Trend

Viel Wert wurde bei Acer und auch bei anderen Herstellern wie Bosch auf Haustiere gelegt. Man hat wohl erkannt, dass immer mehr Menschen Hunde und Katzen halten, die oft viel Zeit allein zu Haus verbringen müssen. So stellte Bosch, wie gestern berichtet, Überwachungssysteme vor und bewarb sie mit dem Hinweis, dass man so die Katze oder den Hund den ganzen Tag über im Blick hat (in der offiziellen Pressemeldung stand gar etwas von der Urlaubszeit, was einen dann doch etwas irritiert zurücklässt).

Acer geht noch etwas weiter und zeigte mit dem Pawbo + lassen sich Fifi und Miezi nicht nur beobachten, sondern richtiggehend terrorisieren, äääh, bespassen. Per App kann die kleine Maschine ferngesteuert Spielzeug oder Laserpointer aufpoppen lassen und Leckerlis auswerfen. Ausserdem kann man sich per Lautsprecher beim Tier bemerkbar machen.

Was sicher teilweise praktisch und ein Spass sein kann, ist andererseits aber auch irgendwie problematisch. Zum Einen sind die Geräte nicht besonders stabil und so sicherlich nur für kleine Tiere geeignet – man stelle sich einen Bernhardiner an der Leckerli-Maschine vor, eher wird die Maschine gefressen als auf die Gnade der App-User_innen gewartet. Mich persönlich beschlich das Gefühl, dass Haustiere, insbesondere die kleineren Hunde und Katzen, in der Hochglanzpräsentation allenfalls wie flauschige Möbelstücke wirkten, ein Stück weit wie Accessoires. Das lässt mich traurig zurück, sind diese Geräte doch allenfalls dazu gut, das schlechte Gewissen, die Tiere den gesamten Tag allein lassen zu müssen, zu beruhigen. 

Spielzeug – für wen eigentlich?

Smartwatch’s not dead!

Aber kommen wir zu den Uhren! Nicht nur Samsung stellte zwei neue Exemplare vor, auch Asus brachte die neue Zenwatch 3 mit nach Berlin. Beide Uhren sind vom Design her sehr stark an klassische Armbanduhren angelegt und mit 1.3 Zoll recht gross. Während die Asus Zenwatch 3 auf Android Wear basiert, kommt bei Samsung Tizen zum Einsatz. Die Samsung Gear S3 classic und Gear S3 frontier funktionieren beide mit Samsung Smartphones, die Zenwatch 3 kann mit Android-Smartphones und mit dem iPhone benutzt werden.

Beide Uhren konnten optisch sehr gute Akzente setzen, wir sind sehr gespannt auf die inneren Werte.

 

Lenovo bringt neue Smartphones

Lenovo brachte am späteren Abend dann noch ein paar Schätzchen mit zur IFA. Gezeigt wurden das Moto Z und das Moto Z Play, die nun auch Einzug in unsere Region erhalten sollen. Zwei schöne Smartphones, die allgemein sehr gut ankamen. Die Module scheinen sinnvoll gewählt zu sein. Wie das Ganze dann in der Realität funktioniert, schauen wir uns sehr gern bald an.

 

Lenovo Moto Z

Doch kein VR-Festival?

Allgemein war der erste Tag für uns ziemlich verwunderlich, hatten doch im Vorfeld alle nach wie vor von VR gesprochen. Auf der Fahrt zum Messegelände wurde hervorgehoben, dass in diesem Jahr auf der IFA die Zeichen auf Virtual Reality stünden. Gesehen haben wir davon, ausser der Acer StarVR, bisher noch nichts. Smart Home und Überwachung von Haushalten und Haushaltsgeräten scheint das grössere Thema zu sein. Die bisher vorgestellten Smartwatches sind toll, ich habe das Gefühl, dass die Hersteller, die an dem Trend dranbleiben, wissen, was sie tun und die ganze Wearable-Geschichte vernünftig und innovativ umsetzen.

 

Wir sind gespannt, was der bereits angebrochene zweite Tag der IFA für uns bereit hält! Angesagt sind Neuigkeiten von LG, ZTE, Logitech und Sony. Am Abend findet dann das kleine Gadget-Festival namens Showstoppers statt, bei dem es erfahrungsgemäss viel zu sehen und zu bestaunen gibt.

 

Habt ihr Fragen, die wir stellvertretend für euch den Herstellern stellen sollen? Schreibt sie in die Kommentare und wir werden sehen, was wir machen können!

 

Quelle: PocketPC.ch @ IFA 2016

vg-wort
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3 Antworten zu “IFA 2016: Haustiere, Uhren und nur ein kleines bisschen VR”

  1. give5 sagt:

    Könnt ihr bei MS mal nachhaken, wann Cortana in Österreich/Schweiz verfügbar ist?

  2. Marcel Laser sagt:

    Hab jetzt für dich mehrere Leute versucht zu fragen. Die Antworten reichten von „Wissen wir noch nicht“ bis hin zu „Its done when its done“.. ^^

  3. give5 sagt:

    danke, war auch absehbar…

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