Mo. 19. September 2016 um 13:39

Hands-On: Das iPhone 7 Plus ausgepackt

von Barbara Walter-Jeanrenaud2 Kommentare

Gross, rosa und keine Antennenstreifen auf der Rückseite. Das iPhone 7 Plus liefert optisch einen angenehmen ersten Eindruck ab. Klar fällt der nun fehlende 3.5 mm Klinkenanschluss auf, es liegen aber sowohl Lightning-Kopfhörer, als auch ein Adapter von 3.5 mm Klinke zu Lightning bei. Das iPhone 7 Plus sieht dem Vorgänger, dem iPhone 6s Plus, sehr ähnlich, unterscheidet sich aber in diversen Details. Heraus sticht hierbei die neue Kamera des iPhone 7 Plus und die überholte Rückseite des Geräts. Die Antennenstreifen befinden sich nun nur noch seitlich am Gerät, nicht mehr über den ganzen Rücken hinweg.

 

Die neue Dual-Kamera verfügt nun zusätzlich über ein Weitwinkelobjektiv und findet somit in länglicher, leicht herausstehender Form Platz im Gerät. Auf die Funktionen der neuen Apple-Cam gehen wir in der Review noch sehr genau ein, hier soll es zunächst um ein „Look and Feel“ gehen. Insgesamt möchte Apple mit dem iPhone 7 Plus kein neues Feuerwerk an Features bringen, sondern, nach eigener Aussage, die beliebtesten Funktionen verbessern. Inwieweit dies gelungen ist, werden in unserem ausführlichen Testbericht herausfinden, stay tuned.

 

Antennenstreifen nur noch seitlich am Rand und eine neue Dual-Kamera sind mitunter die auffälligsten Änderungen.

Gross, angenehm, tolle Materialien

Das iPhone 7 Plus fühlt sich gut an und liegt trotz seiner Grösse angenehm in der Hand. Man hat nicht das Gefühl, dass es einem schnell aus der Hand rutschen könnte. Der Schwerpunkt ist gut austariert, es kippt nicht aus den Fingern, wenn man etwas schneller damit umgeht. Das Material, Aluminium, fühlt sich wie schon beim Vorgänger sehr hochwertig und angenehm an und das Gerät wird auch beim Aufladen oder unter Volllast in ersten Versuchen nicht sonderlich heiss. Es wirkt nicht zerbrechlich, aber auch alles andere als klobig. Man kann es am ehesten mit dem Wörtchen „solide“ im besten Sinne des Wortes beschreiben. Kratzer, Grate etc. finden sich an keiner Stelle des Geräts und auch das Display kam absolut einwandfrei aus der Schachtel. Apple-typisch eben eine sehr hohe Verarbeitungsqualität.

Der neue Home-Button

Eine weitere Neuerung ist der Home-Button. Dieser ist zwar ähnlich im Design, aber nicht mehr physisch, sondern kapazitiv. Er fühlt sich allerdings ähnlich an, wie der frühere mechanische Knopf, da er mittels Taptic Engine bei Betätigung eine kurze Vibration abgibt. Es ist also kein richtiger Druckknopf mehr, sondern eine berührungsempfindliche Fläche und diese funktioniert auf Anhieb wirklich gut und zuverlässig, wenn man sie denn mit nackten Fingern bedient.

 

Es gibt nämlich ein Problem: Die Fläche ist wirklich rein kapazitiv, das heisst, sie reagiert absolut und ausschliesslich auf Berührung mit Haut. Zufällig versuchte ich das iPhone 7 Plus mit einem Latexhandschuh zu bedienen. Das Display konnte ich einwandfrei nutzen, der Home-Button reagierte nicht. Im nächsten Versuch probierte ich es mit einem Stückchen meines T-Shirts: Nichts, keine Reaktion. Ein Entsperren ist somit nicht möglich, da man – auch ohne die Fingerabdruckfunktion nutzen zu wollen – zwingend den Button drücken muss. Natürlich probierte ich dasselbe mit verschiedenen Geräten anderer Hersteller auch aus, sowohl beim Lumia 925, als auch beim Fairphone 1 und 2 sowie dem Samsung Galaxy S6 edge konnte das Gerät mit dem Stoff am Finger entsperrt und bedient werden.

 

Nachdem ich dann eine Suchmaschine bemüht hatte, fanden sich einige andere Leute, die dasselbe zufällig herausgefunden hatten, es handelt sich also nicht um einen Fehler an unserem Gerät. Man wird sehen, wie sehr dies die Bedienung vor allem im Winter beeinträchtigt, eine Umgewöhnung für bisherige iPhone-Nutzer_innen ist es allerdings schon. Man könnte das iPhone allerdings auf AssistiveTouch umstellen und damit den Home-Button auf das Display holen, um die Schwierigkeit zu umgehen.

 

Der Knopf ist weg! Zumindest seine physische Natur. Er reagiert nun druckempfindlich, dank der Taptic Engine von Apple.

Leistung und Geschwindigkeit

Auf den ersten Blick rennt einem das iPhone 7 Plus quasi davon. Die Apps öffnen sich unglaublich schnell und auch grössere Spiele sind blitzschnell geladen. Sehr schön! Ein erster Benchmark mit GeekBench 3 ergab, dass das iPhone 7 Plus mit seinem A10-Prozessor selbst das iPad Pro schlägt – was im direkten Vergleich auch hinkommt. Wir freuen uns jedenfalls auf unseren ausführlichen Test und darauf, das iPhone 7 Plus an seine Grenzen zu bringen.

 

Abschliessend seht ihr ihr nun noch ein paar Bilder des 5.5 Zoll grossen rosa Riesen. Mehr Bilder folgen dann natürlich zum Review des iPhone 7 Plus, welches euch voraussichtlich zum Wochenende erreichen wird. Wir freuen uns drauf.

vg-wort
Das könnte Sie auch interessieren

2 Antworten zu “Hands-On: Das iPhone 7 Plus ausgepackt”

  1. Lumpinocchio sagt:

    Sehr schönes Gerät. Für mich stimmt hier aber das Apple Preis/Leistungsverhältnis nicht. Schade, dass die Geräte so überteuert sind. Ich bin raus. 😇

  2. happyone sagt:

    Ich trauer noch um den Klinkenanschluss. Meins wird voraussichtlich erst in 4-5 Wochen ankommen -.-
    Hoffentlich sind bis dahin die „Geräusche“ weg 😉

Schreibe einen Kommentar

Teilen