Lust, Abends einfach mal wegzugehen? Keine Lust dabei immer das Jackett an zulassen, oder eine Tasche herum zutragen? Ein PDA Phone wie der HTC Universal würde sich hier, angesichts der Tatsache, dass man doch immer mobil erreichbar sein möchte, nichts sehr gut eignen. Aus diesem Grund gibt es Smartphones. Dem normalen Mobiltelefon haben sie eine umfangreiche Datenaufbewahrung zum Beispiel für Kontakte oder Termine positiv entgegen zu setzen.


Ich hab' doch gar nichts anzuziehen ? Die Abendgarderobe




Ob Männlein, ob Weiblein, man überlegt sich schon was man zum Weggehen anzieht ? um beim Thema Abendunterhaltung zu bleiben. Hat man als Windows Mobile®- Anhänger seine manchmal ungewöhnlich aussehende Werkschaft mit sich geführt, höhnte man nicht selten verblüffte, entsetzte oder erstaunte Blicke. Smartphones wie das Serra Wireless VOQ gefallen natürlich nicht Jedem.

Mit dem Vodafone VDA Music muss man sich hier nicht verstecken. Natürlich subjektiv betrachtet, macht es einen guten Eindruck auf den ersten Blick, klein und elegant. Problem Nummer eins der ungläubig nach dem Hersteller Fragenden Fraktion wäre somit eliminiert. Das eingangs erwähnte Größenproblem können wir auch als getan abhacken, mit den Maßen von 108 x 47 x 20 mm fällt das VDA Music nicht mehr auf als jedes andere Mobiltelefon. Bleibt nun noch zu klären, ob die technischen Details des Smartphones von Vodafone für den heutigen Nutzen ausreichend sind.



Namensgebung


Wenn man einen solch prägnanten Namen wie VDA Music hört, denkt man zwangsläufig an Sony Ericssons Walkman® Modelle oder zumindest das SDA Music vom Konkurrenten T-Mobile. Im Gegensatz zu Vodafone haben die beiden anderen namenhaften Hersteller wohl genauer über den Namen ihrer Geräte nachgedacht, denn die bekannten Walkman® Modelle zeichnen sich durch multimediale Eigenschaften wie viel Speicherplatz, T-Mobiles SDA durch besondere Bedienelemente aus.





Bleibt also noch eine gute Qualität der Musik, wobei man dies wohl standardmäßig erwarten dürfte und überhaupt der Großteil der Wiedergabe den Kopfhörern zu verdanken ist, und selbige im Lieferumfang enthaltene sind erfahrungsgemäß nie die erste Wahl.

Auch an Speicherkapazität gibt sich das VDA Music seinem Namen entsprechend nicht rühmlich. 64 MB Rom und 32 MB SD- RAM sind nichts erwähnenswertes. Schon eher die im Paket enthaltene 256 MB mini SD- Karte. Auch wenn immer mehr Geräte auf dieses Format setzen, sind Pocket PC Besitzer meistens SD- Karten gewöhnt, ein entsprechender Adapter für den Kartenleser von mini SD zu SD liegt also bei.[



Wer beim Musik hören nicht allzu viel Wert auf Volumen legt, dem reicht das mitgelieferte Headset. Wer aber mindestens ein paar schöne Ohr- Knöpfe haben möchte, dem ist mit den HTC typischen, von der alten Orange SPV Reihe bekannten, Kopfhörern nicht geholfen. Möchte man nun seine qualitativ bewährten vom MP3 Player nutzen, müsste man sich schon einen Steroadapter für 3,5 mm / 2,5 mm kaufen, was den Anblick des Handys und den daraus resultierenden Tragekomfort nicht zwingend anhebt.



Dennoch macht das Musik hören mit dem VDA Music viel Spaß, eingehende Anrufe und Nachrichten unterbrechen sanft die Musik, und nach einer kurzen Einstellung im Windows Media Player® kann man auch nach den Benachrichtigungen den Musikgenuss weiter walten lassen, sofern der Gesprächspartner das Gespräch beendet hat, denn mit dem Headset kann man nur Anrufe annehmen, ohne das Smartphone selbst in die Hand nehmen zu müssen.





Für die, die es wissen wollen




Was man natürlich bei keinem Windows Smartphone außer Acht lassen sollte, sind die technischen Daten. Angetrieben wird der Vodafone Ableger von einem 200 MHz starkem Prozessor. Hält man sich bei der Installation von Programmen und Tools im Rahmen, werkelt das VDA Music angenehm zügig.

Wie schon erwähnt sind 64 MB ROM und 32 MB SD RAM vorhanden. Erweiterbar leider nur mit mini SD Karten, die unter dem Akku versteckt sind; positiv, dass die Karte nicht so leicht verloren geht, aber nicht gerade sehr komfortabel.








Wenn auch nicht mehr ganz aktuell kommt Windows Mobile® in der 2003er Second Edition Variante zum Einsatz. Standardmäßig sind Programme zur Kontakt- und Terminverwaltung sowie altbekannte MSN Tools vorinstalliert. Zu erwähnen sind nützliche Programme wie ein Datei- Manager, ein so genannter Platz- Ersteller um zum Beispiel den kompletten Posteingang zu leeren und ein Aufgaben- Manager, um gestartete Prozesse zu beenden und somit wieder mehr freien Speicher zum Arbeiten zur Verfügung zu haben. Nicht zu vergessen: Auch Foto- Kontakte sind möglich.


Das transflektive 2,2- Zoll TFT- LCD Display stellt die 64.000 Farben auf dem 176 mal 220 Pixel großem Display angenehm scharf dar.



Das GSM/GPRS Modul funkt auf allen gängigen Längen im Tri- Band Bereich. Schade allerdings dass es sich beim VDA Music um ein originales Qtek handelt. Es sind zwar somit keine typischen Vodafone Brandings vorhanden, allerdings muss man sich auch um MMS und GPRS Einstellungen selber kümmern. Da im deutschen Vodafone Online Shop das VDA Music nicht geführt, und im örtlichen Laden auch nur auf das Internet verwiesen wird, ist noch nicht klar, ob das uns vorliegende Qtek 8020 immer in dieser Form als VDA Music verkauft wird oder nicht ? wir werden diese Information noch nach reichen.


Sehr vorteilhaft ist, dass das VDA Music über eine mini USB Schnittstelle verfügt und somit auch bei der Synchronisierung über ActiveSync Strom vom Desktop- PC bezieht.


Weiterhin sind eine IrDA und eine Bluetooth Schnittstelle für Headset und Co eingebaut.



Optisch sehr gut in das Design eingearbeitet sind griffige gummierte Tasten für Auf/ Ab und die VGA Kamerasteuerung. An der Oberseite befindet sich der Power- Schalter, unter der Wahltastatur ein Lichtsensor für die Hintergrundbeleuchtung des Tastenfeldes. Auch wer sein VDA an einen Schlüsselbund oder Autospiegel anhängen möchte, findet beim Music einen Durchlauf für entsprechend dünne Schlaufen. Der 5- Wege- Joystick lässt sich gut bedienen. An das Wahlfeld muss man sich gewöhnen, beziehungsweise es vor dem Kauf selbst ausprobieren. Das Handy an sich liegt gut in der Hand. Schweiß abdrücke und Fingernagelkratzer sind leider gut zu sehen, wem die Rückseite seines Smartphones also wichtig ist, der sollte immer fein ein Putztusch oder Baumwolle T- Shirt dabei haben.

Fazit:
Das Vodafone VDA Music kann das, was ein Smartphone für den Normalverbraucher können muss. Dabei kommt es auch noch sehr elegant herbei in seiner schwarz/ silberner Aufmachung. Wofür der von Vodafone verkaufte HTC Feeler jedoch nicht mehr geeignet ist, als jedes andere Windows Mobile® Device, ist der vom Düsseldorfer Unternehmen gegebene Namenssuffix Music. Wenn man hierbei nur nicht firmen SDA Nutzern eine neue Alternative präsentieren wollte, sollte man lieber auf die Technik setzen, als auf Werbung. Denn das VDA Music ist ein empfehlenswertes noch im Rahmen des Normalen gehaltenes Windows Mobile® Smartphone für professionelle und anspruchsvolle Verbraucher. Bei einer Standby Zeit von zirka 140 Stunden und der Windows Mobile® typischen kurzen Sprechzeit von 3 Stunden ist man auch nicht immer an die Steckdose gebunden, was für die Mobilität ein großer Gewinn sein kann.