Das gute Aussehen. Die Leistung gegen ein Laptop, die Kamera gegen eine Digitalkamera, die Software gegen einen MP3- Player und ein Diktiergerät. Soviel verschiedenes in einem. Kann das gut gehen?
Von Außen fällt ASUS? neues Toppmodell sofort ins Auge. Klein und edel. Ganz nach den modernen Businesslinien richtet sich das Design des A730. Alles, nur kein Spielzeug, das soll er sein.
Mit den Maßen 117,5 x 72,8 x 16,9 mm erscheint der A730 zwar recht klein, doch in der Hand gehalten recht dick. Und mit 170 Gramm ist er auch nicht gerade der leichteste.
Doch, diese Werte haben ihren Ursprung.
Der A730 kommt mit einem SD- und einem CF Erweiterungsslot herbei. Ein wunderschön, farbenfrohes und detailreiches 3,7? Display ziert die Front zusammen mit den 4 üblichen Schnellstartbuttons, den Richtungstasten, sowie einer Bestätigungstaste in der Mitte.
Der ASUS hat eine Auslösertaste an der Seite und einen abnehmbaren Batteriedeckel mit Lock- Funktion. Das Heck des ASUS wird geziert von einem Objektiv für die 1,3 Megapixel Kamera, einem Kamerablitz und einem Spiegel für Selbstportraits. Des weiteren befindet sich der Lautsprecher auf der Rückwand des PDAs, was in den ersten Minuten zwar ungewohnt erscheint, aber schnell zur Gewohnheit wird.
Die inneren Werte zählen
Der A730 ist der erste PDA auf dem Markt mit Intel's neuem XScale PXA270 (Bulverde) Prozessor. Die Rechenleistung mit 520MHz reicht für Otto-Normalverbraucher völlig aus. Der ASUS bietet 64 MB Flash und 64 MB SDRAM, für den westeuropäischen Raum sind hiervon nur 45MB SDRAM frei nutzbar. Dies erscheint zwar immer noch als genügend, doch es hätten ruhig 128MB sein können. Für allzu viele Programme reicht der interne Speicher oftmals nicht aus.
Ein integriertes Mikrofon sowie eine 1 x 3,5 mm Kopfhörerbuchse sind ebenfalls enthalten. Der PDA gibt MP3 Stereo wieder.
Wie soll es anders sein, auch der A730 läuft mit Microsofts neustem Betriebssystem, Windows Mobile 2003 SE. Der VGA TFT LCD Bildschirm mit 65'536 Farben lässt sich dank Landscape Modus ins Querformat bringen. Der ganze Screen des PDA wird nun in einer deutlich praktischeren Auflösung von 640*480 angezeigt.
Auf den ersten Blick bringt dies viele deutliche Vorteile, die nicht zu verkennen sind: Der PDA wirkt allgemein vertrauter im Bezug auf den Desktop- Rechner, der Internetbrowser verliert seinen Schrecken, da Seiten im Querformat angezeigt viel übersichtlicher daherkommen, die Kamerasoftware lässt sich wie eine echte Digitalkamera bedienen, EXEL Arbeitsmappen sind einfacher zu nutzen und der Terminkalender kommt in dieser Sicht viel überschaubarer daher. Für lang eingesessene PDA Nutzer wirkt der Landscape Modus auf den ersten Blick aber sehr verwirrend, da viele Programminterne Button jetzt an der Seite anstatt unten oder oben liegen. Der Homescreen erscheint aber im Querformat wesentlich heimischer und Hintergründe lassen sich vielfältiger wählen, da der wichtige Text der Termine und Aufgaben jetzt linksbündig zu lesen ist können auf der rechten Seite vielfarbige Bilder angezeigt werden, die früher oft die Schrift unleserlich machten.
Mobilität erleben
Wie schon erwähnt bringt der A730 von Haus aus einen SD- und einen CF Erweiterungsslot mit. Weiterhin verfügt der neue ASUS über eine Infrarot- und Bluetoothschnittstelle. Die ?Deluxe- Edition? des A730, der A730W hat auch noch einen W-LAN Anschluss integriert. Bluetooth sowie Infrarot funktionieren ordnungsgemäß mit kleinen Mängeln beim öfteren und vor allem langen Benutzen.
Mit ActiveSync am Desktop- Rechner verbunden ist es wie gewohnt auch kein Problem im Internet zu surfen oder Pocket MSN zu nutzen. Hotmail Postfächer und der MSN Messenger können so problemlos genutzt werden.
Der mobile Nachrichtendienst AvantGo ist ebenfalls im Softwarepaket enthalten.
Ein weiteres Phänomen in der PDA Entwicklung läuft auf selbe Schienen wie bei den Mobiltelefonen. Der anfänglich nützlich gedachte Gimmick, eine Kamera in ein Handy einzubauen wurde immer mehr zum Kultfaktor, so sehr, dass auch viele neue PDA Modelle mit diesem Trend mitgehen.
So hat der A730 als erster PDA eine eingebaute 1,3 Megapixel Kamera, die also eine maximale Auflösung von 1280 x 960 Pixel schafft.
Die Kamerasoftware bietet 7 einstellbare Aufnahme Modi, von Sonnig über Fluoreszierend bis Automatisch. Beim Testen hat sich jedoch herausgestellt, dass der Nachtmodus für Aufnahmen am besten geeignet ist, da er bei vielen Lichtverhältnissen anständige Bilder liefert, während das Umstellten und Suchen nach dem richtigen Modi oft sinnlos ist und zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Im genannten Modus ist die Kamera allerdings sehr empfindlich, was das fotografieren mit einer auch nur leicht zittrigen Hand schwer erscheinen lässt, die Bilder verwischen und wirken unscharf. Ein weiteres Manko ist, dass die Button nicht frei belegbar sind, so hätte sich ein Auslöser auf der Front besser gemacht, als der Auslöser an der Seite.
Positiv zu bewerten ist aber, dass Helligkeit, Kontrast, Dateiname und Speicherort frei wählbar sind. Beim Fotografieren lassen sich gleich im Schnappschuss Rahmen hinzufügen und die Auflösung ist stufenbedingt einstellbar. Lediglich ein komplettes Unterdrücken des Auslöser- Tons und ein Endbild zum Überprüfen direkt nach dem Fotografieren fehlen.
Videos können in Auflösungen bis zu 352 x 288 wahlweise im Format 3GPP oder im bekannteren AVI gespeichert werden.
Direkt bei der Kamerasoftware dabei sind ein Photo Album, ein Photo Editor und ein Photo Viewer, die alle nützliche Hilfe bewerkstelligen. So können im Editor die Bilder schnell und einfach bearbeitet und verbessert werden um sie anschließend im Viewer in einer kleinen Slideshow wiederzugeben.
Anbei sind 3 kleine Bilder in einer Auflösung von 320 x 240. Beim Klick auf das Bild wird die originale Version in einer Auflösung von 1280 x 960 Pixel dargestellt. Die Bilder sehen entsprechend 1,3 Megapixel sehr gut aus. Bei sonnigem hellem Wetter und scharfen Aufnahmen sind die Bilder sehr beeindruckend. Farben werden ausreichend kräftig angezeigt und die Bildschärfe ist auch gut zu bewerten.
Fazit
Alles in allem ist der ASUS A730 ein überaus gelungener PDA. Wer ein Notebook will sollte bei diesem bleiben und auch Digitalkamera Veteranen haben an dem A730 nicht ihre Erwartungen erfüllt.
Wer aber einen gelungenen, Preis/ Leistungsgünstigen Pocket PC sucht, ist mit dem A730 bestens beraten. Die Kamera ist ein spielerischer Nebeneffekt um erinnerungswürdige Momente festzuhalten. Lediglich der etwas klein ausgefallene Speicher und der leicht wackelnde Batteriedeckel trüben das Gesamtbild leicht.
Der Wechselbare Akku und ein USB Host Anschluss via optionalem Adapterkabel sind positive Ausstattungsextras.
Kleine Verbesserungsvorschläge für ein Nachfolgermodell wären Kartenslot- Abdeckungen wie beim A600 und ein technisches Unterdrücken des nervigen Ladegeräusches des A730, welches bei vollkommen ruhiger Umgebung deutlich hörbar ist.









Automatisch generierter Sicherheitshinweis
Von Außen fällt ASUS? neues Toppmodell sofort ins Auge. Klein und edel. Ganz nach den modernen Businesslinien richtet sich das Design des A730. Alles, nur kein Spielzeug, das soll er sein. 





