• Review: InEar-Kopfhörer C5 von Bowers & Wilkins im Test

    Nachdem ich euch vor kurzem das Lautsprecherdock Zeppelin Air von Bowers & Wilkins vorgestellt hatte (wir testeten), bekamen wir nun wieder etwas zum Testen von Bowers & Wilkins: Den InEar-Kopfhörer C5.

    Nachdem es Bose mit seinen MIE2i-Kopfhörern und den
    Stayhere-Ohrpassstücken vorgemacht hat (wir testeten), zieht Bowers & Wilkins nach und stattet seine InEar-Kopfhörer mit der sogenannten Secure Loop-Technologie aus. Diese soll dafür sorgen, dass die InEar-Kopfhörer dort bleiben, wo sie hingehören, nämlich im Ohr. Da mir die Bose-Kopfhörer damals wirklich zugesagt hatten und lange Zeit meine Begleiter für unterwegs waren, war ich jetzt auf die C5 gespannt. Die C5 gibt es in den Farben Black und (neu) Titanium. Ich bekam für den Test die Titanium-Variante.

    Lieferumfang
    Der Lieferumfang der C5-Kopfhörer umfasst:

    • die C5-Kopfhörer in Black oder Titanium
    • insgesamt acht Paar unterschiedlich grosse Ohreinsätze
    • eine Transporttasche
    • Kurzbedienungsanleitung

    Technische Daten
    Die technischen Daten des C5 sehen wie folgt aus:

    Besonderheiten Secure Loop Design
    Micro Porous-Filter
    Neodym-Magnete
    CCAW-Spule
    Ultraleichte, 9 µm dünne Membran
    Transparentes Kabel aus sauerstofffreiem Kupfer
    iPhone-kompatible Fernbedienung
    Chassis 2 x 9 mm
    Impedanz 92 Ohm
    Frequenzumfang 10 Hz bis 20 kHz
    Empfindlichkeit 118 dB/V bei 1 kHz
    Stecker 3.5-mm-Stereo-Minibuchse
    Kabellänge 1.2 m
    Gewicht 20 Gramm
    Modellvarianten Schwarz oder Titanium
    Mit welchem Abspielgerät funktioniert der Kopfhörer Die Fernbedienung und das Mikrofon werden nur vom iPod nano (4. Generation und aktueller), iPod classic (120 GB, 160 GB), iPod touch (2. Generation und aktueller), iPhone 3GS, iPhone 4 und iPad unterstützt sowie vom iPod shuffle (3. Generation und aktueller).

    Die Audiowiedergabe funktioniert jedoch mit allen Computern, Handys und Musik-Playern die über einen Standard-Kopfhörerausgang verfügen.

    Aussehen, Verarbeitung und Bedienung/Handhabung
    Neben dem Klang ist das Aussehen ein Kriterium, nach dem man sich Kopfhörer aussucht. Dazu kann ich nur sagen, dass mir das Aussehen der C5-Kopfhörer sehr gut gefällt. Das ist allerdings ein subjektives Empfinden. Was nicht subjektiv ist, ist die Beurteilung der Verarbeitung. Hier kann ich nur sagen, dass der C5-Kopfhörer extrem hochwertig verarbeitet ist, man findet hier zum Beispiel keine Plastikbauteile, denn alle Bauteile, angefangen beim Stecker, über die Lautstärkeregelung bis hin zum Kopfhörer selber, sind aus Metall gefertigt. Es finden sich keine Grate oder andere störende Bauteile. Auch die Tasche selber ist sauber verarbeitet. Einzig der Schiebergriff am Schlitten des Reisverschlusses sollte sich Bowers & Wilkins noch einmal überarbeiten. Er zeigte bei mir die Neigung, ob seiner eckigen Bauweise, sich am Schlitten zu verhaken.

    Die Bedienung des Kopfhörers folgt den Standards, die für diese Art von Kopfhörern gilt. Man kann je nach Taste und Anzahl von Klicks dafür sorgen, dass Telefongespräche angenommen, Musik lauter oder leiser etc. gestellt werden kann. Die Formgebung des Bedienelements folgt dabei der des Apple eigenen Bedienelement am mit ausgelieferten Kopfhörer.

    Die Handhabung des Kopfhörers war - und hier spreche ich ausdrücklich für mich, der ich bislang noch keine echten InEar-Kopfhörer (denn weder die Kopfhörer von Apple noch die von Bose sind in meinen Augen echte InEar-Kopfhörer) genutzt habe - erst einmal gewöhnungsbedürftig. Allein die richtige Auswahl des Ohreinsatzes hat bei mir gut eine Woche gedauert. Nachdem ich ihn gefunden hatte, konnte ich dann auch den Klang des C5-Kopfhörers geniessen. Die Nutzung des Secure Loop ist - wenn man sie erst einmal eingestellt hat - problemlos, der Kopfhörer bleibt dort, wo er hingehört, nämlich im Gehörgang. Wer allerdings partout nicht mit der Secure Loop zurecht kommt, hat die Möglichkeit, die Kopfhörer - wie "normale" InEar-Kopfhörer auch - ohne Secure Loop zu nutzen.


    Der Klang
    Anders als bei OnEars spielt bei InEar-Kopfhörern für den Klang der perfekte Sitz eine grosse Rolle. Daher sollte man sich - wie schon erwähnt - Zeit nehmen, die richtigen Ohreinsätze zu finden. Getestet habe ich den C5-Kopfhörer wieder mit unterschiedlichen Stücken aus den verschiedensten Stilrichtungen. Den Klang der C5-Kopfhörer finde ich recht ausgewogen, auch wenn manchmal ein wenig die Mitten zu kurz kommen. Ab und zu kommt es mir so vor, als wären die Tiefen und Höhen gegenüber den Mitten angehoben worden. Ausserdem ist der Bass in manchen Stücken recht dominant. Aber - je nach Stück - fällt das gar nicht so auf. Ferner finde ich, dass der Kopfhörer in vielen Fällen die einzelnen Musikinstrumente, die in einem Stück vorkommen, doch recht gut differenziert. Auch Stücke, die einen tragenden Chor haben, werden - wie ich finde - wirklich gut klanglich dargestellt. Genauso ist es egal, ob man eine leise oder aber eine kraftvolle Sequenz in einem Musikstück hat. Bei beiden Varianten machen die C5-Kopfhörer eine gute Figur.

    Für InEar-Kopfhörer haben sie einen wirklich guten Klang. Sie kommen zwar - wie ich finde - nicht mit den OnEar-Kopfhörern P5 von Bowers & Wilkins mit, aber die spielen preislich auch noch einmal wieder in einer anderen Preisklasse.

    Fazit
    Der Bowers & Wilkins-Kopfhörer C5 Titanium ist für mich ein Kopfhörer, der wegen seines Klanges und seiner Verarbeitung zu denen gehört, die man in die engere Wahl ziehen sollte. Doch - wie bei jedem Kopfhörer - gilt auch hier: Die Geschmäcker ob des Klanges sind jedoch so verschieden, dass jeder den Kopfhörer seiner Wahl vor dem Kauf einmal Probe hören sollte.

    Kaufen kann man die C5-Kopfhörer entweder bei Amazon ab 165 Euro oder aber direkt über die Webseite von Bowers & Wilkins für 179.99 Euro. Bei Interdiscount kosten die Hörer 219,- CHF. Weitere Bezugsmöglichkeiten finden sich im Händlerverzeichnis von Bowers & Wilkins.

    Für die Überlassung der C5-Kopfhörer für diese Review möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bei Bowers & Wilkins bedanken.



    Album in voller Auflösung