Motorola hat vor einiger Zeit einen kleinen Androiden, das Motorola Flipout, mit Hardwaretastatur herausgebracht. Auf den ersten Blick macht das Gerät einen geteilten Eindruck. Die Größe lässt auf ein technisch eher schlechtes Gerät schließen, die quadratische Form und die über eine Ecke aufschiebbare Tastatur machen allerdings neugierig auf das was das Handy noch zu bieten hat – Genau darüber soll euch das Review berichten.
Erster Eindruck – Verarbeitung & Zubehör
Das Motorola Flipout kommt in einer kleinen Schachtel, die nach dem ausziehen komplett in Orange gehalten ist und dadurch schon einen kleinen Vorgeschmack auf die außergewöhnlichen Rückenabdeckungen bietet. Denn das Flipout ist ganz dem eigenen Geschmack anpassbar, es werden nämlich Rückenabdeckungen in den Farben Grün, Orange, Weinrot und Schwarz mitgeliefert. Weiterhin liegt eine 2Gb microSD Karte, ein Headset und ein Ladegerät mit USB-Kabel sowie eine Bedienungsanleitung bei.
Über das Design lässt sich bekanntlich streiten, darüber das es beim Flipout ganz eigen ist allerdings nicht. Bei der Verarbeitung ist das natürlich anders, denn da sind Mängel nicht schön zu reden. Dies wäre beim Flipout aber gar nicht nötig, denn alles sitzt so wie es sollte. Nichts wackelt oder knarzt, das Gerät macht einen soliden Eindruck. Für mich allerdings etwas ungewöhnlich, die Entnahme der SIM Karte, denn diese muss seitlich zum „Akkusteckplatz“ herausgeschoben werden, was bei fettigen Fingern schnell zur Geduldsprobe werden kann. Ansonsten aber alles Top!








MOTOBLUR
Nach dem Start bekommt man Motorolas eigenes User Interface „MOTORBLUR“ zu sehen, was laut Motorola bestens dazu geeignet ist, die verschiedenen sozialen Netzwerke wie Facebook oder Twitter zu verwalten und daher neben Android 2.1 auf dem Gerät läuft. Dazu bietet Motorola das Einrichten eines MOTOBLUR Kontos an, um ein mitgeliefertes Widget nutzen zu können. Ansonsten bietet MOTOBLUR wie auch HTC Sense 7 Homescreens, die nach Belieben mit Widgets belegt werden können - Auch Live Wallpaper sind möglich. Für mich, als jemand der mit Twitter und Co. wenig anzufangen weiß, bietet MOTOBLUR daher nichts, was ich bei HTC Sense vermissen würde. Persönlich empfinde ich Sense immer noch als bestes Android User Interface, sowohl vom Design als auch von der Benutzerfreundlichkeit. Viel mehr gibt es zu MOTOBLUR eigentlich nicht zu sagen. Die Widgets von Motorola sind die „Üblichen“ (Bluetooth ein/aus, Datum und Uhrzeit, Flugmodus ein/aus, Foto Widget, GPS umschalten, Haftnotiz, Kalender, Kontakt-Feeds, Kontakte-Schnellaufgaben, Nachrichten, News, Statusmeldung, Verbundener Musikplayer, Wetter) die ihre Aufgaben zufriedenstellend erfüllen.
Multimedia
Kamera
Die Kamera des Motorola Flipouts hat eine Auflösung von bis zu 3 Megapixeln, was heutzutage, nur noch die wenigsten Handys haben. 5 Megapixel oder mehr sind mittlerweile bei Highend Geräten Standard. Weiter besitzt sie keinen Blitz, was gute Bildaufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen unmöglich macht, zudem ist sie aber auch bei guten Lichtverhältnissen sehr unscharf und das Bild generell zu dunkel. Alles in allem ist die Kameraqualität nur für die nötigsten Schnappschüsse zu gebrauchen, für alles andere sollte man zu einer besseren Kamera greifen. Die Videoaufnahmen schlagen sich da schon besser, zwar sind sie von der Bildqualität genau wie die Fotos ziemlich schlecht, die Tonaufnahme hingegen ist durchschnittlich und auch Bewegungen werden recht gut aufgezeichnet, ohne dass man starkes Wackeln feststellt.
Display
Das Display besitzt eine Diagonale von 2,8 Zoll, was für mich als HTC Desire Nutzer ziemlich klein und gewöhnungsbedürftig ist. Zwar werden die verschiedenen Sachen auf Grund der recht geringen QVGA Auflösung fingerfreundlich dargestellt, allerdings leidet auch die Übersicht darunter. So muss man bei Internetseiten teilweise ziemlich lange scrollen um beim gewünschten Punkt anzukommen. Der kapazitive Touchscreen reagiert gewohnt gut und auch Pinch to Zoom funktioniert im Browser und der Bildergalerie tadellos. Die Farben sind normal, der Unterschied zu AMOLED oder gar SuperAMOLED jedoch deutlich erkennbar. Alles in allem ist das Display nicht schlecht, aber natürlich kein Vergleich zum Desire, iPhone 4 oder dem Samsung Wave.
Musik
Zum Punkt „Musik“ gibt es nicht viel zu sagen. Hier bietet das Motorola Flipout einen guten Klang, der mit der Konkurrenz mithält und teilweise auch besser als diese ist. Wenn man jedoch die Lautstärke zu hoch stellt, hört sich auch beim Flipout der Klang des integrierten Lautsprechers etwas blechern an, so wie es auch bei vielen anderen Handys der Fall ist. Über Kopfhörer besteht dieses Problem nicht, hier gibt es für mich nichts am Klang auszusetzen.
Video
Ein weiteres Mutimediafeature des Flipouts ist das Abspielen von Videos. Dies beherrscht es sehr gut, soll heißen, dass es keine Ruckler oder ähnliches beim Anschauen von Filmen oder Videos (auch von Youtube kein Problem) gibt. Durch das ziemlich kleine Display ist es allerdings nach der Zeit anstrengend für die Augen, dem Film zu folgen. Videoaufnahme siehe Überpunkt „Kamera“.
Apps
Auch bei Apps hatte ich bisher keine Probleme mit Rucklern. Alles was ich bisher getestet habe lief flüssig und ohne Abstürze. Durch die geringe Auflösung ist es aber möglich, dass nicht alle für Android verfügbaren Apps im Market gefunden werden.
Weiteres
Geschwindigkeit
Die Geschwindigkeit vom Flipout ist überraschend gut, der 720MHz Prozessor bringt in Verbindung mit den 512Mb Ram eine gute Leistung.
Tastatur
Die Hardwaretastatur macht einen sehr guten Eindruck, die Tasten haben einen guten Druckpunkt, sodass man nicht das Gefühl hat, man würde auf einem Schwamm tippen, wie es von manchen anderen Geräten bekannt ist. Die Abstände zwischen den Tasten sind, auf Grund der kleinen Fläche, sehr gering, was es mir als Touchscreentastatur-Liebhaber nicht leicht macht auf Anhieb schnell und fehlerfrei damit zu tippen. Nach einigen Tagen Übung klappt dies aber schon wesentlich besser. Auch eine Touchscreentastatur ist verfügbar, welche ich persönlich (aus Gewohnheit) bevorzuge.
Akku
Der Akku des Motorola Flipout hat eine Größe von 1170mAh. Durch das kleine Display verbraucht es allerdings lange nicht so viel Energie wie andere Geräte mit größeren Displays. Wenn das Internet über die Nacht deaktiviert wird und die E-Mails nicht ständig abgerufen oder andere Sachen häufig aktualisiert werden, hält eine Akkuladung bei weiterer normaler Nutzung ca. 2-3 Tage.
Verbindungen
In Sachen Verbindungen steht das Flipout anderen Geräten in nichts nach. WLAN, Bluetooth, HSDPA / HSUPA oder GPS – Alles kein Problem für den quadratischen Androiden.
Internet
Das Internet ist beim Flipout viel besser als ich anfangs vermutet habe, die Geschwindigkeit kommt zwar nicht ganz an das Desire heran – Viel schlechter ist diese aber auch nicht. Der größte Schwachpunkt ist hier das kleine Display, da dadurch die Übersicht stark verloren geht. Mehr siehe Überpunkt „Display“.
Details zusammengefasst
Fazit
Zusammengefasst hat Motorola mit dem Flipout ein Androidgerät herausgebracht, was viele Features der Highend-Konkurrenz beherrscht, einiges davon allerdings nicht ganz so gut und manches wesentlich schlechter. Der größte Schwachpunkt des Flipout ist die Kamera - Für alle die bei diesem Punkt mit einem Abstrich leben können und denen ein Gerät mit diesem außergewöhnlichem Design zusagt, die könnten im Flipout einen guten Wegbegleiter für einen günstigen Preis von ca. 250 - 300 Euro finden. Bei mir muss es jedoch dem HTC Desire weichen, da ich vor allem auf das große Display nicht verzichten möchte.
Erster Eindruck – Verarbeitung & Zubehör
Das Motorola Flipout kommt in einer kleinen Schachtel, die nach dem ausziehen komplett in Orange gehalten ist und dadurch schon einen kleinen Vorgeschmack auf die außergewöhnlichen Rückenabdeckungen bietet. Denn das Flipout ist ganz dem eigenen Geschmack anpassbar, es werden nämlich Rückenabdeckungen in den Farben Grün, Orange, Weinrot und Schwarz mitgeliefert. Weiterhin liegt eine 2Gb microSD Karte, ein Headset und ein Ladegerät mit USB-Kabel sowie eine Bedienungsanleitung bei.Über das Design lässt sich bekanntlich streiten, darüber das es beim Flipout ganz eigen ist allerdings nicht. Bei der Verarbeitung ist das natürlich anders, denn da sind Mängel nicht schön zu reden. Dies wäre beim Flipout aber gar nicht nötig, denn alles sitzt so wie es sollte. Nichts wackelt oder knarzt, das Gerät macht einen soliden Eindruck. Für mich allerdings etwas ungewöhnlich, die Entnahme der SIM Karte, denn diese muss seitlich zum „Akkusteckplatz“ herausgeschoben werden, was bei fettigen Fingern schnell zur Geduldsprobe werden kann. Ansonsten aber alles Top!








MOTOBLUR
Nach dem Start bekommt man Motorolas eigenes User Interface „MOTORBLUR“ zu sehen, was laut Motorola bestens dazu geeignet ist, die verschiedenen sozialen Netzwerke wie Facebook oder Twitter zu verwalten und daher neben Android 2.1 auf dem Gerät läuft. Dazu bietet Motorola das Einrichten eines MOTOBLUR Kontos an, um ein mitgeliefertes Widget nutzen zu können. Ansonsten bietet MOTOBLUR wie auch HTC Sense 7 Homescreens, die nach Belieben mit Widgets belegt werden können - Auch Live Wallpaper sind möglich. Für mich, als jemand der mit Twitter und Co. wenig anzufangen weiß, bietet MOTOBLUR daher nichts, was ich bei HTC Sense vermissen würde. Persönlich empfinde ich Sense immer noch als bestes Android User Interface, sowohl vom Design als auch von der Benutzerfreundlichkeit. Viel mehr gibt es zu MOTOBLUR eigentlich nicht zu sagen. Die Widgets von Motorola sind die „Üblichen“ (Bluetooth ein/aus, Datum und Uhrzeit, Flugmodus ein/aus, Foto Widget, GPS umschalten, Haftnotiz, Kalender, Kontakt-Feeds, Kontakte-Schnellaufgaben, Nachrichten, News, Statusmeldung, Verbundener Musikplayer, Wetter) die ihre Aufgaben zufriedenstellend erfüllen.
Multimedia
Kamera
Die Kamera des Motorola Flipouts hat eine Auflösung von bis zu 3 Megapixeln, was heutzutage, nur noch die wenigsten Handys haben. 5 Megapixel oder mehr sind mittlerweile bei Highend Geräten Standard. Weiter besitzt sie keinen Blitz, was gute Bildaufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen unmöglich macht, zudem ist sie aber auch bei guten Lichtverhältnissen sehr unscharf und das Bild generell zu dunkel. Alles in allem ist die Kameraqualität nur für die nötigsten Schnappschüsse zu gebrauchen, für alles andere sollte man zu einer besseren Kamera greifen. Die Videoaufnahmen schlagen sich da schon besser, zwar sind sie von der Bildqualität genau wie die Fotos ziemlich schlecht, die Tonaufnahme hingegen ist durchschnittlich und auch Bewegungen werden recht gut aufgezeichnet, ohne dass man starkes Wackeln feststellt.
Display
Das Display besitzt eine Diagonale von 2,8 Zoll, was für mich als HTC Desire Nutzer ziemlich klein und gewöhnungsbedürftig ist. Zwar werden die verschiedenen Sachen auf Grund der recht geringen QVGA Auflösung fingerfreundlich dargestellt, allerdings leidet auch die Übersicht darunter. So muss man bei Internetseiten teilweise ziemlich lange scrollen um beim gewünschten Punkt anzukommen. Der kapazitive Touchscreen reagiert gewohnt gut und auch Pinch to Zoom funktioniert im Browser und der Bildergalerie tadellos. Die Farben sind normal, der Unterschied zu AMOLED oder gar SuperAMOLED jedoch deutlich erkennbar. Alles in allem ist das Display nicht schlecht, aber natürlich kein Vergleich zum Desire, iPhone 4 oder dem Samsung Wave.
Musik
Zum Punkt „Musik“ gibt es nicht viel zu sagen. Hier bietet das Motorola Flipout einen guten Klang, der mit der Konkurrenz mithält und teilweise auch besser als diese ist. Wenn man jedoch die Lautstärke zu hoch stellt, hört sich auch beim Flipout der Klang des integrierten Lautsprechers etwas blechern an, so wie es auch bei vielen anderen Handys der Fall ist. Über Kopfhörer besteht dieses Problem nicht, hier gibt es für mich nichts am Klang auszusetzen.
Video
Ein weiteres Mutimediafeature des Flipouts ist das Abspielen von Videos. Dies beherrscht es sehr gut, soll heißen, dass es keine Ruckler oder ähnliches beim Anschauen von Filmen oder Videos (auch von Youtube kein Problem) gibt. Durch das ziemlich kleine Display ist es allerdings nach der Zeit anstrengend für die Augen, dem Film zu folgen. Videoaufnahme siehe Überpunkt „Kamera“.
Apps
Auch bei Apps hatte ich bisher keine Probleme mit Rucklern. Alles was ich bisher getestet habe lief flüssig und ohne Abstürze. Durch die geringe Auflösung ist es aber möglich, dass nicht alle für Android verfügbaren Apps im Market gefunden werden.
Weiteres
Geschwindigkeit
Die Geschwindigkeit vom Flipout ist überraschend gut, der 720MHz Prozessor bringt in Verbindung mit den 512Mb Ram eine gute Leistung.
Tastatur
Die Hardwaretastatur macht einen sehr guten Eindruck, die Tasten haben einen guten Druckpunkt, sodass man nicht das Gefühl hat, man würde auf einem Schwamm tippen, wie es von manchen anderen Geräten bekannt ist. Die Abstände zwischen den Tasten sind, auf Grund der kleinen Fläche, sehr gering, was es mir als Touchscreentastatur-Liebhaber nicht leicht macht auf Anhieb schnell und fehlerfrei damit zu tippen. Nach einigen Tagen Übung klappt dies aber schon wesentlich besser. Auch eine Touchscreentastatur ist verfügbar, welche ich persönlich (aus Gewohnheit) bevorzuge.
Akku
Der Akku des Motorola Flipout hat eine Größe von 1170mAh. Durch das kleine Display verbraucht es allerdings lange nicht so viel Energie wie andere Geräte mit größeren Displays. Wenn das Internet über die Nacht deaktiviert wird und die E-Mails nicht ständig abgerufen oder andere Sachen häufig aktualisiert werden, hält eine Akkuladung bei weiterer normaler Nutzung ca. 2-3 Tage.
Verbindungen
In Sachen Verbindungen steht das Flipout anderen Geräten in nichts nach. WLAN, Bluetooth, HSDPA / HSUPA oder GPS – Alles kein Problem für den quadratischen Androiden.
Internet
Das Internet ist beim Flipout viel besser als ich anfangs vermutet habe, die Geschwindigkeit kommt zwar nicht ganz an das Desire heran – Viel schlechter ist diese aber auch nicht. Der größte Schwachpunkt ist hier das kleine Display, da dadurch die Übersicht stark verloren geht. Mehr siehe Überpunkt „Display“.
Details zusammengefasst
- Android 2.1 mit MOTOBLUR
- 1170mAh Akku
- 2,8 Zoll Display mit QVGA (320 x 240 Pixel)
- Kapazitiver Touchscreen
- 3 Megapixel Kamera
- Videoaufnahme mit 26-30 fps
- Erweiterbarer Speicher per microSD bis zu 32gb
- Bluetooth 2.1
- WLAN
- HSDPA / HSUPA
- Hardwaretastatur
- GPS
- 3,5 Klinkenbuchse
- 110g
- 67 x 67 x 16mm
Fazit
Zusammengefasst hat Motorola mit dem Flipout ein Androidgerät herausgebracht, was viele Features der Highend-Konkurrenz beherrscht, einiges davon allerdings nicht ganz so gut und manches wesentlich schlechter. Der größte Schwachpunkt des Flipout ist die Kamera - Für alle die bei diesem Punkt mit einem Abstrich leben können und denen ein Gerät mit diesem außergewöhnlichem Design zusagt, die könnten im Flipout einen guten Wegbegleiter für einen günstigen Preis von ca. 250 - 300 Euro finden. Bei mir muss es jedoch dem HTC Desire weichen, da ich vor allem auf das große Display nicht verzichten möchte.

















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