• Corsair Voyager Air im Test

    Corsair, vielen als Hersteller von Hochleistungsarbeitsspeicher ein Begriff, hat nun ein mobiles Laufwerk auf den Markt gebracht, was den Zusatz mobil wirklich verdient. Ausgestattet mit 500 oder 1000 GB Speicher sowie WLAN und LAN lassen sich auf dem Voyager Air alle Videos, Fotos und Songs zentral und bequem speichern und verwenden. Der Clou jedoch ist ein 6200 mAh Akku, der es ermöglicht, auf die Daten zuzugreifen, wenn man unterwegs ist. Dazu werden auch gleich für Android und iOS entsprechende Apps mitgeliefert. Wie gut das funktioniert und was das Voyager Air sonst noch bietet, soll hier gezeigt werden.


    Lieferumfang
    Geliefert wird das Gerät mit Ladekabel, USB 3.0-Kabel, Netzstecker mit zwei Adaptern (EU- und UK) sowie 12-V Autoadapter, Tasche und Schnellstart-Anleitung in mehreren Sprachen. Es ist 174 x 50 x 243 mm klein und wiegt knapp 500 Gramm. Das Gehäuse der mobilen Festplatte ist ansprechend modern designt und in Schwarz oder Rot erhältlich. Weitere Farben sind anscheinend auch in Planung. Diese Farbe ist vornehmlich auf der Oberseite und den Seiten zu sehen. Auf der Rückseite sind alle Anschlüsse zu finden: Strom, USB und Ethernet. Auf der Geräteunterseite ist neben einem Sticker mit Seriennummer ein Reset-Taster untergebracht.

    Verarbeitung und Hardware
    Die Verarbeitung ist ausgezeichnet, das Gehäuse macht einen hochwertigen und robusten Eindruck. Die Vorderseite berherbergt vier Statusanzeigen und zwei Schalter: Der linke Schalter schaltet das Voyager Air ein, beziehungsweise aus, der rechte aktiviert oder deaktiviert die WLAN-Funktion. Die Status-LEDs zeigen an, ob das Gerät an ist oder noch startet, den Ladezustand des Akkus, ob ein Ladegerät eingesteckt ist und ob die WLAN-Funktion aktiviert ist.

    Leistungsdaten
    Zugute kommt, dass die Festplatte von Haus aus vorformatiert und der Akku vorgeladen ist. Man kann also direkt loslegen. Schliesst man das Gerät via USB 3.0 an den Rechner an, sind laut Hersteller Schreibraten bis zu 119 MB/s zu erreichen, via Gigabit-Ethernet bis zu 40 MB/s. Im Test konnten Raten um 105 MB/s bzw. 22 MB/s verzeichnet werden. Via eigenem WLAN-Signal sind immerhin noch 4.8 MB/s zu sehen. So kann man also die im Voyager Air verbaute Festplatte, die entweder ein halbes oder ein volles Terabyte fasst, relativ zügig mit Daten bespielen.

    Der eingebaute Akku lädt innerhalb weniger Stunden voll auf und ermöglicht es nun, die Platte einfach mitzunehmen, um auf Reisen, im Auto oder im Zug alle Lieblingsfilme, Musikstücke und Fotos geniessen zu können. Corsair verspricht hierbei sieben Stunden kontinuierliches FullHD-Streaming via WLAN und behält recht. Im Test konnten H264-Videos in FullHD-Auflösung über sieben Stunden lang auf einem Android-Gerät angezeigt werden. Bis zu fünf Geräte gleichzeitig können das Voyager Air WLAN-Signal nutzen. Diese Begrenzung ist hierbei wohl eingeführt worden, um für alle möglichen Anwendungen genug Bandbreite zur Verfügung zu haben.

    Der Zugriff von mehreren Geräten gleichzeitig funktioniert nun entweder über das kabelgebundene oder drahtlose Netzwerk, indem man die Dateifreigabe (SMB) nutzt. Da dies auf mobilen Geräten oft nicht immer so einfach ist, liefert Corsair eine kostenlose App für Android und iOS (siehe am Ende dieser revieew) mit. Diese ermöglicht es, wenn man die WLAN-Funktion des Voyager Air benutzt, über eine einfache und intuitive Oberfläche die Mediendaten zu verwenden und abzuspielen. MP3-Dateien werden sogar direkt in der App abgespielt.
    Im Übrigen kann man das Voyager Air auch als Time Machine Backup für Mac OS X verwenden, wenn man die Festplatte oder Partitionen davon mit HFS+ formatiert.Die Konfiguration des Voyager Air funktioniert über den Web Browser. Hier kann man den Namen des Geräts verändern sowie das WLAN-Passwort und den Kanal ändern. Darüber hinaus können alle Dateien mit einem Klick schreibgeschützt werden und die Passthru-Funktion genutzt werden. Mittels Passthru kann das Voyager Air als Repeater fungieren: Ein WLAN-Signal wird für den Internetzugang genutzt und gleichzeitig wird das eigene WLAN-Signal angeboten. So kann gleichzeitig der Internetzugang und die Medieninhalte gemeinsam genutzt werden. Mehr Einstellungen gibt es nicht. Kein Benutzermanagement, keine Dateiberechtigungen - schade.



    Preis
    Das Voyager Air kostet derzeit mit 500 GB bei Amazon 188 EUR. Die 1 TB-Version 222 EUR.

    Fazit
    Das alles funktioniert wirklich erstaunlich einwandfrei. Dateien lassen sich einfach und schnell auf die Festplatte spielen und darauf benutzen, die Mobilität dank des eingebauten Akkus ist ausgezeichnet. Die Corsair Voyager Air-App macht es sehr einfach und bequem, an die Mediendaten zu kommen, das Streaming bis zu 1080p FullHD-Videos klappt ebenfalls perfekt. Was noch fehlt, ist eine DLNA-Funktion, welche aber, so der Hersteller, mit einem baldigen Firmwareupdate nachgeliefert werden soll. Auch wäre eine App für Windows Phone eine tolle Sache.
    Das Corsair Voyager Air ist ein hervorragendes Gerät für mobile und stationäre Datensammlung und -Zugriff. Gerade Mediendaten sind darauf perfekt aufgehoben und können überall hin mitgenommen und abgespielt werden.


    Apps

    Voyager Air
    Rubrik: Apple App Store
    Kategorie: Entertainment
    Entwickler: CodeLathe LLC
    Zuletzt aktualisiert am: 06.02.2013
    Version: 1.2.0
    Erforderliche iOS-Version: 5.1 oder höher
    Preis: kostenlos
    Voyager Air
    Rubrik: Google Play Store
    Kategorie: Unterhaltung
    Entwickler: Corsair Components Inc.
    Zuletzt aktualisiert am: 15.02.2013
    Version: 1.1.10
    Erforderliche iOS-Version: 2.2.3 oder höher
    Preis: kostenlos




    Kommentare 2 Kommentare
    1. Avatar von yjeanrenaud
      yjeanrenaud -
      übrigens wenn die Android-App bei euch abstürzten sollte, meldet euch bei mir
    1. Avatar von yjeanrenaud
      yjeanrenaud -
      die Android und die iOS App haben unterdessen schon ein paar updates erhalten. Und es gibt ein Firmwareupgrade mit dem versprochenen Mediaserver, endlich!
      http://www.corsair.com/us/blog/corsa..._2_7-june-2013