
Alle Jahre wieder: Apple schliesst das Jahr einmal mehr mit einem neuen Rekordumsatz ab. Dabei haben vor allem die iPad- und iPhone-Verkäufe extrem zugelegt. Allerdings stürzt die Aktie immer weiter ab, Erwartungen werden nicht erfüllt und Apples CEO Tim Cook steht massiv in der Kritik.
Zahlenspiele par excellence - Apples Rekordjagd noch nicht beendet
Dabei lesen sich die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr mehr als enthusiastisch: Der Verkauf von iPhones ist im besagten Zeitraum um mehr als 29 Prozent angestiegen und damit verkaufte Apple im letzten Quartal knapp 47.8 Millionen Smartphones. Auch das iPad legte mit satten 49 Prozent auf 22 Millionen Geräte deutlich zu. Werte von denen andere Hersteller bisweilen noch träumen.
Trotz der massiven Steigerungen der Zahlen konnte der Gewinn nur um 0.1 Prozent auf 13.81 Milliarden US-Dollar gesteigert werden. Dabei schrammte Apple knapp an den Erwartungen von Experten vorbei, welche die ersten Gewinnrückgänge seit einem Jahrzehnt bei Apple vorhersagen wollten.
Beim Umsatz konnten die Erwartungen allerdings nicht erfüllt werden: Zwar stieg dieser um bombastische 17.6 Prozent auf 54.5 Milliarden US-Dollar an, allerdings wurden 54.73 Mrd. US-Dollar erwartet.
Im gleichen Atemzug mit der Bekanntgabe der Zahlen stürzte die Aktie von Apple kurioserweise vor Börsenschluss um weitere 10 Prozent in den Keller. Damit sank der Börsenwert vom immer noch weltweit wertvollsten Unternehmen der Welt um satte 48 Milliarden US-Dollar. Damit beträgt der Abstand auf den Zweitplatzierten Exxon Mobil "nur noch" 22 Mrd. US-Dollar. Der ehemals aufgestellte Spitzenwert von 702 US-Dollar pro Aktie ist in weite Ferne gerückt.
Tim Cook steht in der Kritik
Dabei gerät vor allem der Nachfolger von Apple Ikone Steve Jobs immer mehr in die Schusslinie. Denn trotz des riesigen Umsatzes, welcher von keinem derzeit führenden Unternehmen auch nur ansatzweise erreicht wird, stagniert der Gewinn erstmals seit gut einem Jahrzehnt. Anscheinend verliert Apple derzeit massiv an Profitabilität. Was allerdings auch auf die gesamte Erneuerung der Produktpalette im Vorjahr zurückzuführen sein könnte, da die Ausgaben durch diesen Vorgang ebenfalls massiv zunahmen.
Dennoch werden Stimmen laut, die Tim Cook abgelöst sehen möchten. Ein Kommentar des Wirtschaftsmagazins Forbes fordert gar die Ernennung von Design-Guru Jonathan Ive zum CEO, um die Perspektiven wieder neu zu richten.
Trotz Rekordzahlen ist die Zukunft ungewiss
Zwar bekräftigt Tim Cook für die Zukunft eine starke Produktpalette in der Pipeline zu haben, allerdings wird man an der Börse bereits nervös. Apples Börsenwert verliert seit gut einem halben Jahr deutlich an Boden und die Frage über die Zukunft des einstigen Vorreiters wird immer lauter.
Viele Expertinnen und Spekulanten befürchten bereits den Rückgang der Nachfrage nach iPhones und iPads, was vor allem für den riesigen Einbruch des Aktienkurses verantwortlich sein soll - trotz massiver Rekordzahlen. Tim Cook selber gab den Umsatz des eigenen Unternehmens für das nächste Quartal bereits unter den Erwartungen der Analysten ab. Apple prognostiziert zwischen 41 und 43 Milliarden US-Dollar, während die Angaben der Expertenteams sich auf mindestens 45 Mrd US-Dollar belaufen.
Interessant ist vor allem die Tatsache, dass die Konkurrenz nicht einmal ansatzweise diese Ergebnisse erzielt. Apple schraubt Jahr für Jahr die Rekordzahlen in die Höhe, doch die Aktie verliert im Moment kontinuierlich an Wert: Eine Paradoxie ohnegleichen. StockTwist-Gründer Howard Lindzon nannte gegenüber The Verge einen möglichen Grund:
"Das Unternehmen hat noch nie mit seinem Profit gehandelt, sondern wird für Innovationen belohnt. Der Markt erwartet mehr Magie. Für ein Unternehmen, das so makellos wirtschaftet, steckt Apple irgendwie fest. Sie drucken Geld in Massen und den Markt interessiert es nicht."
Quelle: Wirtschafts Woche, The Verge (Englisch) Apple Pressemitteilung
Dabei lesen sich die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr mehr als enthusiastisch: Der Verkauf von iPhones ist im besagten Zeitraum um mehr als 29 Prozent angestiegen und damit verkaufte Apple im letzten Quartal knapp 47.8 Millionen Smartphones. Auch das iPad legte mit satten 49 Prozent auf 22 Millionen Geräte deutlich zu. Werte von denen andere Hersteller bisweilen noch träumen.
Trotz der massiven Steigerungen der Zahlen konnte der Gewinn nur um 0.1 Prozent auf 13.81 Milliarden US-Dollar gesteigert werden. Dabei schrammte Apple knapp an den Erwartungen von Experten vorbei, welche die ersten Gewinnrückgänge seit einem Jahrzehnt bei Apple vorhersagen wollten.
Beim Umsatz konnten die Erwartungen allerdings nicht erfüllt werden: Zwar stieg dieser um bombastische 17.6 Prozent auf 54.5 Milliarden US-Dollar an, allerdings wurden 54.73 Mrd. US-Dollar erwartet.
Im gleichen Atemzug mit der Bekanntgabe der Zahlen stürzte die Aktie von Apple kurioserweise vor Börsenschluss um weitere 10 Prozent in den Keller. Damit sank der Börsenwert vom immer noch weltweit wertvollsten Unternehmen der Welt um satte 48 Milliarden US-Dollar. Damit beträgt der Abstand auf den Zweitplatzierten Exxon Mobil "nur noch" 22 Mrd. US-Dollar. Der ehemals aufgestellte Spitzenwert von 702 US-Dollar pro Aktie ist in weite Ferne gerückt.
Tim Cook steht in der Kritik
Dabei gerät vor allem der Nachfolger von Apple Ikone Steve Jobs immer mehr in die Schusslinie. Denn trotz des riesigen Umsatzes, welcher von keinem derzeit führenden Unternehmen auch nur ansatzweise erreicht wird, stagniert der Gewinn erstmals seit gut einem Jahrzehnt. Anscheinend verliert Apple derzeit massiv an Profitabilität. Was allerdings auch auf die gesamte Erneuerung der Produktpalette im Vorjahr zurückzuführen sein könnte, da die Ausgaben durch diesen Vorgang ebenfalls massiv zunahmen.
Dennoch werden Stimmen laut, die Tim Cook abgelöst sehen möchten. Ein Kommentar des Wirtschaftsmagazins Forbes fordert gar die Ernennung von Design-Guru Jonathan Ive zum CEO, um die Perspektiven wieder neu zu richten.
Trotz Rekordzahlen ist die Zukunft ungewiss
Zwar bekräftigt Tim Cook für die Zukunft eine starke Produktpalette in der Pipeline zu haben, allerdings wird man an der Börse bereits nervös. Apples Börsenwert verliert seit gut einem halben Jahr deutlich an Boden und die Frage über die Zukunft des einstigen Vorreiters wird immer lauter.
Viele Expertinnen und Spekulanten befürchten bereits den Rückgang der Nachfrage nach iPhones und iPads, was vor allem für den riesigen Einbruch des Aktienkurses verantwortlich sein soll - trotz massiver Rekordzahlen. Tim Cook selber gab den Umsatz des eigenen Unternehmens für das nächste Quartal bereits unter den Erwartungen der Analysten ab. Apple prognostiziert zwischen 41 und 43 Milliarden US-Dollar, während die Angaben der Expertenteams sich auf mindestens 45 Mrd US-Dollar belaufen.
Interessant ist vor allem die Tatsache, dass die Konkurrenz nicht einmal ansatzweise diese Ergebnisse erzielt. Apple schraubt Jahr für Jahr die Rekordzahlen in die Höhe, doch die Aktie verliert im Moment kontinuierlich an Wert: Eine Paradoxie ohnegleichen. StockTwist-Gründer Howard Lindzon nannte gegenüber The Verge einen möglichen Grund:
"Das Unternehmen hat noch nie mit seinem Profit gehandelt, sondern wird für Innovationen belohnt. Der Markt erwartet mehr Magie. Für ein Unternehmen, das so makellos wirtschaftet, steckt Apple irgendwie fest. Sie drucken Geld in Massen und den Markt interessiert es nicht."
Quelle: Wirtschafts Woche, The Verge (Englisch) Apple Pressemitteilung












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