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  • CES 2013 - Ein Rückblick auf das Kommende

    Die letzte Woche stand ganz im Zeichen der CES 2013 in Las Vegas. Hersteller wie Samsung, ZTE, Huawei oder andere Grössen der Branche haben ihre zukünftigen Neuheiten vorgestellt und zeigen bis Dato das bisher Mögliche in der Unterhaltungselektronik. Wir gewähren euch nun einen Überblick über die interessantesten Dinge von der CES.

    Egal, ob Samsung einen Kühlschrank mit Android und der Fähigkeit Angry Birds auf diesem spielen zu können zeigte oder Präsentationen von riesigen OLED TV Fernsehern abgehalten wurden: Es gab eine Menge zu sehen auf der Unterhaltungselektronik-Messe CES 2013 in Las Vegas. Aber auch diverse Vorstellungen bezüglich neuer Technologie für Smartphones gab es zu bestaunen. Neben Prozessoren wurden auch eine ganze Reihe neuer Geräte vorgestellt.



    Verzeichnis





    Wir stellen euch im Folgenden einige der interessantesten Darbietungen der Messe in kleinen Kurzberichten vor und verlinken mit der Überschrift der Abschnitte jeweils auf die dazugehörigen Artikel. Viel Spass beim Lesen!



    nVidia Tegra 4
    nVidia war der erste Hersteller der grossen Drei, die ihre neue Prozessortechnologie in den Ring warfen und durchaus überzeugen konnten. Gezeigte Techdemos demonstrierten das bisher Machbare auf Geräten mit diversen Tegra 4 Chips. Ein nicht näher spezifiziertes Demogerät, welches zudem mit Windows 8 ausgestattet war, konnte HDR Bilder in beeindruckend kurzer Zeit erstellen. Vom Drücken des Auslösers bis hin zur Fertigstellung des gesamten HDR-Bildes blieb das Zeitfenster deutlich unter einer Sekunde.

    Ausgestattet mit vier Cortex-A15-Kernen, einer starken GPU und einem Lowpower-Unterstützungs-Kern spricht nVidia selbst von dem derzeit schnellsten mobilen ARM-SoC der Welt. Zudem kam nVidias neuer Tegra 4 Chipsatz in der eigenen offenen Gaming-Plattform Project Shield zur Geltung

    Samsung Exynos 5 Octa
    Aber auch Samsung zeigte in einer eigenen Keynote das neue Zugpferd der Südkoreaner, welches in diversen zukünftigen mobilen Highend-Modellen zum Einsatz kommen soll. Der Exynos 5 Octa ist ebenfalls wie nVidias Tegra 4 mit vier Cortex-A15 Kernen bestückt und bietet daher wohl eine nahezu identische Rohleistung in der Rechenkraft. Allerdings benutzt Samsung keinen einzelnen Hilfskern, um Energie zu sparen sondern setzt die von ARM entwickelte bigLittle Architektur ein.

    Somit stehen den vier Hauptprozessoren noch einmal vier weitere Cortex-A7 CPUs zur Verfügung, welche für alle Operationen im Betriebssystem zuständig sind, damit die grösseren Pendanten nicht mit Kleinigkeiten "belästigt" werden müssen.

    Qualcomm Snapdragon 800
    "Last but not least" im Bunde der bekannten SoC-Hersteller ist Qualcomm mit seinem neuen Snapdragon 800 Prozessor, welcher auf der Basis der neuen Krait 400 Architektur arbeitet. Unterstützt wird der Prozessor zudem von der neuen Adreno 330 GPU, welche mehr als doppelt so schnell wie die GPU im Vorgänger Snapdragon S4 Pro sein soll. Zudem kann der Takt auf bis zu 2.3 GHz angehoben werden und erreicht somit eine Leistungssteigerung von bis zu 75 Prozent.

    Neben dem Highend-Modell mit der Bezeichnung 800 sind des Weiteren noch kleinere Modelle wie der Snapdragon 600 geplant. Diese kommen mit wesentlich weniger Takt daher und setzen noch auf die aus dem S4 Pro bekannte Adreno 320 GPU.



    Panasonic 20-Zoll-Tablet mit 4K-Auflösung
    Während Smartphones und Tablets gerade erst die obligatorischen 1080p in der Auflösung knacken, so scheint Panasonic der Ansicht zu sein, die Pixeldichte bei "etwas" grösseren Tablets in die Höhe schrauben zu müssen. Gezeigt wurde auf der CES in Las Vegas ein 20-Zoll-Tablet mit der gigantischen Auflösung von 3840 x 2560 und einer daraus resultierenden Pixeldichte von 230 ppi. Für einen Zwanzigzoller absolut beeindruckend. Entsprechend hoch war auch die gebotene Darstellungsqualität.

    Bei dem Tablet handelte es sich allerdings noch um einen reinen Prototypen, der allerdings recht vielversprechend auftrat. Das Gewicht beträgt gute 2.7 Kilogramm und die Laufzeit lag bei knapp zwei Stunden. Als CPU kam ein Ivy-Bridge-Pendant mit 1.8 GHz zum Einsatz, samt Turbomodus. Eine nVidia GPU ist für die Pixelberechnung zuständig.

    Lenovo IdeaCenter Horizon - 27 Zoll Tablet Gigant
    Deutlich mehr Bildfläche, dafür aber weniger Pixeldichte mit 1080p Auflösung, bietet das IdeaCenter Horizon von Lenovo. Der Tablet-Gigant kommt mit einer Wahnsinns-Diagonalen von 27 Zoll daher und bietet mit Moon Dail eine an die Grösse angepasste Benutzeroberfläche, welche sich aktiviert wenn das Tablet auf dem Rücken liegt.

    Angetrieben wird das Gerät von einem Intel Core i7 und einer nicht näher erwähnten dedizierten Grafikeinheit. Neben der Spieletauglichkeit soll mit Windows 8 auch der Komfort an Desktop-PCs heranreichen. Üppige 7.7 Kilogramm machen den Kleintisch-Ersatz allerdings nicht besonders mobil.

    Alcatel One Touch Idol Ultra - Laut Hersteller das "dünnste Smartphone der Welt"
    Auch eine interessante Geschichte war die eigene Krönungszeremonie von Alcatel, welche am ersten Tag der CES 2013 in Las Vegas ihr One Touch Idol Ultra zum dünnsten Smartphone der Welt machte. Das 4.7 Zoll Device kommt auf beachtliche 6.45 mm in der Dicke und dringt damit in neue Knäckebrot-Dimensionen vor.

    Neben einem FullHD-AMOLED-Display kommt auch ein 1.2 GHz starker DualCore-SoC zum Einsatz. Als Betriebsystem setzt Alcatel hier auf Android 4.1 alias Jelly Bean.



    Sony präsentiert Flaggschiff-Smartphone Xperia Z
    Sony scheint wieder konkurrenzfähig zu werden: Das auf der CES 2013 vorgestellte Xperia Z liest sich von den reinen Spezifikationen jedenfalls wie ein echtes Topmodell. Neben einem Snapdragon mit 1.5 GHz, 2 GB RAM und erweiterbarem Speicher bekommt Sonys Display-Wunder auch die hauseigene TV-Engine Bravia 2 spendiert. Eine 13 Megapixel Kamera soll für qualitativ hochwertige Fotos und Videos sorgen.

    Besonderes Augenmerk verdient dabei das Display: Neben der erwähnten Bravia 2 Engine löst der Bildschirm mit 1080p auf und ist zudem mit fünf Zoll üppig bemessen. Sony nennt seine im Xperia Z verbauten Panels auch FullHD-Reality-Displays.

    Das Ascend D2 von Huawei
    Der bei uns im deutschsprachigen Raum eher weniger vertretende Hersteller Huawei glänzte unter anderem mit seinem Ascend D2 Boliden, welcher ebenfalls eine ordentliche Ausstattung bietet. Ein eigens entwickelter HiSilicon K3V2-Prozessor auf Basis des Cortex-A9 werkelt als QuadCore mit 1.5 GHz im Inneren des Ascend D2. Des Weiteren gibts 2 GB RAM und 16 GB internen Speicher.

    Als Kamera kommt eine 8 MP-Lösung zum Zuge mit eigenem BSI-Sensor. Vorinstalliert ist auch hier Android alias Jelly Bean. Eine weltweite Vermarktung des hauseigenen Flaggschiffs sei laut Huawei sogar geplant.

    Lenovos Hybrid-Tablet mit Overclocking-Funktion
    Nicht nur PCs sollen in Zukunft die Intel-Turbotechnologie effizient nutzen können. Auch Besitzerinnen und Besitzer eines Lenovo Thinkpad Helix können wohl bald die gleiche Technik nutzen. Steckt man den Hybriden in die dafür vorgesehene Tastaturhalterung, aktiviert sich eine zusätzliche Kühlung im Dock, die den Intel Core Prozessor im Tablet hochtakten lässt und somit auch die Perfomance deutlich steigert.

    Das 11-Zoll-Device bietet mit 1080p eine Desktop-übliche Auflösung und soll mit Windows 8 echtes PC-Feeling aufkommen lassen. Die Ausstattung in Form von SSDs, viel RAM und Intels Ivy Bridge Prozessoren ermöglichen dabei ein effizientes Arbeiten.



    Ubuntu Phone OS zeigte erstmals Live sein Gesicht
    Auch Canonical war auf der CES in Las Vegas vertreten und demonstrierte live einige Featues des auf Ubuntu basierenden Betriebssystems für Smartphones. Dabei sollen vor allem die Bedienung über Wischgesten besonders beeindruckt haben. Auch die Sprachsteuerung soll tiefer im System integriert werden, als es bei bisherigen Smartphones der Fall ist.

    Leider durfte keiner der anwesenden Journalisten das Galaxy Note auf dem das Ubuntu Phone OS installiert war selber in die Hand nehmen, um Eindrücke zu sammeln. Sie bekamen es lediglich demonstriert, ohne es wirklich anfassen zu dürfen. Die ersten Eindrücke scheinen aber einen positiven Beigeschmack gehabt zu haben.

    ZTE will Firefox OS nach Europa bringen
    Interessant sind auch die Ambitionen des chinesischen Smartphone-Hersteller ZTE, Firefox OS nach Europa bringen zu wollen. Noch im Laufe dieses Jahres will man das auf HTML5 und Linux basierende Firefox OS auf einem Smartphone in unsere Regionen bringen.

    Schon vor einiger Zeit wurde das ehemals Boot To Gecko genannte Projekt heiss diskutiert und fand noch vor den Gesprächen über ein Ubuntu Phone OS Anklang bei Vielen. Es soll vor allem in aufstrebenden Märkten auf günstigeren Smartphones zum Einsatz kommen.




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