
Viele schätzen Android wegen dessen offener Gestaltung der weitreichenden Möglichkeiten bei der Appentwicklung, die bei den Mitbewerbern nicht möglich sind. Google zensiert auch seinen Market kaum, wie das vor allem Apple tut, weil sie keine Kontrollen der veröffentlichten Apps durchführen. Leider führt das aber auch dazu, dass Schadsoftware wie etwa Viren oder Spyware relativ einfach auf die Smartphones gelangen können.
Der Antiviren-Spezialist Symantec hat jetzt einen neuen Trojaner namens "Android.Counterclank" entdeckt, der sich in diversen Apps befindet. Das Programm ist abgeleitet vom "Android.Tonclank" und kann Daten ausspionieren sowie auch Befehle ausführen.
Ob das eigene Gerät schon betroffen ist, erkennt man relativ einfach an einem zusätzlichen Search-Button auf dem Homescreen. Wer ganz sicher gehen will, sucht bei den ausgeführten Programmen nach einer Anwendung namens "apperhand". Welche Apps betroffen sind, hat Symantec in einer Liste veröffentlicht. Darunter sind vor allem Erotik-Apps, aber auch andere Spiele:
Möglicherweise handelt es sich bei diesem Schädling um den am meisten verbreiteten der in diesem Jahr gefundenen Schadprogramme für Android. Ob er wirklich die Funktion eines Botnetzes hat, ist noch nicht ganz klar. Experten und Expertinnen gehen aber davon aus, dass diese im laufenden Jahr noch ein grosses Thema in der mobilen IT-Sicherheit sein werden. Botnetze sind Netze infizierter Computer, welche ferngesteuert werden um z.B. Spam-Wellen zu verschicken oder Angriffe auf Websites auszuführen, indem diese mit zu vielen Aufrufen überlastet werden. Durch die hohe Verbreitung mobiler Datenflatrates und die vergleichsweise schlecht entwickelte Sicherheitssoftware sind Handys ein attraktives Ziel für solche Aktionen geworden. Microsoft und Apple versuchen solche Angriffe durch exakte Prüfungen der für ihre App-Marktplätze eingereichten Programme zu verhindern. Vorsicht ist aber geboten, wenn man einen Jailbreak oder einen Chevron Unlock installiert hat und sich seine Apps aus inoffiziellen Quellen besorgt. Hier sollte man sich genau überlegen, wo die App her kommt und ob man diese Quelle für vertrauenswürdig hält.
Quelle: Computer Base
Quelle: Computer Base

















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