
Samsung Galaxy S, S2, S3 oder iPhone 3G, 4, 4S, 5 oder Nokia Lumia 800, 900, 910 und so weiter. Was fällt auf? Richtig, es kommen immer weiter neue Geräte auf den Markt, die teilweise den Vorgänger nur marginal verbessern oder aber auch wirklich tolle Neuerungen bringen. Jetzt könnte man meinen, wieso ist das einen Artikel wert, der sich mit dem Aufblähen des Smartphone-Marktes auseinandersetzt?
Die Antwort hierauf liegt in den Release-Zeiträumen der oben genannten Geräte. Dabei dienen die benannten Smartphones nur als Beispiele für eine Branche, die sich scheinbar wöchentlich selber überschlagen will.
Ein konkretes Beispiel ist Samsung. Das Galaxy S2 ist ja nun wirklich ein gutes Handy, schneidet in den einschlägigen Testberichten super ab und kann durchaus als Flaggschiff der Android-Sma
rtphones bezeichnet werden. Es ist im Mai 2011 veröffentlicht worden und ist immer noch für über EUR 400 ohne Vertrag erhältlich. Technisch ist es zudem mit einem DualCore-Prozessor und einer Kamera mit acht Megapixel ein Smartphone der gehobenen Hardware-Klasse. Dennoch mehren sich die Gerüchte, dass das Samsung Galaxy S3 bald angekündigt und erscheinen wird. Als Verbraucher fragt man sich da, was genau denn das S3 nun so viel besser macht? Ohne jetzt konkret auf dieses Smartphone einzugehen, frage ich mich häufig, wieso denn fast alle 6 Monate Nachfolgemodelle herauskommen. Es gehört schon fast zum guten Ton, andauernd neue Smartphones anzukündigen, die dann mit einer 12 Megapixel starken Kamera, einem Tripple-Special-Dual-Core-Prozessor daherkommen und im besten Fall auch noch per Sprachbefehl das Essen kochen sowie die Wohnung wischen.
Braucht man das? Ja, ich bin ein Technikfan, ich finde geile Technik wirklich geil. Aber muss denn nun wirklich alle paar Monate wieder was Neues kommen? Wo ist der Nutzen? Gerade bei Windows Phones erwartet die Community unbedingt DualCore Prozessoren in den Phones. Wieso? Windows Phone 7.5 arbeitet so schon sehr schnell und ein Dualcore würde zwar Verschnellerungen bringen, die aber wirklich nicht so erheblich sind, wie viele meinen. Dennoch prangern viele User in den Foren genau das Fehlen dieser Dualcore-Prozessoren an. Der Mann von heute braucht halt was Dickes in der Hose, also ein dickes Smartphone, ich meine also ein leistungsfähiges Smartphone. Ob der effektive Nutzen da ist, ist egal. Selbst diejenigen, die mit dem Phone nur E-Mails checken, ab und an mal die Wetter-App nutzen und ohnehin noch nie ein Game unterwegs gezockt haben, ja selbst die brauchen unbedingt mehr GHz, mehr RAM, mehr GigaByte. Von allem viel, aber bitte in jedem Fall das Meiste.
Folglich orientieren sich die Hersteller also nur am Markt. Klar, der Verbraucher schreit nach Dualcores, LTE und 12 Megapixel und die Entwickler liefern, obwohl zum Beispiel in Deutschland ein LTE-Netz erst aufgebaut werden muss. Dabei fällt gerade bei Android-Geräten der Softwaresupport teils weg. Siehe Android 4.0, was auf den meisten Handys, die nicht mal ein Jahr alt sind nicht läuft beziehungsweise laufen wird. Eine Besserung ist nicht in Sicht, denn es geht immer weiter. Wenn die grossen Hersteller dieses Jahr wieder gefühlte 300 neue Geräte alleine für das Google-Betriebssystem herausbringen, verliert man schon etwas den Überblick. Und das scheint eben auch Google so zu gehen, die ja selber nicht genau wissen, auf welchen Handys nun welche Android-Version richtig läuft.
Apple macht es da natürlich vorbildlich. Man kann den Amerikanern ja vorwerfen was man will, aber die Unterstützung der alten iPhones durch die neue Software ist fast vorbildlich. Dennoch hat gerade Apple damit angefangen, jedes Jahr ein neues Phone zu präsentieren. Ganz ehrlich, hätte es ein Iphone 4S wirklich gebraucht? Hätte man nicht noch die paar Monate bis zum Sommer 2012 warten können, wo das iPhone 5 präsentiert wird?
Nein, der Kunde schreit nach etwas Neuem und das immer schneller. Und neuerdings schreit er nun auch sein Smartphone an. Kleinigkeiten werden also als die Neuerung verkauft, die man dann wirklich brauchen muss.
Sicher gibt es jetzt die, die wirklich 2 Jahre lang ihr iPhone nutzen. Die Zahl derer, die aber wirklich jedes iPhone mitnehmen wollen, wird aber weitaus höher sein, siehe regelmässig die Verkaufszahlen. Und ja, wie man an den letzten Quartalsergebnissen sieht, das Iphone verkauft sich immer weiter und weiter und weiter.
Nur ein kleines gallisches Dorf sträubt sich dagegen. Windows Phone. Hier kommen recht überschaubar neue Geräte raus. Meist mit sinnvollen Neuerungen, manchmal aber auch nicht wirklich nachvollziehbar. Das Lumia 710 für EUR 320? Sorry, da lege ich lieber 80 drauf und habe das Lumia 800, was mehr bietet und schicker aussieht. Das wirkliche Knüllerhandy fehlt aber noch und genau aus diesem Grund schreit der Kunde auch in diesem Marktbereich. "DUALCOOOORE!!" Der Nutzen dieser Prozessortechnik für Windows Phone ist aber bei den technisch versierten Fachmännern umstritten. Die herrschende Meinung ist ganz klar: Das macht hier keinen Sinn. Dennoch verlangen es viele und so wird man sicher sein, dass spätestens zur Mitte des Jahres auf diesem Segment neue Hardware geliefert wird.
Aber mal ganz ehrlich, so gut Android und iPhone auch sind, ein User oder eine Userin mit Windows Phone hat immer etwas Besonderes in der Hand was nicht jeder hat. Und auf neue Ankündigungen freut man sich immer etwas mehr, da es eben etwas Besonderes darstellt. Dieses Gefühl kann die Konkurrenz eben nicht mehr geben.
Wann platzt denn nun die Technikblase, von denen einige Experten sprechen? Naja, es geht halt auch nach dem Dualcore immer weiter. Irgendwann ist das den Technik-Junkies auch nicht mehr genug und dann muss eben die nächste Stufe her. Der Kunde verlangt, der Kunde bekommt. Nur ist halt irgendwann meist Schluss. Die Frage wird nur sein, wann und ob an einem kommenden Ende der übermässigen Nachfrage nach immer besseren Smartphones tatsächlich auch die eine oder andere Firma zugrunde gehen wird. Denn immer bessere Technik zu vertretbaren Preisen kann irgendwann nicht mehr geliefert werden. Ob es aber überhaupt eine Technikblase gibt, die ähnlich wie in der Immobilienbranche irgendwann platzt, bleibt abzuwarten. Dennoch ist dieser Trend, dass neue Smartphones noch schneller auf den Markt geworfen werden, klar zu erkennen. Wie man da als Kunde den Überblick behält, ist stellenweise schon schwierig, aber der "Schuldige" für die Überflutung des Marktes ist und bleibt nun mal der Kunde selbst.
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Dieser Bericht gibt die einzelne Meinung eines Redakteurs wieder und muss nicht mit der vom Team von PocketPC.ch übereinstimmen.
Ein konkretes Beispiel ist Samsung. Das Galaxy S2 ist ja nun wirklich ein gutes Handy, schneidet in den einschlägigen Testberichten super ab und kann durchaus als Flaggschiff der Android-Sma
rtphones bezeichnet werden. Es ist im Mai 2011 veröffentlicht worden und ist immer noch für über EUR 400 ohne Vertrag erhältlich. Technisch ist es zudem mit einem DualCore-Prozessor und einer Kamera mit acht Megapixel ein Smartphone der gehobenen Hardware-Klasse. Dennoch mehren sich die Gerüchte, dass das Samsung Galaxy S3 bald angekündigt und erscheinen wird. Als Verbraucher fragt man sich da, was genau denn das S3 nun so viel besser macht? Ohne jetzt konkret auf dieses Smartphone einzugehen, frage ich mich häufig, wieso denn fast alle 6 Monate Nachfolgemodelle herauskommen. Es gehört schon fast zum guten Ton, andauernd neue Smartphones anzukündigen, die dann mit einer 12 Megapixel starken Kamera, einem Tripple-Special-Dual-Core-Prozessor daherkommen und im besten Fall auch noch per Sprachbefehl das Essen kochen sowie die Wohnung wischen. Braucht man das? Ja, ich bin ein Technikfan, ich finde geile Technik wirklich geil. Aber muss denn nun wirklich alle paar Monate wieder was Neues kommen? Wo ist der Nutzen? Gerade bei Windows Phones erwartet die Community unbedingt DualCore Prozessoren in den Phones. Wieso? Windows Phone 7.5 arbeitet so schon sehr schnell und ein Dualcore würde zwar Verschnellerungen bringen, die aber wirklich nicht so erheblich sind, wie viele meinen. Dennoch prangern viele User in den Foren genau das Fehlen dieser Dualcore-Prozessoren an. Der Mann von heute braucht halt was Dickes in der Hose, also ein dickes Smartphone, ich meine also ein leistungsfähiges Smartphone. Ob der effektive Nutzen da ist, ist egal. Selbst diejenigen, die mit dem Phone nur E-Mails checken, ab und an mal die Wetter-App nutzen und ohnehin noch nie ein Game unterwegs gezockt haben, ja selbst die brauchen unbedingt mehr GHz, mehr RAM, mehr GigaByte. Von allem viel, aber bitte in jedem Fall das Meiste.
Folglich orientieren sich die Hersteller also nur am Markt. Klar, der Verbraucher schreit nach Dualcores, LTE und 12 Megapixel und die Entwickler liefern, obwohl zum Beispiel in Deutschland ein LTE-Netz erst aufgebaut werden muss. Dabei fällt gerade bei Android-Geräten der Softwaresupport teils weg. Siehe Android 4.0, was auf den meisten Handys, die nicht mal ein Jahr alt sind nicht läuft beziehungsweise laufen wird. Eine Besserung ist nicht in Sicht, denn es geht immer weiter. Wenn die grossen Hersteller dieses Jahr wieder gefühlte 300 neue Geräte alleine für das Google-Betriebssystem herausbringen, verliert man schon etwas den Überblick. Und das scheint eben auch Google so zu gehen, die ja selber nicht genau wissen, auf welchen Handys nun welche Android-Version richtig läuft. Apple macht es da natürlich vorbildlich. Man kann den Amerikanern ja vorwerfen was man will, aber die Unterstützung der alten iPhones durch die neue Software ist fast vorbildlich. Dennoch hat gerade Apple damit angefangen, jedes Jahr ein neues Phone zu präsentieren. Ganz ehrlich, hätte es ein Iphone 4S wirklich gebraucht? Hätte man nicht noch die paar Monate bis zum Sommer 2012 warten können, wo das iPhone 5 präsentiert wird?
Nein, der Kunde schreit nach etwas Neuem und das immer schneller. Und neuerdings schreit er nun auch sein Smartphone an. Kleinigkeiten werden also als die Neuerung verkauft, die man dann wirklich brauchen muss.
Sicher gibt es jetzt die, die wirklich 2 Jahre lang ihr iPhone nutzen. Die Zahl derer, die aber wirklich jedes iPhone mitnehmen wollen, wird aber weitaus höher sein, siehe regelmässig die Verkaufszahlen. Und ja, wie man an den letzten Quartalsergebnissen sieht, das Iphone verkauft sich immer weiter und weiter und weiter.
Nur ein kleines gallisches Dorf sträubt sich dagegen. Windows Phone. Hier kommen recht überschaubar neue Geräte raus. Meist mit sinnvollen Neuerungen, manchmal aber auch nicht wirklich nachvollziehbar. Das Lumia 710 für EUR 320? Sorry, da lege ich lieber 80 drauf und habe das Lumia 800, was mehr bietet und schicker aussieht. Das wirkliche Knüllerhandy fehlt aber noch und genau aus diesem Grund schreit der Kunde auch in diesem Marktbereich. "DUALCOOOORE!!" Der Nutzen dieser Prozessortechnik für Windows Phone ist aber bei den technisch versierten Fachmännern umstritten. Die herrschende Meinung ist ganz klar: Das macht hier keinen Sinn. Dennoch verlangen es viele und so wird man sicher sein, dass spätestens zur Mitte des Jahres auf diesem Segment neue Hardware geliefert wird.Aber mal ganz ehrlich, so gut Android und iPhone auch sind, ein User oder eine Userin mit Windows Phone hat immer etwas Besonderes in der Hand was nicht jeder hat. Und auf neue Ankündigungen freut man sich immer etwas mehr, da es eben etwas Besonderes darstellt. Dieses Gefühl kann die Konkurrenz eben nicht mehr geben.
Wann platzt denn nun die Technikblase, von denen einige Experten sprechen? Naja, es geht halt auch nach dem Dualcore immer weiter. Irgendwann ist das den Technik-Junkies auch nicht mehr genug und dann muss eben die nächste Stufe her. Der Kunde verlangt, der Kunde bekommt. Nur ist halt irgendwann meist Schluss. Die Frage wird nur sein, wann und ob an einem kommenden Ende der übermässigen Nachfrage nach immer besseren Smartphones tatsächlich auch die eine oder andere Firma zugrunde gehen wird. Denn immer bessere Technik zu vertretbaren Preisen kann irgendwann nicht mehr geliefert werden. Ob es aber überhaupt eine Technikblase gibt, die ähnlich wie in der Immobilienbranche irgendwann platzt, bleibt abzuwarten. Dennoch ist dieser Trend, dass neue Smartphones noch schneller auf den Markt geworfen werden, klar zu erkennen. Wie man da als Kunde den Überblick behält, ist stellenweise schon schwierig, aber der "Schuldige" für die Überflutung des Marktes ist und bleibt nun mal der Kunde selbst.
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Dieser Bericht gibt die einzelne Meinung eines Redakteurs wieder und muss nicht mit der vom Team von PocketPC.ch übereinstimmen.
















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