• O2-Chef erwartet Wegfall der Roaming-Gebühren

    Der Deutschland-Chef von O2, René Schuster, prophezeit in Zukunft einen Wegfall der Gebühren für das Roaming in ausländischen Netzen. Er erwartet in den nächsten zwei Jahren einen weiteren Rückgang der Gebühren durch den starken Wettbewerb der Anbieter.

    Wenn es nach ihm geht, wird ein Gespräch von Deutschland nach Frankreich dann nicht viel mehr kosten als ein nationales Gespräch. Den europäischen Netzanbietern bleibt aber auch kaum eine andere Möglichkeit, da es das erklärte Ziel der EU ist, innerhalb ihres Gebiets diese Gebühren schrittweise bis auf nationales Niveau abzusenken.

    Für René Schuster liegt die Schuld für diese Regulierung aber bei den Providern selbst, diese hätten zu lange gewartet, die Gebühren nicht freiwillig selbst gesenkt und damit die Politik zum Eingreifen veranlasst. Während die Kosten für Text-Nachrichten schon so weit gesenkt wurden, dass sie in Einzelfällen schon unter den nationalen Tarifen liegen und man für den Empfang gar nicht mehr bezahlt, so liegen die Telefonkosten noch deutlich über dem, was man in seinem eigenen Netz bezahlt. Zudem werden auch für eingehende Gespräche Gebühren verlangt.

    Schusters Aussagen bezogen sich nur auf Gesprächskosten, wie die Situation bei den immer wichtiger werdenden Datenverbindungen aussieht, sagte er nicht. Auch hier hat die EU mittlerweile eingegriffen, aber im Vergleich zu den verschiedenen Flatrate-Tarifen der Telefonanbieter sind die Auslandskosten noch immer sehr hoch. Ein monatliches Limit liegt bei 50 EUR und danach wird die Verbindung getrennt. Sollte man die Verbindung wieder aktivieren wollen, muss man aber weitere Kosten in Kauf nehmen.


    Quelle: heise
    Kommentare 1 Kommentar
    1. Avatar von Straputsky
      Straputsky -
      Starker Wettbewerb der Anbieter? Tut sich hier wirklich etwas? Das letzte was ich gelesen habe war, dass man sogar innerhalb Deutschlands die Verbindungsentgelte regulieren musste, weil sich da nicht viel tat.


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