
Jüngst lud Gordon Frazer, Microsoft UK Managing Direktor, zum Office 365 Launch in London, bei dem Besuchende die Möglichkeit hatten, an einer Frage- und Antwort-Stunde teilzunehmen.
Dabei kam die Frage auf, ob Microsoft garantieren könne, dass Daten, die im europäischen Raum abgespeichert werden oder welche sich auf europäischen Servern befinden, nicht für fremde Zwecke ausgelesen werden können. Besonders der Aspekt bei einer Verletzung des U.S. Patriot Acts. Dieses Bundesgesetz der USA, das es der Regierung erlaubt, massive Einschnitte in die Bürgerrechte vorzunehmen, interessierte den Fragesteller besonders.
Der U.S. Patriot Act dient dazu, die Ermittlungen der Bundesbehörden im Fall einer terroristischen Bedrohung zu vereinfachen. In diesem Fall würde dies bedeuten, dass amerikanischen Behörden und letztendlich der Regierung der Zugriff auf private Daten in Europa gewährt werden würde. Bei Daten, die in den USA gespeichert sind, ist der Fall relativ klar, doch die Cloud-Server für den europäischen Live.com-Dienst von Microsoft stehen vornehmlich in Grossbritannien und fallen also nicht unter die U.S. Legislative. Frazer entgegnete, dass es Microsoft nicht möglich sei, dies zu gewährleisten: "Microsoft kann das, so wie auch keine andere Firma, unter allen Umständen garantieren." Wenig später veröffentlichte Microsoft ihre rechtlichen Vorgehensweisen für alle Online-Dienste in einem detaillierten Dokument auf ihrer Homepage:
Die Auswirkungen, dass europäische Daten unter dem Einfluss des U.S. Patriot Act unterliegen, bereitet einer Reihe von Unternehmen und Privatpersonen Sorgen bezüglich privater Daten in der Cloud.
Update 7.7.2011
Wie der Pressesprecher von EU-Kommissarin Viviane Reding, Metthew Newman, gegenüber dem Magazin Chip Online mitteilte, stehen die EU-Datenschutzregeln über dem Patriotic Act.
Zum Schluss der ausführlichen Stellungnahme sprach Newman die US-Firmen direkt an:
Demnach sollen also vorläufig, das heisst, so lange es kein entsprechendes Abkommen zwischen der EU und den USA gibt, überhaupt gar keine Daten getauscht werden. Hier ist also, aus der Sicht der EU, der Patriotic Act gegenstandslos.
Befürchtet ihr Spionage eurer Daten in der Cloud durch Behörden und/oder Firmen oder verwendet ihr solche Dienste gar nicht?
Der U.S. Patriot Act dient dazu, die Ermittlungen der Bundesbehörden im Fall einer terroristischen Bedrohung zu vereinfachen. In diesem Fall würde dies bedeuten, dass amerikanischen Behörden und letztendlich der Regierung der Zugriff auf private Daten in Europa gewährt werden würde. Bei Daten, die in den USA gespeichert sind, ist der Fall relativ klar, doch die Cloud-Server für den europäischen Live.com-Dienst von Microsoft stehen vornehmlich in Grossbritannien und fallen also nicht unter die U.S. Legislative. Frazer entgegnete, dass es Microsoft nicht möglich sei, dies zu gewährleisten: "Microsoft kann das, so wie auch keine andere Firma, unter allen Umständen garantieren." Wenig später veröffentlichte Microsoft ihre rechtlichen Vorgehensweisen für alle Online-Dienste in einem detaillierten Dokument auf ihrer Homepage:
"Unter wenigen Umständen muss Microsoft ohne Ihre ausserordentliche Erlaubnis Daten bekanntgeben, um alle gesetzlichen Vorschriften zu erfüllen oder um die Rechte oder das Eigentum von Microsoft oder anderen zu schützen (einschliesslich der Durchsetzung von Vereinbarungen oder Richtlinien zur Nutzung von Diensten)."
Die Auswirkungen, dass europäische Daten unter dem Einfluss des U.S. Patriot Act unterliegen, bereitet einer Reihe von Unternehmen und Privatpersonen Sorgen bezüglich privater Daten in der Cloud.
Update 7.7.2011
Wie der Pressesprecher von EU-Kommissarin Viviane Reding, Metthew Newman, gegenüber dem Magazin Chip Online mitteilte, stehen die EU-Datenschutzregeln über dem Patriotic Act.
"Jedwede Übertragung personenbezogener Daten in Drittstaaten müssen sich an die grundlegenden Prinzipien des Datenschutzes in der EU halten."
Zum Schluss der ausführlichen Stellungnahme sprach Newman die US-Firmen direkt an:
"Insbesondere für die USA gilt: Dies alles weist auf die Notwendigkeit hin, eine allumfassende Vereinbarung zwischen der EU und den USA über die gemeinsamen Datenschutz-Prinzipien zu treffen, um die personenbezogenen Daten, die ausgetauscht werden, im Kontext der Verbrechens- und Terrorismusbekämpfung zu schützen."
Demnach sollen also vorläufig, das heisst, so lange es kein entsprechendes Abkommen zwischen der EU und den USA gibt, überhaupt gar keine Daten getauscht werden. Hier ist also, aus der Sicht der EU, der Patriotic Act gegenstandslos.
Befürchtet ihr Spionage eurer Daten in der Cloud durch Behörden und/oder Firmen oder verwendet ihr solche Dienste gar nicht?
Quellen: winrumors (Englisch), Microsoft (Englisch), Chip















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